Dr. Conrad Murray Er ist selbstmordgefährdet

Nach dem Schuldspruch am Montag sitzt Michael Jacksons ehemaliger Leibarzt Dr. Conrad Murray nun im Gefängnis. Doch die Situation macht ihm mehr zu schaffen, als bisher vermutet: Der Kardiologe gilt als selbstmordgefährdet und wird rund um die Uhr bewacht

Nachdem Dr. Conrad Murray am Montag (7. November) im Prozess um den Tod von Michael Jackson schuldig gesprochen wurde, sitzt der Arzt nun im "LA County"-Gefängnis. Doch der Gemütszustand von Murray bereitet den Angestellten der Haftanstalt offenbar Sorgen: Wie die "Los Angeles Times" vermeldet, sei Murray suizidgefährdet. Um ihn zu schützen, wacht seit Dienstag (8. November) sogar eine Krankenschwester vor seiner Zelle. Das bestätigte auch einer der Anwälte des Kardiologen.

Der sogenannte "suicide watch" gilt bisher jedoch als eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bisher habe der ehemalige Leibarzt von Michael Jackson nämlich nicht angedroht, sich das Leben nehmen zu wollen. Das Sheriff-Department bestätigt diese Einschätzung. Dennoch habe der sechswöchige Prozess, der Schuldspruch und der plötzliche Freiheitsentzug dem 58-Jährigen härter getroffen, als vermutet.

Ein Grund für Murrays Zustand könnten auch die anderen Insassen sein, die ihn angeblich bedrohen. Nach dem Schuldspruch gilt er für die anderen Häftlinge wohl nur noch als "Michael-Jackson-Mörder". Um Murray vor Übergriffen zu bewahren, sitzt er nun in einer Einzelzelle und wird sogar bei jedem Gang zur Toilette begleitet.

Noch bis zum 29. November 2011 muss Conrad Murray im Gefängnis auf die Verkündung des Strafmaßes warten. Ihm wird vorgeworfen, Michael Jackson vor rund zwei Jahren die Überdosis des Narkotikums Propofol verabreicht zu haben, die dem Sänger das Leben nahm. Nun muss Murray mit bis zu vier Jahren Haft rechnen.

aze

gala.de

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