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Doris Schröder-Köpf Wieder auf sich allein gestellt

Doris Schröder-Köpf
Doris Schröder-Köpf
© Holger Talinski
Doris Schröder-Köpf ist seit einem Jahr getrennt von Gerhard Schröder, jetzt soll die Scheidung folgen. Schadet das ihrer Karriere?

Den Sommerurlaub hatten sie noch zusammen verbracht – im gemeinsamen Ferienhaus auf der Nordseeinsel Borkum. Nun haben Doris Schröder-Köpf, 53, und Gerhard Schröder, 72, die Scheidung eingereicht – das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Dabei hatte man nicht nur in der niedersächsischen Hauptstadt bis zuletzt den Eindruck, die beiden könnten wieder zusammenfinden.

Jetzt also der endgültige Bruch?

Auf GALA-Anfrage antwortet Doris Schröder- Köpf prompt: "Von unserer Seite gibt es keine Auskünfte zu privaten Angelegenheiten." Darüber sprechen mochten die beiden auch nicht, als sie sich vor einem Jahr trennten. Statt öffentlich Rosenkrieg zu führen, demonstrierten sie Teamgeist, gingen gemeinsam ins Fußballstadion zu Hannover 96 und radelten zusammen an der Nordsee.

Sie kümmern sich gemeinsam um die Kinder

Der Altkanzler war zwar aus der Familienvilla gezogen, nahm aber eine neue Wohnung in der Nähe und hütete zwischen seinen vielen Vorträgen im In- und Ausland die gemeinsamen Adoptivkindern Gregor, 11, und Victoria, 15. Die 23-jährige Klara, aus einer früheren Beziehung von Doris Schröder-Köpf, lebt nicht mehr zu Hause. "Um die Kinder werden sie sich auch weiter gemeinsam kümmern", sagt ein Vertrauter des Paares GALA.

Eine große Entlastung für Doris Schröder-Köpf, die schon einmal erfahren hat, wie schwer es ist, alleinerziehend zu sein, – und die sich in den letzten Jahren ihre eigene politische Karriere aufgebaut hat.

Power Couple: Gerd Schröder und Doris Schröder-Köpf heirateten 1997; die Journalistin galt als seine engste Beraterin: "Doris sagt" wurde zum geflügelten Wort im rot-grünen Kabinett
Power Couple: Gerd Schröder und Doris Schröder-Köpf heirateten 1997; die Journalistin galt als seine engste Beraterin: "Doris sagt" wurde zum geflügelten Wort im rot-grünen Kabinett
© Getty Images

Politische Karriere

Sein Name half ihr ins Amt, flüsterten anfangs nicht nur die Oppositionskollegen in Hannover. Wo auch immer die zierliche Blondine auftrat, war gefühlt auch das politische Schwergewicht Gerhard Schröder mit im Raum. Aber eben auch nicht immer zu ihrer Freude. Im GALA-Interview sagte sie einmal über ihren Namen: "Der Vorteil ist sicher, dass ich mich nicht bekannt machen muss. Der Nachteil ist, dass viele Menschen ein Bild von mir haben, das sich auf die Kanzlerjahre bezieht. Und da hatte ich eben nur eingeschränkte Möglichkeiten, mich politisch zu äußern."

Das hat sich geändert. Als Landtagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte von Niedersachsen gewann sie an Kontur. Ein Beobachter: "Doris macht einfach ihren Job – in aller Bescheidenheit und ohne Aufhebens." Der Schatten des Ex-Kanzlers verschwindet nun wohl endgültig aus ihrem Leben, auch der Ehemann – aber nicht der Vater ihrer Kinder.

Gala

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