Donald Trump auf den Philippinen: Peinlicher Handshake und ein Liebeslied für den US-Präsidenten

Beim "ASEAN Summit" tritt US-Präsident Donald Trump mal wieder ins Fettnäpfchen - und lernt nur Stunden danach: Es gibt jemanden, der das noch besser kann als er. 

Donald Trump

Es mag etwas sein, das für viele ebenso unvorstellbar ist wie die Tatsache, dass zum 45. Chef des Weißen Hauses gewählt wurde: Der selbsternannte Milliardär wurde als "Präsident der Fettnäpfchen" abgelöst. Zumindest für einen Abend. Schauplatz: Manila, die Hauptstadt der Philippinen. 

Der US-Präsident steht vor einem Problem

Doch der Reihe nach. In der 1,8-Millionen-Einwohner-Metropole ist Trump am 12. November der Ehrengast auf dem "ASEAN Summit". Zu dem Gipfel kommen mehrere Staats- und Regierungschefs des asiatisch-pazifischen Raumes zusammen, um unter anderem über Wirtschaft, Politik und Bildung zu sprechen. Es ist für Trump die letzte Station seiner zwölftägigen Reise nach Hawaii und Asien. Bei der Begrüßung gleich die erste (interkulturelle) Hürde für den 71-Jährigen: Der "Asean-way-handshake". 

Donald Trump ist verwirrt: Handshake auf Asiatisch 

Anders als in den meisten anderen Ländern der Erde geben sich die Politiker hier nicht die nach vorne rausgestreckte Hand, sondern überkreuzen ihre Arme vor der Brust und greifen jeweils nach der Hand ihres Nachbarn. Dann schütteln sich alle fröhlich wackelnd die Arme. Schwer zu verstehen? Geht wohl auch Trump so. Als sein Nebenmann, Philippinen-Präsident Rodrigo Duterte, beherzt zugreifen will, zeigt Trumps überraschter Gesichtsausdruck: Was hier gerade passiert, ist für ihn ein böhmisches Dorf. Vielleicht sogar zwei oder drei böhmische Dörfer. Der Immobilienunternehmer versucht, das durch ihn gestiftete Chaos um die unterbrochene Armkette zu korrigieren. Die ulkige Grimasse, die er dabei zieht, dürfte in die visuellen Analen seiner Karriere eingehen. Doch wer denkt, dass der US-Präsident mit dieser Einlage für den unangefochtenen Gipfel der Skurrilität an diesem Tag gesorgt hat, der irrt. 


Ein Liebesständchen für Donald 

Am Abend treffen die Staatsmänner zum einem Bankett zusammen. Dabei ereignet sich etwas, das für den von Kritik geplagten Trump Neuland sein dürfte: Ein Liebeslied für ihn, gesungen vor hunderten Zuhörern - und das von niemand geringerem als Gipfel-Gastgeber Rodrigo Duterte! Der philippinische Präsident greift überraschend zum Mikrofon und präsentiert, mehr schlecht als recht, gemeinsam mit der heimischen Pop-Sängerin Pilita Corrales den Song "Ikaw Ang Mahal Kom". Zu deutsch: "Du bist die Liebe meines Lebens." "Du bist das Licht in meiner Welt, eine Hälfte meines Herzens", haucht Duterte in den Saal und wagt an einer Stelle einen vorsichtigen Blick in Richtung Trump. Über das Duett sagt er anschließend: "Ladys und Gentleman, ich habe ohne Vorankündigung auf Bitten des Oberbefehlshabers der Vereinigten Staaten von Amerika gesungen." Gelächter im Saal. Dieser befremdliche Auftritt ringt sogar dem sonst um nichts verlegenen Donald Trump  einen leicht ungläubigen Blick ab. Das muss man erst mal schaffen.


Das sagt Trump zum Gaga-Auftritt

Am nächsten Tag lobt Trump die Einlage von Duterte mit den Worten: "Rodrigo, du warst fantastisch." Diplomatie klappt halt manchmal doch beim Rüpel-Präsidenten. Bei Kritikern kommen die sanften Töne allerdings nicht an: Duterte gilt als politischer Hardliner, der vor allem wegen seines harten Durchgreifens gegenüber Drogenkrimineller in der Kritik steht. 

Donald Trump und Melania Trump

Unterwegs in Asien

14. November 2017  Es heißt Abschied nehmen: Die große Asienreise des Donald Trump findet am Flughafen Manilas sein Ende.
14. November 2017   Mit dem Hubschrauber kommt Donald Trump am Flughafen Manilas an, wo er von salutierenden US-Soladaten in Empfang genommen wird.
13. November 2017   Donald Trump und Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte amüsieren sich während der Eröffnungszeremonie der "ASEAN-Versammlung" in Manila. 
13. November 2017  Zwei der wohl umstrittensten Gestalten der Weltpolitik: Donald Trump unterhält sich mit Rodrigo Duterte, dem Präsidenten der Philippinen.

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© Gala


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