VG-Wort Pixel

Donald Trump Peinlicher Auftritt! Er kann Hymne nicht mitsingen

Donald Trump vor dem 5. Juni 2018 vor dem Weißen Haus 
Donald Trump vor dem 5. Juni 2018 vor dem Weißen Haus 
© Getty Images
Bei einem Auftritt vor dem Weißen Haus zeigt Donald Trump zum wiederholten Mal, dass es beim Text der US-Hymne hapert

Andere kritisieren und es selbst nicht besser machen: In dieses Fettnäpfchen trat Donald Trump, 71, am gestrigen Dienstag (5. Juni) bei einem Termin in Washington

Donald Trump vergisst Hymnen-Text

Unter dem Motto "Celebration of America" (zu Deutsch etwa: "Feiere Amerika!") hatte Trump auf dem Südrasen des Weißen Hauses Mitarbeiter und eine Musikkapelle zusammengetrommelt. Zusammen stimmte man die patriotistische Hymne "God Bless America" ("Gott segne Amerika") an. Die ersten zwei Zeilen sang Trump textsicher mit, doch dann verließ ihn sein Gedächtnis. Er verstummte, wippte statt zu singen munter mit dem Kopf mit. Als der Textteil, den er kennt, wiederholt wurde, bewegte er seine Lippen wieder. Das zeigt ein Video, dass die britische Zeitung "The Guardian" auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. 

Dass der Präsident die nach "The Star-Spangled Banner" zweitwichtigste Hymne seiner Nation nicht singen kann, ist grundsätzlich eine peinliche Angelegenheit. Doch es gibt zwei Gründe, die es im Fall von Trump besonders peinlich machen. Erstens ist "God Bless America" nur 49 Sekunden lang und besitzt die überschaubare Textlänge von zwei kurzen Strophen und dem Refrain. Zweitens: Der seit Monaten tobende Hymnen-Streit zwischen Trump und Spielern der National Football League. 

Der US-Präsident legt sich mit Footballern an

Trump hatte sich wiederholt erzürnt darüber gezeigt, dass Spieler während "The Star-Spangeld Banner", das traditionell vor jedem Spiel erklingt, auf dem Feld knien statt zu stehen. Das Knien gilt als Protest gegen weiße Polizeigewalt und sozialer Ungleichheit zu Lasten schwarzer US-Amerikaner. Trump will das in seinen Augen anti-patriotistische Verhalten nicht hinnehmen will. Als "Hurensöhne" beschimpfte er die Protestler. Folge des Zoffs: Die NFL beschloss im Mai, dass jeder Spieler, der während der US-Hymne nicht aufrecht auf dem Feld steht, bestraft wird. Sie stellte es aber frei, dass die sie in der Kabine bleiben und sich so verweigern dürfen. 
Dass der Präsident seinerseits zwar bei der Hymne steht, aber nicht dazu in der Lage ist, sie mitzusingen - keine gute Ausgangsposition, um andere zu kritisieren. Übrigens: Selbst "The Star-Spangend Banner" bereitet Trump textlich Probleme, wie ein Auftritt Anfang Januar 2018 zeigt. 

Donald Trump blamiert sich am 8. Januar 2018 bei einem Footballspiel. 

Eklat um Ehrung der Superbowl-Gewinner im Weißen Haus

Die US-Hymne ist ein fortwährender Zankapfel zwischen Footballern und Trump. Vorläufiger Höhepunkt: Die traditionelle Ehrung des Superbowl-Gewinners im Weißen Haus fiel in diesem Jahr aus. Kurzerhand veranstaltete Donald Trump stattdessen das "Celebration of America"-Event.
Eigentlich hätten die Philadelphia Eagles, die am 5. Februar den wichtigsten Football-Wettbewerb der Welt gewannen, am gestrigen Dienstag (5. Juni) zu einer Party ins Weiße Haus kommen sollen. 24 Stunden vorher sagte Trump das Treffen überraschend ab. Die Begründung lieferte er via Twitter: "Das Philadelphia Eagles Football Team wurde ins Weiße Haus eingeladen. Leider haben sich nur wenige Spieler entschieden zu kommen und wir haben die Veranstaltung abgesagt. Der Aufenthalt im Umkleideraum für das Spielen unserer Nationalhymne ist so respektlos für unser Land wie kniend. Sorry!"
Das ist aber wohl nur die halbe Wahrheit. Wie später bekannt wurde, hatten einige Eagles-Spieler ihrerseits dem Weißen Haus eine Absage geschickt hatten – aus Protest gegen Donald Trumps Politik. Typisch Trump, dass der dies nicht auf sich sitzen lassen wollte. Entweder alle, oder keiner! 

Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken