Blamage für Donald Trump: Hat Japans First Lady ihn eiskalt vorgeführt?

Peinlich, peinlich! Akie Abe, die First Lady von Japan, soll laut Gerüchten keine Lust auf ein Gespräch mit Donald Trump beim "G20"-Gipfel in Hamburg gehabt haben - und sich mit einem cleveren Trick um eine Konversation gedrückt haben

Akie Abe, Donald Trump

Der "G20"-Gipfel in Hamburg ist schon seit zweieinhalb Wochen vorüber, sorgt aber nicht nur im politischen Deutschland immer noch für Nachwehen. Auch jenseits des Atlantiks gibt es Aufregung. Ausgelöst hat sie US-Präsident Donald Trump, 71, mit einer höchst brisanten Aussage. Wie sooft gilt auch diesmal: Hätte er doch besser zweimal überlegt, was er in der Öffentlichkeit ausplaudert...

Funkstille zwischen Donald Trump und Akie Abe

Beim Dinner in der Elbphilharmonie am ersten Abend des Gipfels (7. Juli) saß er bei Tisch neben der First Lady von Japan, Akie Abe. Worüber man sich mit einem Herrn Trump wohl bei Hanseatischen Vorspeisen, Rinderfilet und Käse-Häppchen wohl unterhalten mag, wird sich manch einer bei der Vorstellung fragen. Die Antwort liefert der Immobilien-Mogul in einem Interview mit der "New York Times" am Donnerstag (20. Juli) selbst.

"Ich wurde also neben die Gattin von Premierminister Abe gesetzt, der ein großartiger Kerl ist, und sie ist eine großartige Frau. Aber sie spricht kein Englisch."

Dem Reporter erscheint das seltsam. Er fragt nach: "Gar nicht? Also null?" Trump antwortet: "Noch nicht einmal 'Hallo'". Eine Stunde und 45 Minuten dauert das Abendessen laut Aussage des Präsidenten. Eine lange Zeit, wenn man schweigend nebeneinander sitzt. Die Internetgemeinde ließ wie gewöhnlich mit einer Reaktion nicht lange auf sich warten - und deckte Erstaunliches auf.

Spricht Japans First Lady wirklich kein Englisch?

Wie eine nun wiederentdeckte Aufnahme zeigt, hielt Akie Abe im Jahr 2014 eine Rede auf Englisch vor der der "Ford Foundation" in New York (allerdings mit Unterstützung eines Manuskriptes). Außerdem, so berichtet die britische Tageszeitung "The Guardian", habe die Ehefrau von Premierminister Shinzō Abe, 62, einen Englisch-Kurs in Tokio besucht und sei für eine internationale PR-Firma tätig gewesen. Weiteres Indiz für Abes Englischfähigkeiten: Mitte Februar reist sie mit ihrem Mann zu einem offiziellen Besuch der Trumps nach Washington. Während die Herren über Politik diskutierten, zog es die First Ladys in die Japanischen Gärten der Hauptstadt. Eine Mitarbeiterin der Anlage erklärt Melania Trump, 47, und Akie Abe etwas auf Englisch, wie Aufnahmen der Nachrichten-Agentur "AP" zeigen. Abe nickte und schien demnach die Worte zu verstehen.  

Der Verdacht, der nun in Medien und im Social Web aufwerfen: Hatte Abe schlichtweg keine Lust, sich mit Trump während des Dinners in der Elbphilharmonie zu unterhalten und hat ihre mangelnden Sprachkenntnisse nur vorgetäuscht? Wenn ja, wäre dies ein cleverer Schachzug gewesen.


Die Verwirrung ist perfekt

Tatsächlich ist es aber umstritten, wie es wirklich um die Sprachkenntnisse der First Lady Japans bestellt ist. So gibt der Ex-Berater von US-Präsident Barack Obama, 55, zu Protokoll, er habe Akie Abe nie Englisch sprechen hören. Die britische "BBC" schreibt, ein Interview mit der First Lady sei nur unter der Bedingung statt gegeben worden, das es auf Japanisch geführt werde.

Die Wahrheit könnte, wie  so oft, irgendwo dazwischen liegen: Vielleicht, mutmaßen andere Stimmen, verfüge Akie Abe zwar über gewisse Englischkenntnisse, traue sich aber mehr als einen Smalltalk nicht zu. Schon gar nicht mit einer so dominanten Persönlichkeit wie Donald Trump. Was auch immer der wahre Grund für Akie Abes Zurückhaltung gewesen sein mag: Mit seinem Aussage über das Dinner hat Donald Trump sich wieder einmal selbst ins Fettnäpfchen bugsiert. Denn das Gerücht, dass die First Lady Japans nicht gewillt war, sich mit ihm zu unterhalten, wird aus den Köpfen der Kritiker nur schwerlich auszulöschen sein.

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