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Donald Trump US-Amerikanerin erhebt Vorwürfe wegen sexueller Belästigung

Donald Trump - Ein Mann mit zwei Gesichtern 
Donald Trump - Ein Mann mit zwei Gesichtern 
© Getty Images
Mehrere Frauen beschuldigen Donald Trump, sie sexuell bedrängt zu haben. Eine von ihnen ist Rachel Crooks. Nachdem sie ihre Vorwürfe jüngst wiederholte, teilt der Präsident auf Twitter aus

Das Jahr 2006 wird Donald Trump, 71, zum Verhängnis: Neben zwei außerehelichen Affären mit einer Porno-Darstellerin und einem Playmate soll er sich einer weiteren Frau sexuell genähert haben - dies allerdings ohne ihr Einverständnis. Das behauptet die heute 35-Jährige erneut gegenüber der "Washington Post". Trump nimmt das zum Anlass, nach wochenlangem Schweigen zu den Sex-Skandalen auf Twitter Stellung zu beziehen. 

Donald Trump: Ungewollte Küsse

Erstmals hatte Rachel Crooks im Oktober 2016, wenige Wochen vor der US-Wahl, von dem übergriffen Verhalten Trumps berichtet. Wohl als Reaktion auf die Schlagzeilen um Stephanie Clifford und Karen McDougal, die im Januar und Februar über (einvernehmliche) Sex-Treffen mit dem US-Präsidenten ausgepackt haben, legt Crooks nun in eigener Sache nach. 

Der besagte Vorfall soll sich demnach am 11. Januar 2006 im Trump Tower in New York ereignet haben. Damals war Crooks als Sekretärin für die Investmentfirma Bayrock Group tätig, die sich in dem Prestige-Gebäude eingemietet hatte. Über die folgenschwere Begegnung sagt Crooks in einem aktuellen Interview mit der "Washington Post": "Eines Tages wartete Trump vor dem Fahrstuhl, als ich den Mut hatte mich vorzustellen." Die Situation soll dann aus dem Ruder gelaufen sein. "Er fing an, mich auf eine Wange zu küssen, dann auf die andere Wange. Er redete mit mir zwischen Küssen, fragte, wo ich herkäme oder ob ich ein Model sein wollte. Er ließ meine Hand nicht los, und legte er los und fing an, mich auf die Lippen zu küssen", berichtet die Universitätsangestellte. Es habe sich angefühlt "wie zwei Minuten". Trotz aller Anfeindungen und der bislang erfolglosen Diskussion über Trumps Übergriffe wolle sie ihre Geschichte immer wieder erzählen, sagte Crooks. Doch sagt sie die Wahrheit? Nicht, wenn es nach dem Beschuldigten geht.

Rachel Crooks beschuldigt Trump
Rachel Crooks beschuldigt Trump
© Getty Images

US-Präsident dementiert auf Twitter

Hatte Donald Trump auf Twitter zu den Fällen "Stormy Daniels" und "Karen McDougal" noch geschwiegen, hat er nun offenbar genug. "Eine Frau, die ich nicht kenne und die ich meines Wissens nie kennengelernt habe, steht auf der VORDERSEITE der Fake News Washington Post und sagte, ich hätte sie (für zwei Minuten) in der Lobby des Trump Tower vor zwölf Jahren geküsst", poltert der Präsident. "Nie passiert! Wer würde das in einem öffentlichen Raum mit Live-Kameras tun?" Ein durchaus logisches Argument. Allerdings gibt es eines, das dem entgegen steht: Trumps übergriffiges und frauenverachtendes Flirtverhalten. In einem kurz vor der US-Wahl aufgetauchtem Mitschnitt eines Interviews mit Trump aus dem Jahr 2005 sagt er über Frauen: "Ich fange einfach an, sie zu küssen. Es ist wie ein Magnet. Einfach küssen. Ich warte nicht einmal."

Wer sagt die Wahrheit?

Weil in der Angelegenheit weiterhin Wort gegen Wort steht, hat Crooks Trump via Twiter aufgefordert, das Überwachungsvideo von besagtem Tag im Trump Tower zu veröffentlichen. Ob das Material überhaupt noch vorhanden ist und wenn, von Trump herausgegeben wird - höchst unwahrscheinlich.
Laut US-Nachrichtensender "CNBC" werfen außer Crooks 18 weitere Frauen Trump vor, sie sexuell belästigt zu haben.

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