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Donald Trump Konzert zur Amtseinführung wird zur Blamage

Donald Trump, 3 Doors Down
Donald Trump, 3 Doors Down
© Getty Images
Die größten Stars der Welt kämen zu seiner Amtseinführung, erklärte Donald Trump in einem Interview. Die peinliche Realität sieht allerdings ganz anders aus. Jetzt spottet das Netz über die Blamage des US-Präsidenten

Stell dir vor, der mächtigste Mann der Welt lädt einige der berühmtesten Entertainer der Welt ein - und keiner kommt. Noch peinlicher, wenn man das nicht wahrhaben will und in der Öffentlichkeit vollmundig das Gegenteil erklärt. So geschehen mit US-Präsident Donald Trump, 70. Der kündigte, trotz Absagen von Elton John, Céline Dion und Moby, in einem Interview mit "Fox" kurz vor seiner Amtseinführung am 20. Januar an: "Wir weden die größen Celebrities in der Welt da haben."

Jetzt hat das angekündigt Konzert stattgefunden - mit einem Line-Up ohne einzigen Star. Das Netz reagiert mit Hohn und Spott.

User auf Twitter machen sich über Donald Trump lustig

Donald Trump ist nicht nur Milliardär und Immobilien-Tycoon, sondern auch eine Person, die gern im Rampenlicht steht und sich mit Prominenten umgibt. Acht Jahre lang war er Gastgeber der erfolgreichen Reality-Show "The Apprentice" (zu deutsch: Der Lehrling), sogar einen Stern auf dem berühmten "Walk of Fame" kann er sein eigen nennen. Kein Wunder, dass er beim Konzert zu seiner Amtseinführung mit den größten Sängern und Bans der Welt auftrumpfen wollte.

Noch dazu, weil sein Vorgänger Barack Obama, 55, der in Hollywood wohl beliebteste US-Präsident aller Zeiten war.

3 Doors Down statt U2, Toby Keith statt Beyoncé

Doch es sollte anders kommen. Schon im Vorfeld der Feierlichkeiten am 20. Januar 2017 in Washington hagelte es von Welt-Stars Absagen an Trump für mögliche Auftritte. Lücken, die das Team um Trump nicht füllen könnte. Hatten unter anderem Beyoncé, U2, Bruce Springsteen und Shakira Barack Obama bei seinen Amtseinführungen unterstützt, kamen gestern (19. Januar) am Lincoln Memorial in Washington lediglich die One-Hit-Wonder-Band 3 Doors Down ("Kryptonite, 2000) und einige ältere, hierzulande unbekannte Country-Sänger.

Das Netz macht sich über den US-Präsidenten lustig

Später sagte Trump über das Konzert: "Da waren Zehntausende, mehr als bei irgendeinem Anderen.“ Bilder von Twitter-USern beweisen jedoch, dass sein Gedächtnis Trump offenbar im Stich gelassen hat: Bei Brack Obamas erstem Konzert 2009 waren an die 400 000 Besucher, bei Trump schätzungsweise 10.000.

Trumps hartnäckige Versuche, die glanzlose Realität schönzureden, macht ihm zum Gespött im Internet. "Trump sagt, dass er sich nicht sicher ist, ob irgendwer anders schon einmal ein Konzert zur Amtseinführung gegeben hat. Nun... Barack tat es, acht Jahre zuvor", merkt ein User mit trockenem Humor an.

Auch künftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) wird Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. Als prominenter Redner ist Jon Voight geladen, der entfremdete Vater von Angelina Jolie. Eine Userin merkt an: "Jetzt weiß ich, warum Angelina nicht mehr mit ihrem Vater redet."

Trost für Trump: Nach diesem holperigen Start kann es eigentlich nur besser werden.

Gala

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