Donald Trump: Er will eine Weltraum-Armee gründen

Donald Trump ist ein Mann der großen Visionen. Das beweist er einmal mehr bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus: Er will eine US-Kampftruppe gründen - und zwar im Weltall

Donald Trump hat eine Idee, über die viele den Kopf schütteln

"Die Welt ist nicht genug" lautet der Titel eines James-Bond-Films aus dem Jahr 1999. Ein Motto, das sich jetzt auch US-Präsident Donald Trump, 72, auf die Fahne geschrieben hat: Er hat das Pentagon und das Verteidigungsministerium mit der Gründung einer Weltraumpatrouille beauftragt, um die nationale Sicherheit des Landes zu gewährleisten. Das gab Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am gestrigen Montag (18. Juni) bekannt.

Donald Trump: Make America Great again... auch im Weltall

Ziel sei es, die "Raumstreitmacht als sechsten Zweig der Streitkräfte zu etablieren". Derzeit besteht die US-Armee aus der Luftwaffe, der Marine, der Marineinfanterie, dem Heer und der Küstenwache. Seine Entscheidung begründet Trump so: "Unser Schicksal jenseits der Erde ist nicht nur eine Frage der nationalen Identität, sondern eine Frage der nationalen Sicherheit." Vor was genau sich die USA im Weltraum schützen muss, erklärte er nicht. Viel mehr wird es wohl darum gehen, wie der 72-Jährige es formuliert, den "Weltraum zu dominieren". 

Netz lacht über US-Präsident 

Trumps Weltall-Armee ist, wenig überraschend, ein gefundenes Fressen für Spötter bei Twitter, die sich unter #spaceforce formieren. Unter anderem zu sehen: eine Menge lustiger Photoshop-Collagen. Eine zeigt die Trump-Familie im Stile eines "Star Wars"-Filmplakates, eine andere  Trump mit der berühmtem Filmfigur E.T. im Fahrradkörbchen. "Ich ernenne hiermit den ersten permanenten Rekruten der USA", legt er Trump in den Mund. 

 

Ein weiterer User postet den Screenshot eines beliebten Flipper-Spiels im Weltraum-Design und fragt scherzend: "Wo kann ich für die Space Force unterschreiben? Ich habe mein Leben lang trainiert."

 Dass Trump und seine Administration die geeigneten Personen sind, um das Ziel "Weltraum" anzugehen, bezweifelt ein Mann aus Philadelphia. Zu einem Foto-Zusammenschnitt der Besatzung der TV-Serie "Star Trek" schreibt er: "Wir haben schon eine Space Force." 

Andere merken an, dass die USA weitaus wichtigere Probleme hat als die Dominanz des Weltalls: "Erzähl' mir noch einmal, wie wir die universelle Gesundheitsversorgung, die wissenschaftliche Forschung, die öffentliche Bildung, unsere Nationalparks usw. nicht finanzieren können?", fordert sie. Und kommentiert ironisch: "SpaceForce = das, was passiert, wenn du einem narzisstischen Reality-TV-Star ohne glaubwürdige Berater die Schlüssel zu unserem Land gibst."

Mit Humor nimmt es der Besitzer eines Account für Disney-Figuren - und postet, wie er sich Donald Trump in einem Weltraumanzug vorstellt. 

Hintergrund

Schon im Dezember 2017 hatte Trump eine Direktive erlassen, nach der die NASA in den kommenden Jahren wieder bemannte Raumschiffe auf den Mond und den Mars schicken soll. Für die Durchsetzung seiner Interessen hat Trump das "National Space Council" ins Leben gerufen, dem unter anderem Ex-Astronaut Buzz Aldrin, 86, angehört. Er war am 21. Juli 1969 der zweite Mann, der nach Neil Armstrong (†82) den Mond betrat.  

Donald Trump

So lustig reagiert Ex-Astronaut Buzz Aldrin auf die Rede Präsidenten

Donald Trump und Buzz Aldrin am 30. Juni im Weißen Haus. 
Bei einer heroisch geschwungenen Rede von Donald Trump über die Wichtigkeit der Raumfahrt für die USA kann sich Ex-Astronaut Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, nicht mehr zurückhaltend - und sorgt mit seiner lustigen Reaktion für weltweite Gelächter
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