VG-Wort Pixel

Donald Trump Hoppla, hier bin ich

Donald Trump
© Reuters
Donald Trump ist tatsächlich immer noch im Amt. Und die Welt schwankt, ob sie über den peinlichsten US-Präsidenten aller Zeiten lachen oder entsetzt sein soll

Kein Tag ohne Skandal

Das Internet scheint regelrecht zu explodieren, wenn man zu Donald Trump, 71, Suchbegriffe wie "peinlich", "Fettnäpfchen" oder "Skandal" eingibt. Eine Fundgrube an Anekdoten, die deutlich macht: Sich daneben zu benehmen ist für den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten Programm. Zeichnete seine Vorgänger doch allesamt – mal mehr, mal weniger – staatsmännische Attitüde aus, vergeht im Leben des derzeit mächtigsten Mannes der Welt kein Tag, ohne dass er jemanden beleidigt, diskreditiert oder feuert. Mag es noch amüsant sein, wenn sich die ganze Welt darüber mokiert, dass Ehefrau Melania, 47, ihm das Händchenhalten verweigert, seine blondierte Tolle im Winde verweht oder die Solariumbräune zu dunkel ist – ernst wird es spätestens, wenn der Republikaner versucht, Politik zu machen.

Bilanz des ersten Jahres

Dass das Parlament kurz vor Jahresfrist seine Steuerreform abgesegnet hat, rettet seine Bilanz des ersten Jahres notdürftig – täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das Weiße Haus sich seit seinem Amtsantritt am 20. Januar nonstop im Krisenmodus befindet. Mal soll Trump bei einem Treffen in Russland Geheimdienstinformationen ausgeplaudert haben, mal bezeichnet der Polit-Neuling farbige Footballspieler, die die Nationalhymne nicht mitsingen, als "Hurensöhne" oder gratuliert der Regierung von Puerto Rico, dass sie nach dem Hurrikan "nur 16 Tote" zu beklagen haben. "Have a good time" verabschiedet er sich nach einem Besuch bei den Überlebenden der Katastrophe. Na, klar, die haben zwischen zerstörten Bretterbuden bestimmt eine richtig gute Zeit, während der Milliardär sich mit seiner Familie im Feriendomizil Lago Mar in Florida erholt.

"Der Skandal als Dauerzustand"

fasst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Situation im Weißen Haus zusammen. Allein das Auftreten: Kinn nach vorn gereckt, Haupt erhoben, Hand an der Krawatte bahnt Trump sich seinen Weg übers politische Parkett und schiebt Kollegen auch mal zur Seite, um sich für die Fotografen in Reihe eins zu postieren. Nur zu gern sieht er sich in den Medien. Auch wenn die seiner Meinung nach nur Fake News produzieren. Und wenn sich damit einer auskennt, dann Twitter-König Trump.

Gala

>> Das war 2017 bei den Stars los: der GALA-Jahresrückblick


Mehr zum Thema


Gala entdecken