Donald Trump: Kritik für Auftritt am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September

2018 jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center in New York zum 17. Mal. Donald Trump meldet sich aus diesem Anlass nicht nur auf Twitter zu Wort, sondern besucht auch eine Trauerfeier für die Opfer - beides sorgt im Netz für Empörung 

Donald Trump freut sich am 11. September, dem Jahrestag der Terroranschläge in New York, über Fans, die ihn an einem Flughafen in Pennsylvania begrüßen.

, 72, ist ein Mann, den man gemeinhin als "nicht auf den Mund gefallen" bezeichnen kann. Legendär seine Twitter-Tiraden gegen politische Gegner, Kritiker und, natürlich, die verhasste Fake-News-Presse. Umso überraschender, dass sein Statement zu einem der höchsten Gedenktag der USA äußert spärlich ausfällt: "17 years since September 11th!" (zu Deutsch: "17 Jahre seit dem 11. September!") twittert er in nur 30 pragmatischen Zeichen. Twitter-Usern stößt das übel auf. Und das nicht alles, womit Trump ins Fettnäpfchen tritt... 

Donald Trump gedenkt den Opfern des 11. September 

Am selben Tag reist der Republikaner mit First Lady , 48, nach Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania. Dort nimmt das Paar an einem Trauergottesdienst für die Opfer teil, die am 11. September 2001 ein von Terroristen gekapertes Flugzeug auf einem Feld nahe Shanksville zum Absturz gebracht hatten - und damit noch mehr Opfer verhinderten. Ein Foto, dass von Trump bei der Ankunft am John Murtha Johnstown-Cambria County Airport aufgenommen wurde, zeigt ihn mit gewinnendem Grinsen und nach oben gereckten Fäusten. Grund für die Siegerpose: Fans, die ihren Präsidenten begeistert am Rand des Flugfeldes feiern. 

Der US-Präsident lässt sich auf dem Weg zu einer Trauerfeier für Opfer der Terroranschläge von Anhängern feiern

 

Beobachter sind empört über das Verhalten des US-Präsidenten 

Dass sich der 72-Jährige am Jahrestag des größten Terroranschlages in der Geschichte des Landes mit 2977 Toten so pietätlos benimmt - viele User haben dafür kein Verständnis.
"Das ist der Präsident der Vereinigten Staaten! Was eine Schande", "Was zur Hölle ist das für ein Tweet?" und "Das ist das Beste, was Sie Ihrem Land an einem ehrwürdigen Tag wie heute zu sagen haben?" lauten nur drei der erbosten Kommentare. "Das ist einer der Gründe, warum Sie nicht zu Beerdigungen eingeladen werden!", meint ein User in Anspielung auf die Trauerfeier des im August verstorbenen US-Senators (†81), der Trump noch zu Lebzeiten ausgeladen haben soll. Andere Twitter-User bemängeln die fehlende Empathie für die vom 11. September Betroffenen auch, indem sie Trumps Tweet ins Lächerliche ziehen. "Sie haben 2001 korrekt von 2018 abgezogen. Wer ist ein guter Präsident? Wer ist ein guter Präsident? Sie!", schreibt, stellvertretend für viele andere, ein Mann spöttisch.
Doppelt peinlich für Trump: Sein Vorgänger als US-Präsident , 57, zeigt, wie man's richtig macht.

Barack Obama gedenkt Opfern und Betroffenen des 11. September

Auf Twitter schrieb der Demokrat deutlich patriotischer und länger als Trump: "Wir werden uns immer an alle Menschen erinnern, die wir am 11. September verloren haben. Wir danken den Ersthelfern, die uns beschützen, und allen, die unser Land verteidigen, und den Idealen, die uns verbinden. Es gibt nichts, was unsere Belastbarkeit und Entschlossenheit nicht überwinden kann, und kein Terrorakt kann jemals ändern, wer wir sind." 

 Auch ein vergangener Auftritt mit Gattin Michelle Obama, 54, aus Anlass der Terroranschläge kommt im Vergleich mit den Trumps besser weg, wie ein Bildvergleich zeigt. An Trump wird die Kritik, wie so oft, abperlen. Auch schlechte Publicity ist eben Publicity. 

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