Donald Trump: Finnen veräppeln ihn auf Social Media

Donald Trump sagt, die Waldbrände in Kalifornien hätten sich durch einfaches Laub-Kehren verhindern lassen. Social Media schlägt zurück.

Donald Trump hat eine Strategie gegen Waldbrände: Laub kehren

US-Präsident Donald Trump (27) hat am Samstag das vom Feuer zerstörte Paradise in Kalifornien besucht. Nachdem er sich eine Woche vorher mit dem Präsidenten von Finnland getroffen hatte - immerhin das waldreichste Land Europas - hatte er auch einen Tipp parat, wie sich die Ausbreitung des Feuers hätte verhindern lassen können: "Wir müssen uns um die Böden kümmern. Die Böden der Wälder."

Der finnische Präsident höchstpersönlich hätte ihm gesagt, dass die Finnen eine Menge Zeit investieren würden, "die Böden zu harken, zu säubern und Dinge zu tun". Seine logische Schlussfolgerung: "Und sie haben keine Probleme." Dass das kompletter Unsinn ist, stellte die lokale Feuerwehr schnell klar. Der Klimawandel und die extremen Winde seien das Problem.

Auch der finnische Präsident widersprach Trumps Darstellung der Unterhaltung: Am Sonntag wurde ein Interview mit ihm veröffentlicht, in dem Sauli Niinisto (70) angibt, dass er Trump zu diesem Thema lediglich gesagt hätte, dass man sich in Finnland um die Wälder kümmere.

Spott und Ironie im Netz

Auf Trumps weltfremde Aussage reagieren die Finnen in den sozialen Netzwerken: Viele User erklären auf Twitter, dass Finnland und Kalifornien klimatisch nicht zu vergleichen sind. Dass das Land zu 80 Prozent aus Wald bestehe und es unmöglich wäre, alles zu harken. Dass sie Müll aufsammeln, aber sonst nichts. Einer schreibt: "Ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass jemand im Wald harkt." Aber es ist nie zu spät! Andere posteten ironisch Bilder, in denen sie sich mit absurder Ernsthaftigkeit um die Säuberung ihrer Wälder kümmern - zum Beispiel mit Staubsaugern.

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