Donald Trump + Melania Trump: 14 Millionen Euro für fünf Tage Florida-Urlaub

Das US-Präsidentenpaar Donald Trump und Melania Trump urlaubt im scherzhaft genannten "Winter White House" in Florida. Der Steuerzahler muss dafür tief in die Tasche greifen 

Melania Trump, Barron Trump und Donald Trump auf dem Weg zur "Air Force One" am 21. November 2017

Melania Trump, Barron Trump und Donald Trump auf dem Weg zur "Air Force One" am 21. November 2017

Sieben Grad Celsius sind es in Washington. Der herbstlichen Kälte schlägt , 71, ein Schnippchen: Mit Ehefrau , 47, und Sohn , 11, ist er am Dienstag ins 17 Grad wärmere Palm Beach in Florida gereist. Gut für den Steuerzahler, dass Trump mit "Mar-a-Lago" ein eigenes Luxusanwesen besitzt und die Übernachtungskosten spart. Schlecht für den Steuerzahler, dass Trump und seine Familie (inklusive Schwiegereltern Viktor Knavs und Amalija Knavs) nicht mit dem Linienflugzeug reisen und von einer Heerschar an teurem Sicherheitspersonal begleitet wird.

Hohe Kosten für Reise der Trumps

Zum achten Mal ist der Präsident seit seiner Amtseinführung im Januar nach "Mar-a-Lago" gereist. Jedes Mal bedeutet das für viele Leute mächtige Umstände. 

  • In einem Radius von zehn Meilen (umgerechnet 16 Kilometern) ist eine Flugverbotszone rund um den Multimillionen-Dollar-Protzbau eingerichtet, berichtet "BBC". Eine der Leidtragenden: Marian Smith. Ihre Flugschule verliert an jedem solcher Tage umgerechnet 5.000 Euro. Auch andere Unternehmer sind betroffen.
  • Auch auf dem Wasser wird abgeriegelt: Kein Schiff und kein Boot darf sich laut "Palm Beach Post" der auf einer Landzunge gelegenen Trump-Villa auf etwa 1000 Yard (umgerechnet ein Kilometer) nähern.
  • Der Zutritt für Mitglieder des elitären Privatclubs, der in dem Anwesen untergebracht ist, wird streng kontrolliert. Bei einer einmaligen Aufnahmegebühr von netto umgerechnet 169.000 Euro und einem jährlichen Beitrag von etwa 12.000 Euro eine ärgerliche Sache. 
  • Anwohner müssen gesperrte Zufahrtsstraßen in Kauf nehmen.
  • Eine Flugstunde der "Air Force One" kostet inklusive Sprit und Personal umgerechnet 120.000 Euro. Fliegt Trump von Washington nach Palm Beach und zurück schlägt dies mit umgerechnet 541.000 Euro zubuche, berichtet die "Palm Beach Post". 
  • Über 1000 Agenten des "Secret Service" beschützen Trump und seinen Clan rund um die Uhr. Randolph Alles, der Direktor der Personenschutz-Agentur, schlägt Ende August Alarm: Es drohen Überstunden und Verdienstausfälle für die Mitarbeiter. Problem: Die Trumps sind zu viele. 18 Familienangehörige und weitere Personen stehen laut "The Guardian" unter dem wachsamen Auge der elitären Bodyguards. Das treibt die Kapazitäten an ihre Grenzen. Zum Vergleich: Bei Ex-Präsident , 54, waren es nur 31 zu schützende Personen. 
  • Die Endrechnung für einen Wochenendtrip der Trumps beläuft sich laut "BBC" auf 3,3 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro). Aktuell zeigt eine Meldung der US-Flugbehörde "Federal Aviation Administration" an, dass der Luftraum über Palm Beach vom 21. November am späten Abend bis 27. November morgens für ein "VIP Movement" zum Teil gesperrt ist. Heißt: Trump wird voraussichtlich bis Sonntag in Florida bleiben. Hochgerechnet bedeutet dies Kosten von etwa 16,5 Millionen Dollar (13,9 Millionen Euro) für den Steuerzahler.


Die Finanzdebatte tobt seit Monaten

Schon im Februar 2017, kurz nach der Amtseinführung Trumps, rechnete die renommierte US-Zeitung "The Washington Post" vor, dass Trump auf dem besten Weg ist, zu Amerikas teuerstem Präsidenten aller Zeiten zu werden. Zum Vergleich: Die Reisekosten der gesamten Amtszeit von Barack Obama (2009 bis 2017) werden auf 80 Millionen Euro geschätzt. Zu Trumps Verteidigung: Offizielle Zahlen seitens des US-Rechnungshofes über die Höhe seiner Reisekosten gibt es bisher nicht. Konservativere Quellen berechnen laut "Chicago Tribune" pro Wochenendtrip nach "Mar-a-Lago" nur umgerechnet 840.000 Euro. Welche Zahl belastbarer ist – fraglich. Führende Medien wie "CNN", "BBC", "The Guardian" und "Stern" beziehen sich auf die höhere Summe. Nicht zu vergessen: Auch ein US-Präsident hat das Recht auf Urlaub. Für ihn ist es der erste Trip nach Palm Beach seit April 2017.

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© Gala


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