Dominique Strauss-Kahn + Nicolas Sarkozy: Schmutziges Geschäft

Im Sex-Skandal um Dominique Strauss-Kahn gerät jetzt Präsident Nicolas Sarkozy in arge Bedrängnis

Dominique Strauss-Kahn und Anne Sinclair

Für Dominique Strauss-Kahn, 62, hatte der 20. Hochzeitstag eine ganz besondere Bedeutung. Nicht nur weil es ein runder war, sondern weil lange nicht klar war, ob er ihn wirklich mit seiner Frau Anne Sinclair, 63, begehen würde. Dass sie ihm angesichts seiner außerehelichen Abenteuer nicht längst verlassen hat, ist schon fast ein Wunder. Noch etwas anderes als die Kraft seiner Gattin gab Strauss-Kahn, der zuletzt wie ein gebrochener Mann wirkte, neue Energie.

Der renommierte US-Journalist Edward Epstein hat in einem Enthüllungsbericht jetzt einen anderen Politiker arg in die Bredouille gebracht: Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy, so etwas wie der Erzfeind von Strauss-Kahn. Laut Epstein soll Sarkozys Partei UMP im Mai dieses Jahres den damaligen Direktor des Internationalen Währungsfonds in die Sex-Falle gelockt haben. Strauss-Kahn war daraufhin von dem Zimmermädchen Nafitassou Diallo der Vergewaltigung beschuldigt worden. Auch wenn er später mangels Beweisen freigesprochen wurde – als Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Partei und als IWF-Chef war er erledigt. Und Sarkozy war seinen mächtigsten Gegenspieler los, der damals noch gute Chancen auf einen Wahlsieg im kommenden Jahr hatte.

Sarkozy + Bruni

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Schön inszeniert und zeitlich passend: die Geburt der kleinen Giulia. Hier verläßt Carla Bruni nach der Entbindung die Klinik.

Doch auch ohne den Widersacher sieht es derzeit nicht nach einer Wiederwahl Sarkozys aus. Selbst hübsch inszenierte Spaziergänge mit Ehefrau Carla Bruni und dem fünf Wochen alten Töchterchen Giulia haben in politisch schwierigen Zeiten nicht den erhofften PR-Erfolg. Ein Skandal wie das angebliche Sex-Komplott könnte Sarkozy glatt das Genick brechen. Noch schweigt er zu den Vorwürfen, lässt sie seinen Innenminister und engen Vertrauten Claude Guéant als „Gerüchte“ abtun.

Doch so leicht werden die aufgebrachten Franzosen ihn nicht davonkommen lassen. Auch Strauss-Kahn hat noch lange nicht alles überstanden. Denn erstens stützt Epstein seine Theorie lediglich auf Indizien. Und zweitens ist Strauss-Kahn außerdem in eine Callgirl-Affäre verwickelt. Kein Tag vergeht, ohne dass pikante Details über seine Treffen mit Prostituierten veröffentlicht werden. Jede Enthüllung ist ein weiterer Schlag ins Gesicht von Anne Sinclair. Doch offenbar ist sie fest entschlossen, diese Krise an der Seite ihres Ehemanns durchzustehen. Gemeinsam klagen sie gegen verschiedene französische Tageszeitungen und prangern den „höchst verabscheuungswürdigen Voyeurismus“ an. Sie führen einen Kampf an allen Fronten. Den wichtigsten aber scheint Strauss-Kahn bereits gewonnen zu haben. Den um seine Frau.

Tatjana Detloff

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