Dieter Bohlen: "Meine Kinder dürfen zwar nicht alles, aber machen es einfach"

Von frechen Sprüchen keine Spur: Im GALA-Interview spricht Dieter Bohlen herrlich offen über seine Kinder und wieso er nicht mit DSDS-Kollege Pietro Lombardi um 1000 Euro wettet.

Dieter Bohlen

Dieter Bohlen, 66, ist Musiker, Komponist, Produzent, Songwriter, Entertainer und - seit Kurzem - auch Designer. Zusammen mit dem Online-Optiker "Edel-Optics" hat Bohlen am Montag (17. Februar) bereits seine zweite Sonnenbrillen-Kollektion gelauncht. 

Dieter Bohlen über die Erziehung seiner Kinder

Die Idee: Den typischen Style des Musikers zu "durchbrechen". In der neuen Kollektion finden sich nun auch außergewöhnliche Modelle mit neuen Farben und Mustern wieder. Angst vor Veränderungen hat Bohlen nicht: Obwohl er vor wenigen Tagen seinen 66. Geburtstag feierte, ist er so fit wie sein Kollege Pietro Lombardi, 27. Der "DSDS"-Juror geht mit der Zeit, setzt auf Low-Carb-Ernährung und drei Stunden Sport pro Tag - er ist so diszipliniert wie am Anfang seiner Karriere. Deutlich entspannter geht der Pop-Titan hingegen mit seinen beiden kleinen Kindern Maximilian, sechs, und Amelie, acht, um. Was ihm bei der Erziehung seiner Kinder besonders wichtig ist und wieso er sich nichts aus Luxus-Jachten und teuren Uhren macht, verrät Dieter Bohlen im Interview mit GALA.

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©Gala

GALA: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer zweiten Sonnenbrillen-Kollektion! Was war Ihnen beim Design besonders wichtig?
Dieter Bohlen: Bei meiner ersten Kollektion habe ich mich an meinen Lieblingsbrillen orientiert, ich habe immerhin 500 Sonnenbrillen zuhause und kenne mich ganz gut aus. Das haben wir dieses Mal nicht gemacht, "Edel Optics" wollte meinen Style durchbrechen und etwas Neues ausprobieren. Die zweite Kollektion ist viel mutiger, es sind ein paar schrille Brillen dabei und ich bin gespannt, wie diese ankommen werden.

Also bleiben Sie eher bei den klassischen Modellen?
Nein, ich trage auch die ausgefallenen Modelle, obwohl ich mich dann manchmal schon etwas erschrecke. (lacht)

Tragen Sie denn wirklich alle von Ihren 500 Sonnenbrillen?
Ja, die Dinger von früher habe ich schon längst weggeschmissen. Aber von meinen alten Klassikern würde ich mich nie trennen, ich habe zu Beispiel noch um die 40 Pilotenbrillen von Ray Ban, die liebe ich.

Sie haben vorhin erzählt, dass Sie seit 14 Jahren eine Uhr tragen, die Ihnen mal ein Fan geschenkt hat. Sind Sie kein Fan von Statussymbolen wie teuren Uhren, Autos etc.?
Ich lehne Statussymbole grundsätzlich ab, ich mag das überhaupt nicht. Ich habe zum Beispiel meine etwas teureren Uhren schon längst entsorgt. Und auch mein Auto, ein Mercedes, ist für mich alles andere als ein Statussymbol, das ist ein Fortbewegungsmittel. Ein Statussymbol wäre für mich ein Jet oder eine Luxusjacht, und beides habe ich eben nicht.

… und wollen Sie auch nicht besitzen?
Nein, will ich nicht. Obwohl ich mir seit 20 Jahren jede Jacht auf diesem Planeten kaufen könnte, aber ich habe auf sowas einfach keine Lust.

Dieter Bohlen stellt seine zweite Brillenkollektion für "Edel-Optics" vor

Das macht Sie sehr sympathisch.
Danke. (lacht) Wenn mir solche Sachen etwas geben würden, würde ich sie mir bestimmt auch kaufen, aber ich kann mich daran nicht erfreuen. Meine Freunde haben zum Beispiel alle große Boote, aber was soll ich damit? Ich komme damit nicht in die kleine Buchten, muss extrem viel tanken und und und - ein großes Boot bringt tausend Nachteile.

Aber Sie haben einen Bootsführerschein?
Ja klar. Ich habe auch ein kleines Boot, mit dem ich ganz nah an den Strand komme.

Drei Stunden Sport pro Tag

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Aussehen?
Ich habe über die Jahre gemerkt, dass ich immer mehr tun muss. Das ist einfach so, das macht Jennifer Lopez auch. Es gibt im Alter zwei Möglichkeiten: Entweder man vergammelt und wird älter und kränker, oder man versucht sich so wie ich, fit zu halten. Mein Sportpensum liegt bei drei Stunden, jeden Tag.

Jeden Tag? Und was machen Sie dann genau?
Ich stehe um 6:30 Uhr auf und mache anderthalb Stunden Krafttraining. Danach gehe ich dann noch eine Stunde laufen oder schwimmen. Ich habe zuhause ein eigenes Fitnessstudio, das ist sehr hilfreich.

Achten Sie auch auf Ihre Ernährung?
Ja, morgens esse ich immer Haferflocken mit Beeren oder Magerquark, vor dem Laufen gibt’s dann noch zwei Bananen. Mittags dann Fisch mit Bratkartoffeln und abends Rühreier. Bloß kein Brot, kein Weizen und dieses ganze Zeug. Das lasse ich alles weg.

Vegan oder vegetarisch essen Sie aber nicht?
Fleisch esse ich nicht mehr, dafür aber tonnenweise Lachs.

Und welcher Süßigkeit können Sie nicht widerstehen?
Süßigkeiten esse ich nicht mehr.

Auch keine Chips?
Die habe ich seit 30 Jahren nicht mehr gegessen. Aber wenn ich mich für etwas Ungesundes entscheiden müsste, dann ein Kilo Nugat. Oder Schokolade mit ganzen Nüssen.

Sind sie bei Ihren Kindern auch so streng?
Nein. Meine Kinder dürfen zwar nicht alles, aber machen es einfach. (lacht) Carina und ich sagen den beiden jeden Tag, dass Süßigkeiten nicht gut sind, aber das bringt nix. Die beiden könnten wahrscheinlich ständig ein Kilo Gummibären weghauen - alles, was süß schmeckt, essen sie am liebsten.

Und das, obwohl Sie und Carina sich so gesund ernähren.
Bei uns zuhause gibt es auch kaum Süßkram, vielleicht manchmal ein paar Gummibärchen. Aber wenn die beiden ohne uns auf Kindergeburtstagen sind, schlagen sie schon ordentlich zu. Und morgens suchen sie sich aus ihrem Müsli immer die kleinen Schokoladenstücke raus.

Tennis-Match gegen Pietro Lombardi

Am 7. Februar haben Sie Ihren 66. Geburtstag gefeiert, herzlichen Glückwunsch nachträglich! Haben Sie sich für das neue Lebensjahr etwas vorgenommen?
Vielen Dank! Ich habe mir nichts vorgenommen, ich mache ja bisher alles richtig und arbeite an mir, um weiterhin die beste Ausgabe von mir selber zu sein. Ganz wichtig ist mir, dass ich fit bin. Ich habe total Spaß daran, selbst im hohen Alter noch, mit meinen jüngeren Freunden Sport zu machen. Pietro fordert mich zum Beispiel immer zum Tennis spielen heraus und will dann um tausend Euro wetten. Ich habe ihn allerdings erst letztens wieder mit 6:0 geschlagen.

Das heißt, Pietro musste Ihnen 1000 Euro abdrücken?
Nein, ich wette mit Freunden nicht um Geld. Das gibt nur böses Blut.

Sie haben also kein Problem mit dem Älter werden?
Nein, es gibt ja keine Alternative und ich mache mir über Sachen, an denen ich eh nichts ändern kann, auch keine Gedanken. Und ich bin beim Fahrradfahren meistens immer noch schneller als die Jüngeren.

Dieter Bohlen und Pietro Lombardi

War das schon immer so?
Als ich sieben Jahre alt war, wollte ich einfach nur reich und berühmt werden. Heute wünsche ich mir, einfach nur gesund zu bleiben. Aber dafür muss man auch was tun, ich mache ja nicht umsonst so viel Sport. Man bekommt eben nichts geschenkt.

Ist Ihnen diese Disziplin auch bei Ihren Kindern wichtig?
Ja, aber das interessiert die beiden nicht. Die sehen ja jeden Tag, dass ich so viel Sport mache, und sind davon manchmal auch echt genervt.

Also leisten die beiden Ihnen keine Gesellschaft?
Nein. Das sieht ja auch komisch aus, wenn mein sechsjähriger Sohn und ich zusammen Liegestütze machen würden und er überhaupt nicht mithalten kann. (lacht) Gegen meine älteren Kinder habe ich aber absolut keine Chance, mein zweiter Sohn hat riesige Oberarme und ist fit wie ein Turnschuh.

Ist Pietro eifersüchtig, dass Alexander Klaws bald als Moderator bei DSDS ist?
Nein, überhaupt nicht, wir kennen uns ja alle. Pietro ist völlig entspannt und freut sich. Ich versuche mich, um alle ehemaligen Kandidaten zu kümmern.

Ans Aufhören denken sie also erstmal nicht?
Nein, auf gar keinen Fall! Es macht mir nach wie vor einfach unglaublich viel Spaß!

Verwendete Quellen: Eigenes Interview

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