Nils Glagau: Frischer Wind im Rudel der TV-Löwen

Nils Glagau, verstärkt jetzt die „Höhle der Löwen“. GALA sprach mit dem neuen Investor über Glück durch Geld - und Buddhismus.

Nils Glagau

Er wird im Kampf um die besten Deals mit Start-ups und Erfindern die Krallen ausfahren müssen. Lampenfieber hat Nils Glagau,43, Chef von Orthomol mit Sitz im rheinischen Langenfeld, trotzdem nicht. Ganz entspannt erzählt er im Interview, was ihn antreibt und was er anders machen will als seine Investorenkollegen. 

GALA: Was reizt Sie an der Rolle eines „Löwen“?
Nils Glagau:
 Ich finde die Gründerszene spannend. Das ist ein Zeitgeist, der Deutschland und der Welt total guttut – so werden viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Für mich und auch mein Unternehmen ist es gut, diesen Spirit aufzunehmen. Den Gründern wiederum hilft die unternehmerische Erfahrung. Das macht richtig Spaß.

Wie haben die anderen Sie aufgenommen?
Sehr nett. Sie haben sicher gedacht: Erst mal schauen, wie der so ist. Ich konnte ja ein bisschen was über die anderen im Internet und in alten Sendungen erfahren. Dagegen bin ich bisher ein eher unbeschriebenes Blatt. 

Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler and Nils Glagau

Und wie sind Sie so? 
Ich bin erfrischend anders in dieser Runde. (lacht) Ich bringe eine Leidenschaft für andere Themen mit und spreche damit wohl auch eine andere Zielgruppe an. 

Sie haben Ethnologie studiert, die Kultur der Maya und den Buddhismus erforscht. Welche Erkenntnisse haben Sie mitgenommen?
Viele Probleme auf der Welt existieren nur deshalb, weil die Menschen nichts über die Religion oder Kultur der anderen wissen. Mir ist es wichtig, tiefer zu gehen.  

Wie nützt Ihnen das als Unternehmer?
Ich gucke sehr genau hin und habe eine gute Menschenkenntnis. In unserem Unternehmen arbeiten Leute aus 36 Nationen, und wir haben einen echten Austausch, etwa beim Sport und bei Festen. 

"Die Höhle der Löwen"

Diese Marinade überzeugt die Löwen auf Anhieb

Die Höhle der Löwen

Nils Glagau achtet gerne auf sich selbst

Meditieren Sie? 
Früher habe ich das viel gemacht, heute fehlt mir meist die Zeit, es einzubauen. Ich bin schon um 6.30 Uhr im Büro und nutze die frühen Stunden für die Arbeit. Aber ich tue immer was für meinen Geist und Körper, esse gesund und mache Sport. Ich bin mit Tennis aufgewachsen, noch vor Boris und Steffi. Mein erster Schläger war von Björn Borg. Ich bin lange geskatet, spiele Volleyball und Basketball. Das bietet sich wegen meiner Größe an. (Glagau ist 1,88 m groß) 

Was gehört für Sie zum Glücklichsein? 
Unbedingt Gesundheit, meine Familie und Freunde.

Und Geld? 
Geld macht vieles möglich. Aber ich kenne reiche Menschen, die ihr Glück nicht gefunden haben. 

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche