Die Höhle der Löwen: Zwillingsbrüder nach Show entzweit

Das hatten sich die Gründer und Zwillingsbrüder Denis und Matthieu Kanzler sicher anders vorgestellt: Statt die Investoren für ihre Geschäftsidee "Twin Bottle" zu überzeugen, gehendie beiden jetzt getrennte Wege

Denis und Matthieu Kanzler, 28

Die eineiigen Zwillingsbrüder Denis und Matthieu Kanzler, 28 aus Leipzig gingen zuversichtlich in Präsentation ihres Produkts bei „Die Höhle der Löwen“. Sie sind sich sicher: „Wir haben ein top Produkt!“

Lustige Choreografie von Heidi Klum

Diesen Tanz kann Jorge González nicht unkommentiert lassen

Tom Kaulitz, Heidi Klum, Bill Kaulitz
Das lustige Tanz-Video von Heidi Klum, Tom und Bill Kaulitz sorgt für gute Laune auf Instagram. Auch Jorge González kann sich einen lustigen Spruch nicht verkneifen.
©Gala

Davon wollten sie auch die Löwen Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer überzeugen. Doch am Ende kam alles ganz anders...

Das ist die Geschäftsidee der Kanzler-Zwillinge

Mit "Twin Bottle" haben die angehenden Lehrer die erste sichere Trinkflasche aus Glas entwickelt. „Aus Kunststofflaschen lösen sich giftige Chemikalien, die sich mit dem Getränk vermischen“, erklärte Denis in der Sendung. „Für Getränke eignet sich eine Glasflasche am besten. Die zerbricht allerdings leicht und ist für Kinder deswegen ungeeignet.“

Die Lösung der jungen Männer: eine speziell umhüllte und deswegen unzerbrechliche Trinkflasche aus Glas. Um ihre "Twin Bottle" ins Leben zu rufen, benötigen die Brüder die stolze Summe von 620.000 Euro. Dafür bieten sie den Löwen 50 Prozent ihres noch zu gründenden Unternehmens. Da muss Judith Williams erst mal kurz schlucken, von Frank Thelen und Jochen Schweizer gibt es skeptische Blicke.

Von den Investoren hagelt es Kritik für die Brüder

Doch die Löwen können der Präsentation von Denis und Matthieu Kanzler nichts abgewinnen. Sie 35 Euro sollen Konsumenten später für eine der Flaschen zahlen, von der es bisher nur einen Prototypen gibt. Sie haben Zweifel, um heutzutage Plastikfalschen noch wirklich so gefährlich sind, wie die Brüder es behaupten.

"Ihr habt eine Idee, das finde ich gut", sagt Investor Dümmel. "Aber ihr kommt hier rein und macht eine ganze Industrie relativ schlecht. Das Thema Weichmacher in Kunststoffen ist ein ganz ganz großes Thema in Deutschland. Das alle Kunststoffe Gifte abgeben sollen, halte ich für eine sehr gefährliche Aussage. Deshalb werde ich nicht investieren." Auch Williams passt: Ihr ist die Investitionssumme von 620.000 Euro zu hoch.

Carsten Maschmeyer teilt aus

Besonders AWD-Gründer Maschmeyer, 57, kann sich nicht für Denis und Matthieu erwärmen: "Ich glaube, dass Sie mit Ihrer Bewertung überheblich sind. Ich darf da als erfahrender Unternehmer sagen: Kommen Sie mal ein bisschen runter." Sein Tipp: Kleinere Brötchen backen und sich nicht "gleich die Eroberung des Weltmarktes vornehmen."

Das Ende vom Lied: Kein Löwe investiert.

Brüder beenden ihre Geschäftsbeziehung

Nach der Sendung ist Denis Kanzler wütend: "Mein Bruder und ich haben uns viele Jahre damit beschäftigt, wie gesundheitsschädigend Plastikflaschen sind, u.a. wegen der enthaltenen Weichmacher. Dass nun jemand den Mund aufmacht, der davon keine Ahnung hat, macht mich sauer", sagt er zur "Bild"-Zeitung.

Sein Vorwurf: Die Löwen hätten lieber Feierabend machen wollen, als sich in Ruhe ihre Geschäftsidee anzuhören.

Die Kritik in der Show hatte weitreichende Folgen für das Brüderpaar: Sie gehen beruflich nun getrennte Wege!

„Mein Bruder konzentriert sich jetzt auf sein Referendariat, will Sport- und Physiklehrer werden", sagt Denis Kanzler. "Ich will aber dabei bleiben, denn wenn ich's nicht mache, macht's kein anderer. Ich habe mir auch schon Partner ins Boot geholt.“

Wirbel um Jochen Schweizer

Der "Höhle der Löwen"-Investor nimmt Stellung

Jochen Schweizer
Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche