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David Garrett "Es hat am ersten Abend gefunkt"

David Garrett
© Getty Images
Star-Geiger David Garrett  ist 40 geworden. Hat sich was geändert? Immerhin ist er neu verliebt! GALA fragte nach.

Plötzlich ist es mit der Ruhe vorbei. Als habe der runde Geburtstag ihm einen Schubs versetzt - wieder raus ins Leben. Seine "Unlimited"-Tour musste im März verschoben werden, deshalb verbrachte David Garrett, 40 die erste ruhige Jahreshälfte im Studio und in seinem Apartment in Berlin.

Was für ein Kontrast zu seinem sonstigen Alltag mit vollem Terminkalender. Kürzlich zeigte er sich dann wieder im In-Lokal "Grill-Royal" in der Friedrichstraße - mit einer platinblonden Frau. Sein neues Album heißt - wie passend - "Alive" (Lebendig).

David Garrett ist frisch verliebt

GALA: Haben Sie Ihren Vierzigstenordentlich gefeiert?
David Garrett: Ja, ich hatte einen schönen Abend mit ein paar Freunden und meiner Familie.

Und wie fühlen Sie sich?
Sehr gut. Es hat sich nichts geändert.

Na ja! 40 ist doch schon eine Wegmarke …
Zwei Tage, bevor ich 40 wurde, sah alles genauso aus wie zwei Tage später.

Fühlen Sie sich nicht mal etwas erwachsener?
Das bin ich schon sehr lange, aber ich bewahre mir meine kindliche Fantasie.

Und was nehmen Sie heute anders wahr als früher?
Ich glaube, dass man seine Zeit intensiver erlebt und genießt, auch die kleinen Erfolge und den Alltag. Und Freundschaften und Familie mehr pflegt, als man das vielleicht mit 20 oder 25 gemacht hat.

Möchten Sie in den nächsten Jahren an sich etwas ändern?
Ich bin eigentlich zufrieden, so wie ich bin. Ändern möchte ich nichts. Ich hoffe, dass es genauso gut und produktiv in den nächsten Jahren weitergeht. Da ist natürlich die Gesundheit am wichtigsten, aber wenn man gut und gesund lebt, müsste das ja noch ein paar Jahre sehr gut funktionieren.

Sie sind also komplett zufrieden mit sich?
100 Prozent!

Regen Sie sich nie zu schnell auf?
Das mache ich nie. Nie!

Nicht mal, wenn es beim Üben nicht klappt?
Nein. Dann lege ich die Geige hin, gehe einen Kaffee trinken, hoffentlich in der Sonne, und dann gehe ich wieder zurück. Wenn’s wieder nicht klappt, gehe ich spazieren oder ins Museum, und dann gehe ich schlafen, und am nächsten Tag funktioniert es meistens. Man darf nichts forcieren im Leben.

Ach, das sagen Sie einfach so leichthin ...
Na ja, wenn die Arbeit nur von einem selbst abhängt, ist es natürlich etwas anderes als wenn man mit anderen Leuten zusammenarbeitet.

Sie haben wieder eine Freundin an Ihrer Seite. Wo haben Sie sich kennengelernt?
Im privaten Kreis.

Und wann hat es gefunkt?
Am ersten Abend.

Was mögen Sie an ihr?

Sie ist wunderbar bodenständig.

Und welche Leidenschaften teilen Sie?
Musik, Kultur, aber auch gutes Essen und ein gutes Gespräch.

David Garrett über Kinderwunsch

Hätten Sie denn gerne eigene Kinder?
Mit Sicherheit irgendwann. Das ist nicht ausgeschlossen. Ich habe das Gefühl, wenn man 40 wird, gehört diese Frage zum Standard. (lacht) Ich muss mich auf diese Frage besser vorbereiten.

Auf Ihrem Album spielen Sie das alte Partisanenlied "Bella Ciao", für Thomas Sabo sind Sie das Gesicht der Rebel-Heart- Kollektion. Haben Sie einen Kämpfer in sich?
Ich bin sicherlich jemand, der Rückgrat hat und sich nicht alles gefallen lässt. Ich würde mich aber nicht als Kämpfer bezeichnen, sondern als jemand, der einen festen Stand hat.

Eigentlich wirken Sie eher harmoniebedürftig.
Ja. Ich bin richtig harmoniesüchtig, schon von Berufs wegen. (lacht)Ich mag es, wenn Leute eine gute Zeit haben. Bei Streit gehe ich ins andere Zimmer und mache die Tür zu.

Mischen Sie sich deshalb nie in die Politik ein?
Ich würde nicht nie sagen, aber ich versuche, mich aus den Sachen rauszuhalten, über die ich nicht genug Informationen habe, um wirklich eine Meinung mit Inbrunst zu vertreten.

Welchen Song des Albums mögen Sie besonders?
"What A Wonderful World" von Louis Armstrong. Ein Klassiker von 1967, damals ein Kontrast zur politisch unruhigen Lage in den USA.

Ja, es hat in unruhigen Zeiten hervorgehoben, in was für einer schönen Welt wir leben. Das war mir wichtig.
Gala

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