David Bowies (†) Sohn Duncan Jones: Berührender Dankesbrief an seinen Vater

Eine Woche nach dem Tod von David Bowie hat sich sein Sohn Duncan Jones auf Twitter zurückgemeldet. Er teilte einen emotionalen Brief des britischen Palliativarztes Mark Taubert an seinen berühmten Vater

Eigene Worte für den Schmerz zu finden, den Duncan Jones nur eine Woche nach dem Tod seines Vaters spürt, fällt dem 44-Jährigen vermutlich noch sehr schwer. Deswegen hatte er nach der traurigen Nachricht angekündigt, für "eine Weile offline zu sein". Ein britischer Palliativarzt scheint den Sohn des Musikers mit einem Dankesbrief an seinen berühmten Vater jedoch so berührt zu haben, dass der Regisseur sein Twitter-Schweigen gebrochen hat und die Worte des Mediziners Mark Taubert mit seinen Followern geteilt hat.

Berührender Dankesbrief

"Zu Beginn dieser Woche hatte ich eine Diskussion mit einer Patientin, die nicht mehr lange zu leben hat", schreibt Taubert in seinem Brief. "Wir sprachen über Ihren Tod und Ihre Musik. So kamen wir auf einige wichtige Themen, die nicht immer leicht zur Sprache zu bringen sind, wenn man mit jemandem redet, der seinem eigenen Ende entgegensieht."

Bowies Schicksal half einer Patientin

David Bowies Geschichte habe dem Arzt und seiner Patientin geholfen, sehr offen über den Tod zu sprechen - etwas, das Ärzten und Krankenschwestern oft sehr schwer falle, so der Mediziner weiter.

"Sie konnte ihre Ängste mit mir teilen"

"Wir fragten uns, wer wohl an Ihrer Seite war und ob irgendjemand ihre Hand gehalten hat als Sie ihren letzten Atemzug nahmen", beschreibt der Arzt die Unterhaltung weiter. Indem sie über das Lebensende des Sängers sprachen habe seine Patientin ihre intimsten Gedanken zu ihrem eigenen Lebensende mit ihm teilen können. "Ihr Schicksal hat ihr geholfen, ganz persönliche Wünsche und Ängste mir gegenüber - einem Fremden - zu äußern."

Was Bowie in der Zeit um seinen Tod herum getan habe, habe einen tiefgreifenden Einfluss auf ihn und viele Menschen, mit denen er arbeite, betont der Arzt in seinen Zeilen an den verstorbenen Sänger und bedankt sich mehrfach bei David Bowie für sein Lebenswerk.

"Er will mit seinem Leben in Erinnerung bleiben"

Solche Worte über seinen Vater zu lesen, scheinen für Duncan Jones ein kleiner Trost in dieser schmerzvollen Zeit zu sein. Insbesondere weil er so den größten Wunsch des Künstlers als erfüllt sehen kann: "Er will mit seinem Leben in Erinnerung bleiben, nicht als Monument", beschrieb ein Insider den größten Wunsch des Ausnahmemusikers Bowie gegenüber dem "Sunday Mirror".

Er wurde nur 69 Jahre alt

18 Monate lang hatte David Bowie gegen den Krebs gekämpft, bis er am 10. Januar im Alter von nur 69 Jahren verstarb.

January 10 2016 - David Bowie died peacefully today surrounded by his family after a courageous 18 month battle with...

Gepostet von David Bowie am Sonntag, 10. Januar 2016

"David Bowie ist heute friedlich eingeschlafen, umgeben von seiner Familie, nach einem mutigen 18 Monate langen Kampf gegen den Krebs", heißt es. "Während Viele, diesen Verlust teilen, bitten wir, die Privatsphäre der Familie in dieser Zeit der Trauer zu achten."

Sohn trauert auf Twitter

Sein Sohn Duncan Jones twitterte wenig später: "Es tut mir sehr leid und ich bin sehr traurig, sagen zu müssen, dass es wahr ist. Ich werde für eine Weile offline sein."

Obwohl es immer wieder Gerüchte um die Gesundheit von David Bowie gab, hatte er seine Erkrankung nie öffentlich gemacht. Zum letzten Mal live trat er 2006 in New York auf. Noch am 8. Januar 2016, zu seinem Geburtstag, erschien sein 28. Album "Blackstar".

Durchbruch Anfang der Siebziger

David Bowie hatte seinen Durchbruch Anfang der Siebzigerjahre mit dem Album "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars". Mit Hits wie "Heroes", "Under Pressure", "Life On Mars" und "Suffragette City" begeisterte er die Fans. Später trat er auch als Schauspieler in Erscheinung.

Seit 1992 war David mit Model Iman verheiratet. Er hinterlässt außerdem die gemeinsame Tochter Alexandria und Duncan, seinen Sohn aus erster Ehe mit Angela Barnett.

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