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Das Bo "Musik ist meine Freiheit"

"X Factor"-Juror Das Bo verrät im Interview mit Gala.de, warum seine Traumfrau berühmt sein muss, wohin er beim ersten Date gerne geht und was ihm Musik bedeutet

Beim Charity-Konzert des Versandhandels "Conley's"

in der Hamburger Prinzenbar feierten am Samstag (14. Januar) auch Stars für den guten Zweck. Gala.de nutzte die Gelegenheit und sprach dort mit Rapper und "X Factor"-Juror Das Bo über Musik und Privates.

Momentan jagt bei Ihnen ja ein Termin den anderen, wie fühlt sich das an?

Jetzt ist alles sehr komprimiert. Ich war zum Beispiel gerade bei Joko und Klaas in der Sendung, hatte danach einen Termin bei einem Radiosender und habe mich dann mit ein paar Produzenten getroffen. Ich werde Zukunft nämlich wieder viel Musik machen! Das ist jetzt die Bestätigung für die letzten acht Jahre, wo es auch Dinge gab, die nicht so gut gelaufen sind, wo ich auch Schulden hatte. Jetzt haben viele Leute durch "X Factor" gesehen, wie ich wirklich bin und ich habe nur positives Feedback bekommen. Die Arbeit und Musik sind meine Freiheit - natürlich freut man sich da, wenn man so gut ankommt.

Wie kommen Sie denn beim anderen Geschlecht an - ist es für Sie einfach, Frauen kennenzulernen?

Kennenlernen ist gerade überhaupt nicht das Problem. Ich bekomme aber auch keine Ego-Boosts davon, wenn ich von Frauen angesprochen werde. Ich bin es ja gewohnt, erkannt zu werden. Aber da treffen eben manchmal Welten aufeinander. Und dann stellt sich die Frage, wie die Frau damit umgehen kann. Denn wenn sie sich unwohl fühlt, wenn ich erkannt werde, geht mir das auch so.

Das Bo
Das Bo als Model im "Conley's"- Katalog.
© Conley's

Wie sollte die Frau an Ihrer Seite sein?

Es wäre natürlich gut, wenn sie aus derselben Richtung kommt wie ich und weiß, wie es ist, in der Öffentlichkeit zu stehen. Wenn man das nicht kennt, kann es ganz schnell kompliziert werden. Das fängt schon damit an, dass sie sich nicht in meinem Freundeskreis wohl fühlen würde, der nunmal auch aus vielen bekannten Leuten besteht.

Was machen Sie beim ersten Date?

DVDs gucken, Pizza bestellen oder in eine Kunstaustellung gehen - ich mach da alles mit. Ich finde, dass es wichtig ist, sich auf die Person einzustellen. Und wenn sie das auch kann, dann bin ich ganz flexibel.

Wenn Sie Freizeit haben, wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus?

Den gibt es gar nicht. Das was ich den ganzen Tag mache, ist meine Berufung, meine Liebe und etwas, mit dem ich durch viel Glück und vielleicht auch Schicksal Geld verdienen kann. Ich bin auch kein Mensch, der in den Urlaub fährt oder so. Eher nehme ich mir kleine Auszeiten am Tag, gehe vielleicht zusammen mit einem Kollegen in ein Restaurant. Dann trinken wir Tee, rauchen Zigaretten und chillen einfach ein bisschen rum. Oder ich geh zum Barbier, da kann ich auch gut abschalten. Ich versuche eigentlich immer, die Balance zu finden: Ich schieße mich zwar dauernd ab, mach aber auch viel Sport.

Wollten Sie schon immer Musiker werden?

Ich habe überhaupt nicht diese klassische "Ich hab einen Traum"- Geschichte. Das hat sich alles irgendwie ergeben. Jeder Mensch, der sich nach Aufmerksamkeit und Zuneigung sehnt, wird etwas machen, um das zu bekommen. In der Schule habe ich mich zum Beispiel viel mit den Lehrern angelegt, war immer der Klassenclown. Auf dem verbalen Level - nicht stumpf, sondern eher smart. Ich war schon immer ein Freund von Humor.

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Einer Ihrer Lehrer war Ihr Vater. Wie sind Sie als Klassenclown mit ihm an der Schule zurechtgekommen?

Das war ganz entspannt. Da war ich auch schon älter und hatte die erste Selbstfindungsphase gerade abgeschlossen. Deshalb war mir das Ganze nicht unangenehm, außerdem war mein Vater natürlich auch ein cooler Lehrer. Er hat Sport und Arbeit und Technik gegeben. Im Sportunterricht war er sogar mein Lehrer. Das gab aber keine Probleme weil er ganz strikt nach seiner Tabelle gearbeitet hat. Das heißt beim Hochsprung,w enn man die und die Höhe springt bekommt man so und so viel. Aber ich bin ja auch ein sportlicher Typ und war deshalb immer gut.

Und wie sind Sie dann zur Musik gekommen?

Meine Freunde waren alle Musiker und ich war mittendrin und hab sowieso Rap und Hip Hop gehört. Für mich war aber nie klar, dass ich später auch beruflich in diese Richtung gehe. Ich glaube, wenn meine Freunde früher Skulpturen statt Musik gemacht hätten, wäre ich jetzt Bildhauer oder so.

Sie haben einmal gesagt, dass Sie sich am liebsten treiben lassen und sich kaum Gedanken über die Zukunft machst. Gibt es denn auch Dinge in Ihrem Leben, die Sie planen?

Wenn man etwas machen möchte, was auch ein gewisses Gefühl vermittelt, dann muss man dieses Gefühl leben und haben. Deswegen gehe ich ins Studio, um Musik zu machen und nicht, um die Platte fertig zu machen. Trotzdem wird aus meiner Arbeit irgendwann wieder ein Album entstehen.

Machen Sie im Privatleben Pläne, möchten Sie zum Beispiel eine Familie gründen?

Ich glaube das kommt, wie es kommt. Gerade hab ich aber gar keine Zeit, mir über so etwas Gedanken zu machen. Ich bin im Moment einfach eher so in diesem Arbeitsmodus, das steht an erster Stelle. Deshalb mache ich mir keinen Kopf über Familie.

Andrea Zernial

gala.de

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