Daniel Küblböck: Sein Vater Günther Küblböck spricht über das Erbe

Seit einem halben Jahr gilt Daniel Küblböck nach einem Sprung von einem Schiff der "AIDA"-Flotte als vermisst. Sein Vater Günther will nun Abschied nehmen

Daniel Küblböck hinterlässt laut seines Vaters nicht viel

Der 9. März 2019 ist – erneut – ein trauriger Tag für die Familie von Daniel Küblböck: Dass der 33-Jährige vor Neufundland von einem Schiff der "AIDA"-Flotte in den Atlantik sprang, ist heute exakt sechs Monate her. Damit ist der Stichtag erreicht, mit dem man eine auf See verschwundene Person laut deutschem "Verschollenheitsgesetz" für tot erklären lassen kann. Genau das hat Küblböcks Vater Günther nun vor. Ein wichtiger Schritt, um nach vorne sehen zu zu können – und, um die Hinterlassenschaft des Verstorbenen zu regeln.

Daniel Küblböck: So geht es jetzt weiter

Zur "BILD"-Zeitung sagte Günther Küblböck über seinen vermissten Sohn: "Ich werde ihn für tot erklären lassen. Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss." Neben dem emotionalen Abschied spielt aber auch das Thema Erbe eine Rolle. Erst, wenn ein sogenanntes "Aufgebotsverfahren" beim Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Vermissten beantragt und abgewickelt wurde, dürfen sich nahe Angehörige wie Eltern, Ehegatten oder Kinder zum Beispiel um die Kündigung von Verträgen und die Aufteilung finanziellen Vermögens kümmern. Obwohl Daniel Küblböck erfolgreich war, sagt sein Vater jetzt:

Natascha + Cheyenne Ochsenknecht

Sie ziehen blank – und das ist der Grund

Natascha und Cheyenne Ochsenknecht
Cheyenne und Natascha Ochsenknecht ziehen blank auf Instagram. Sehen Sie im Video, was dahinter steckt.
©Gala / Brigitte

"Von Vermögen kann man nicht sprechen. Daniel hatte ein geregeltes Einkommen, das ausreichend war."

Wichtig: Sollte die für tot erklärte Person wider Erwarten dennoch leben, kann die Aufhebung des Beschlusses beantragen.

Die Karriere des Daniel Küblböcks

Seine Karriere im Showbiz startete Daniel Küblböck 2002/2003 mit seiner Teilnahme an der RTL-Musik-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar". Der damals erst 17-Jährige belegte den dritten Platz. Seine erste eigene Single "You Drive Me Crazy" (2003) aus dem Album "Positive Energie" schaffte es auf die Nummer eins der deutschen Charts, der Nachfolger "Heartbeat" auf Platz zwei. Im selben Jahr machte er außerdem Werbung für einen Joghurt von "Müller Milch" und brachte ein Parfüm, einen Kinofilm und eine Autobiographie heraus. 

Im TV sah man Küblböck nach "DSDS" unter anderem bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (2004), beim "Promi Dinner" (2012) und der RTL-Tanzshow "Let's Dance" (2015). Der Musik blieb er treu: Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte Küblböck 15 Alben und stand immer wieder für Konzerte auf der Bühne. 

Daniel Küblböck

Ein Leben voller Höhen und Tiefen

2002/ 2003  Daniel Küblböck tritt erstmals ins Rampenlicht und nimmt an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" teil. Er wird mit seiner schrillen Art zu einem Publikumsliebling und zu einem der Lieblinge von Chef-Juror Dieter Bohlen. 
2003  Im DSDS-Finale wird der damals 17-jährige  Daniel Dritter. Hier zu sehen mit dem Sieger der Staffel Alexander Klaws und Juliette Schoppmann.   
2003  Daniel Küblböck spielt eine Gastrolle in der ARD-Serie "St Angela"
2003  Daniel stellt seine Biografie "Ich lebe meine Töne" erstmals in Hamburg vor. 

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Auch als Unternehmer abseits des Musikgeschäftes betätigte sich der Entertainer: Die Einnahmen aus seinem ersten Album "Positive Energie" in Höhe von rund einer Million Euro investierte Daniel Küblböck in eine Solaranlage in Niederbayern, was ihm hohe Gewinne einbrachte, wie er selbst erzählte. Vor seinem Verschwinden war Daniel Küblböck als Schauspielschüler an der "ETI Schauspielschule Berlin" eingeschrieben.

Daniel Küblböck nahm sich das Leben

Daniel Küblböck war am 9. September 2018 auf einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York "zielstrebig zu einer Reling im hinteren Bereich des Schiffes" gegangen, darauf gestiegen und gesprungen, sagt Oberstaatsanwalt Walter Feiler, 61, der den Fall untersuchte, zur "BILD"-Zeitung. "Der Bericht wird noch überprüft. Aber das Fazit ist, dass es sich um einen Suizid handelt." Der Körper von Daniel Küblböck wurde bis heute nicht gefunden.

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Beratung über E-Mail ist ebenfalls möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Die Abschiede 2018

Um diese Stars trauern wir

30. Dezember 2018  Die Rockband "Walk off the Earth" trauert um ihr Mitglied Mike Taylor. Er sei in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Schlaf eines natürlichen Todes gestorben, verkündet die Band auf ihrer Facebook-Seite. Taylor hinterlässt zwei Kinder.  
Amos Oz (†)
17. Dezember 2018: Anca Pop (34 Jahre)  Die rumänisch-kanadische Sängerin Anca Pop (34, "More than you know") ist bei einem Autounfall im Südwesten Rumäniens ums Leben gekommen. Taucher haben ihre Leiche in der Nacht zu Montag in der Donau gefunden. Die Sängerin war zuvor mit ihrem Auto in den Fluss gestürzt, wie die britische "Daily Mail" unter Berufung auf rumänische Medien berichtet.
17. Dezember 2018: Penny Marshall (75 Jahre)   Sie hat Karriere als Schauspielerin ("Laverne & Shirley", "Schnappt Shorty") und Regisseurin ("Big", "Zeit des Erwachens") gemacht. Die US-Amerikanerin ist am Montag im Alter von 75 Jahren in ihrem Haus in Hollywood verstorben. Wie unter anderem das "Variety"-Magazin berichtet, ist sie an den Folgen ihrer schweren Diabetes Erkrankung gestorben.

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Verwendete Quellen: BILD, eigene Recherche

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