Daniel Brühl Früher war ich anstrengend

Daniel Brühl
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Schauspieler Daniel Brühl ist mit zunehmendem Alter ruhiger und gelassener geworden.

Daniel Brühl (34) muss nicht mehr alles im Schnelldurchlauf machen und lässt sich heute weniger stressen als früher.

Obwohl der Schauspieler ('Inglourious Basterds') in seinen Filmen oft Charaktere spielt, die jünger sind als er, bedeute das nicht, das er sich auch jünger fühle. "Nein, ich seh' einfach nur jung aus, das liegt bei uns in der Familie", erklärte er im Interview mit 'dpa'. "Manchmal hat mich das beruflich ein bisschen genervt, weil ich einfach keinen Bock mehr hatte, mit Anfang oder Mitte 30 noch 25-Jährige zu spielen. Man ist inzwischen doch woanders angekommen in seinem Leben. Und ich merke schon, dass ich nicht mehr 20 bin."

Schließlich weiß der Darsteller mittlerweile genau, was er will und ist weitaus gelassener. "Ach, man wird wirklich ein bisschen ruhiger. Ich war früher ein sehr umtriebiger Mensch. Ein Urlaub zum Beispiel war früher für mich fast stressiger als Arbeit, weil ich immer das Gefühl hatte, ich muss das Reiseland komplett von unten bis oben entdecken. Und in der Arbeit wollte ich auch alle Filme dieser Welt gleichzeitig drehen", gab er zu. "Das hat sich ein bisschen geändert, ich weiß jetzt genauer, was ich will und was nicht. Früher fand ich mich selbst auch ein bisschen anstrengend."

Eine dieser Sachen, die er immer schon mal machen wollte, ist ein richtiges Ekel zu spielen. Diesen Traum kann er sich nun mit seinem neuen Projekt mit Regisseur Wolfgang Becker ('Good Bye, Lenin!') erfüllen. "Meine Figur ist wirklich komplett das Gegenteil von dem sympathischen Alex aus 'Good Bye, Lenin!', also ein ziemliches Arschloch. Darauf freue ich mich sehr", lachte der Ex von Jessica Schwarz (33, 'Heiter bis Wolkig'). "Die Angebote gehen jetzt immer mehr in diese Richtung. Anscheinend haben die Leute erkannt, dass ich gar nicht so sympathisch bin."

Dass er in der Wende-Komödie als netter Typ wahrgenommen wurde, macht Daniel Brühl "auch jetzt noch fuchsig", wie er sagte. In Wirklichkeit sei er "Auf jeden Fall mehr [ein Ekel] als man denkt. Und ich hoffe, man sieht das dann in meinen nächsten Filmen."

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