Désirée Nosbusch: "Wie auf einer Blumenwiese"

Désirée Nosbusch über ihr Glück mit Job und zweiter Ehe. Und warum der Weg dahin oft steinig war.

Diese Frau ist nicht auf­ zuhalten! Nachdem es eine Weile ruhiger um sie geworden war, feierte Désirée Nosbusch, 54, voriges Jahr mit der deutsch­-luxemburgischen Thriller­serie "Bad Banks" ein großes Comeback. Für die erste Staffel gab's den Grimme­-Preis, die zweite ist gera­de abgedreht. Hinzu kommen Kino­ und TV ­Produktionen - und vor allem das private Glück, ihre zweite Ehe.

GALA: Sie leben zurzeit beruflich mit hoher Drehzahl. Was bedeutet das für Ihre Ehe?
Désirée NosbuschFragen Sie Tom mal. (lacht) Der An­fang war für ihn bestimmt nicht ganz leicht, wegen der Öffentlichkeit. Aber ich bewundere ihn sehr dafür, wie er gelernt hat, damit umzugehen. Da, wo unsere Berufe aufhören und unser Privatleben anfängt, ist alles sehr entspannt und vertraut zwischen uns. Es fühlt sich gut und richtig an.

Ihr Mann reagierte auf GALA-Interview

Sie haben diese Ehe ja GALA zu verdanken ...
Das kann man so sagen. Vor zwei Jahren habe ich in einem Interview mit Ihnen, liebe Hendrikje, erzählt, dass es schön wäre, sich noch mal richtig zu verlieben. Tom, den ich schon viele Jahre von gemeinsamen TV­-Produktionen kannte, las das zufällig in einer Flughafen­ Lounge. Der Rest ist eine wunderschöne Geschichte.

Er fragte Sie, ob Sie Single seien, richtig?
Das bleibt unter uns. (lächelt)

Jedenfalls ging alles schnell.
Sechs Monate später waren wir verheiratet.

"Er macht viel für uns beide möglich"

Wie funktionieren Sie als Paar?
Wir haben das hundertprozentige Vertrauen ineinander. Wir reisen beide sehr viel - seit unserer Hochzeit waren wir noch gar nicht länger zu Hause in Luxemburg. Ich habe fast durchgehend gedreht, und Tom arbei­tet als Kameramann auch sehr viel. Wichtig ist: Wir unterstützen uns gegenseitig. Mein Mann ist sehr spontan und kommt manchmal nur für ein Abendessen irgendwohin geflogen. Er macht viel für uns beide möglich.

Und sonst halten Sie via SMS Pingpong-Kontakt?
Ja klar.

Beschreiben Sie uns doch mal Ihr aktuelles Lebensgefühl.
Ich habe das Gefühl, dass ich die ganze Zeit über eine Blumenwiese hüpfe. Es lohnt sich, dranzubleiben und an sei­nen Traum zu glauben, auch wenn ihn dir andere manchmal ausreden wollen.

Désirée Nosbusch blieb sich immer treu

Gab es denn irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem Sie aufgeben wollten?
Ja, den gab es, rund sechs Monate vor meinem Casting zu "Bad Banks". Ich rief meine Agentin an und bat sie, mich aus ihrer Kartei zu entfernen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Angebote, die ich mir wünsche, nicht bekam. Und ich war nicht bereit, meine Arbeit zu ver­raten. Ich wollte mich nicht zu Dingen hinreißen lassen, hinter denen ich gar nicht stehe, nur um Geld zu verdienen. Ich wollte mir treu bleiben. Jetzt dreht sich das Karussell gerade ziemlich schnell. Aber ich empfinde viel Dank­barkeit und großes Glück bei diesem kleinen großen Rausch.

View this post on Instagram

#peace#love and #happiness #nowordsneeded

A post shared by Désirée Nosbusch (@desireenosbuschofficial) on

In Irland standen Sie gerade für eine neue ARD-Reihe als Polizeipsychologin vor der Kamera. Diese Rolle wurde Ihnen quasi auf den Leib geschrieben.
Ja, mit der Figur verbindet mich einiges. Auch ich mache mir viele Gedanken über Menschen, gehe oft mit mir ins Gericht, analysiere alte Muster.

Haben Sie jemals so richtig an sich gezweifelt?


Ich war viele Jahre mit mir im Un­reinen, habe mich oft als nicht gut genug, nicht schön genug, nicht intelli­gent genug empfunden. Ich habe mich oft klein gemacht.

Warum?
Vielleicht, weil das Leben neben Höhen eben auch Tiefen hat. Und natürlich ist es auch bei mir nicht ohne Enttäu­schungen gelaufen. Ich war ein Kinder­star, ich war die, die so viele Sprachen sprach, wurde als Wunderkind gehan­delt im Fernsehen, im Radio, dann kam noch das Kino dazu. 1980 war ich das Mädchen, das am meisten für Cover­-Motive fotografiert wurde. Irgend­wann kippte alles. Ich spürte plötzlich eine innere Rebellion, habe begonnen, meinen Mund aufzumachen, mich zu verschiedenen Dingen zu äußern, ohne die Tragweite abschätzen zu können - so jung, wie ich war. Aber ich bereue nichts davon.

Sie verließen damals sogar die Schule.
Ja, obwohl ich eine sehr gute Schülerin war. Allerdings bin ich nicht aus freien Stücken gegangen: Man legte mir nahe zu gehen. Es gab keinen Platz für "Sonderfälle" wie mich. Ich würde den normalen Schulbetrieb stören, hieß es. Das war für meine Eltern eine große Enttäuschung, aber meine Leiden­schaft war eben die Schauspielerei. Ich habe dann in New York vier Jahre lang eine Schauspielausbildung gemacht.

Sie möchte ihren Kindern ein gutes Vorbild sein

Gab es später Parallelen bei Ihren eigenen Kindern?
Bei den beiden war es ganz ähnlich. Sie waren auf den renommiertesten High­schools und Universitäten. Nach zwei Jahren haben beide aufgehört und die Chancen ergriffen, die sich im Hier und Jetzt boten. Dagegen konnte ich nicht argumentieren. Heute sind sie mit ihrer Musik erfolgreich, schwim­men sich frei, fühlen sich zu Hause in ihrer Kunst. So wie ich damals.

Inzwischen sind Sie mit sich im Reinen. Dazu gehört auch, dass Sie optisch nichts an sich verändern lassen.
Ja, bis jetzt habe ich nicht an mir rumschrauben lassen. Ich kann dem Älterwerden keinen Riegel vorschie­ben, das wäre ein Trugschluss. Ich will nicht "nie" sagen, aber im Moment kann ich es mir wirklich nicht vorstel­len. Außerdem: Ich verdiene mein Geld als Schauspielerin, und wie soll ich Emotionen Ausdruck verleihen, wenn ich mir mein Gesicht lahmlegen lasse? Ich möchte meiner Tochter vorleben, dass es etwas Schönes sein kann, in Würde zu altern.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

Bei den MTV Awards im Jahr 2000 präsentiert sich Christina Aguilera von ihrer flippigen Seite. Mit bunten Strähnen, wenig Stoff und glitzerndem Make-up lächelt die damals 20-jährige Sängerin für die Fotografen. 
Rund zehn Jahre später gewinnt Christina Aguilera einen ihrer fünf Grammys – in der Kategorie "Best Female Pop Vocalist". Zu ihrem gebräunten Teint trägt die Sängerin ihre blonden Haare zu glamourösen Locken gewellt. Kurz zuvor hat sie einen ihrer radikalsten Image-Wechsel hinter sich gebracht: von "Dirty X-Tina" zu Glamour Christina.
Bei den "American Music Awards 2017" performt Christina Aguilera ein Medley als Hommage an Sängerin Whitney Houston. Mit ihrer Stimme begeistert sie, mit ihrem Äußeren überrascht sie eher: Ihr Gesicht wirkt deutlich praller als zuvor und auch ihre Lippen scheinen voller zu sein. 
Ihr Beauty-Wandel geht auch im Jahr 2019 weiter: Auf der Konzertbühne in Dublin gibt Christina Aguilera gesanglich ihr Bestes und überzeugt mit ihrer einzigartigen Stimme. Ihre Mimik wirkt während der Performance jedoch versteinert – auch ihre Gesichtszüge scheinen übernatürlich straff.

376

Der Großherzog von Luxemburg überreichte Ihnen kürzlich den Verdienstorden, dadurch wurden Sie in den Offiziersstand erhoben. Eine Ehre, die einem erst im reiferen Alter zuteilwird.
Es ist ja zum Glück noch kein Orden fürs Lebenswerk. (lacht) Ich fühle mich sehr geehrt, dass meine Heimat mir diesen wunderbaren Orden überreicht hat. Ich bin wieder zu Hause angekommen.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche