Désirée Nosbusch: "Ich würde mich gern wieder verlieben"

Désirée Nosbusch feiert ihr TV-Comeback und ist stolze Mutter. Jetzt fehlt nur noch Mr. Right

Es ist dieses gewinnende Lächeln, das einen einfängt, noch bevor man "Hallo" gesagt hat. Als wir Désirée Nosbusch, 52, im Berliner Restaurant "Grosz" treffen, hat sie die Nacht zuvor nur knapp fünf Stunden geschlafen. Man sieht es ihr nicht an.

Gerade dreht der TV-Star in Luxemburg die Hauptrolle im Kinofilm "Superjhemp" und spielt in der Gemeinde Mersch auch Theater. In Kürze moderiert sie die neue Vox-Show "The Story Of My Life". Es geht um die ewige Liebe – in jedem Alter. Sprechen wir also mit Désirée Nosbusch über ihr Suchen und Finden der Liebe.

Ex-"GNTM"-Kandidatin Laura Bräutigam

Sie plant für die Zukunft

Laura Bräutigam
Laura Bräutigam wollte einmal "Germany's Next Topmodel" werden, jetzt kämpft sie um ihr Leben.
©Gala

Vor 40 Jahren haben Sie im Showbusiness angefangen. Wie reagieren die Menschen heute auf Sie?

Ich wundere mich oft selber, ich bin ja tatsächlich eine ganze Zeit nicht so präsent gewesen, und man sieht mich auch nicht auf Partys rumstehen. Trotzdem erkennen mich noch viele Leute.

Es gibt nur wenige Männer, die nicht in Sie verliebt waren, so eine inoffizielle Umfrage von mir.

Das ist aber jetzt wirklich schmeichelnd. Nun, manchmal werde ich auch von Taxifahrern und anderen Männern angesprochen, die mir Komplimente machen. Das freut mich natürlich sehr. Vielleicht sind die Menschen mit mir erwachsen geworden. Ich glaube aber, man ist heute ganz anders prominent als früher.

Wie meinen Sie das?

Bei vielen fragt man sich doch heute: Was hat denn der- oder diejenige eigentlich gemacht? Es geht gar nicht mehr darum, was du leistest, sondern einfach nur darum, sich möglichst oft am Tag auf allen Social-Media-Kanälen zu präsentieren. Richtige Karrieren gibt es kaum noch. So schnell, wie du top bist, so schnell bist du auch wieder ein Flop.

Grundsätzlich sind die Medien mit Ihnen aber immer sehr fair umgegangen, oder?

Ja, das stimmt. Allerdings gab es auch eine Zeit, da habe ich mich ganz bewusst zurückgezogen. Plötzlich gab es da nur noch Schlagzeilen über mich und Männer. Es wurde nur noch über meine Beziehungen geschrieben, auch wenn es gar  keine waren. Ich möchte gern über meine Arbeit wahrgenommen werden und nicht darüber, mit wem ich ins Bett gehe – oder auch nicht. Das geht niemanden etwas an.

Nun hat für Sie eine neue Zeit begonnen, da auch Ihre Kinder Luka, 18, und Lenny, 21, aus dem Haus sind. Wie fühlt sich das an?

Nun, es gab natürlich Zeiten, da kamen keine Angebote, da hat niemand angerufen, da kam einfach nichts. Das war die Zeit, in der es mir aber eh wichtiger war, zu Hause zu bleiben und für meine Kinder da zu sein. Irgendwann spürte ich, ich wollte wieder Gas geben. Ich habe mich dann einfach selbst an die Hand genommen. Ich habe Coachings gemacht, eine Produktionsfirma gegründet, Lesungen gehalten – einfach wieder losgelegt und weitergemacht. Und plötzlich lief es wieder. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und bin unendlich dankbar für diese Erfahrung. Ich bin drangeblieben.

Und plötzlich kamen auch wieder tolle Angebote.

Alles fühlte sich ab da harmonischer denn je an.

Wie erklären Sie sich das?

Ich mache das alles – und ich denke, dass das jedem Schauspieler so geht  – für einen ganz kleinen, winzigen Moment, den man geschenkt bekommt. Das ist der Moment, in dem man denkt: "Ich fliege!" Ich liebe meinen Beruf, und ich lasse mir die Freude auch nicht nehmen, ihn weiterzuleben.

Woher und wodurch ziehen Sie Ihre Kraft ?

Ich mag Menschen. Ich will für meine Kinder ein gutes Vorbild sein, für meine Freunde eine gute Freundin, und ich fange immer bei mir selbst an. Es klingt ein bisschen pathetisch, aber ich ziehe meine Kraft auch aus meinen Erfahrungen. Vor zehn Jahren hätte ich noch nicht sagen können: "Ich mag mich!" Heute kann ich das. Und daran habe ich hart gearbeitet. Ich finde, ich habe meinen Weg ganz gut hingekriegt.

Wie ist der Kontakt zu Ihrem Ex-Mann, Filmkomponist Harald Kloser, der in L. A. lebt?

Sehr gut. Er ist ja wieder verheiratet, hat auch noch mal eine Tochter bekommen. Wir verstehen uns alle sehr gut und leben ein funktionierendes Patchwork-Modell.

Gibt es einen neuen Mann an Ihrer Seite?

Nein, ich bin Single. Aber ich wünsche mir einen Partner. Ich wäre genau jetzt auch wieder bereit dafür. Aber wo sind denn die guten Männer?

Désirée Nosbusch mit Tochter Luka

Was glauben Sie denn?

Nun, die Männer in meinem Alter sind meistens verheiratet oder haben einen Knacks, weil sie verheiratet waren und komplizierte Trennungen hatten. (lacht) Ich glaube, die jüngere Generation von Männern findet taffe Frauen cool und hat keine Angst vor starken Frauen. Männer meiner Generation wurden ja noch ganz anders erzogen. Den meisten sind starke und selbstständige Frauen nicht geheuer.

Wie sind Sie, wenn Sie verliebt sind?

Ich verliebe mich nicht schnell und einfach. Aber wenn, dann lebe ich dieses Gefühl voll aus und bin ganz und gar dabei. Ich halte überhaupt nichts von diesen blöden Spielchen: "Lass ihn zappeln", "Ruf erst etwas später zurück", "Mach dich rar". Ich kann das nicht. Das geht bei mir nicht. Das finde ich einfach total blöd.

Und wie gewinnt man Ihre Aufmerksamkeit?

Mit Humor! Und mit Augenhöhe, die komplett altersunabhängig ist. Ich wünsche mir jemanden, der mich meint und nicht die Frau, die auf der Bühne steht oder am Set.

Sie sind 52 geworden. Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um?

Ich mag mein Alter, und ich möchte definitiv nicht mehr 30 sein. Ich habe keine Angst vor dem Altern, das ist doch auch nur eine Hülle, die sich verändert. Die Seele und der Inhalt reifen ja, und es wird, ehrlich gesagt, immer besser. Ich habe ein einziges Mal Botox ausprobiert. Ich fand das schlimm. Ich dachte, ich hätte einen Schraubstock um meinen Kopf. Ich bin Schauspielerin, und ich brauche meine Mimik. Ich wiederhole das sicher nicht mehr. Außerdem will ich meiner Tochter nicht vorleben, dass man sich künstlich verjüngt.

Ihre Tochter Luka lebt und studiert in New York. Sie ist dort auch politisch aktiv. Woher kommt dieses Engagement?

Ich erkenne mich in meiner Tochter so wahnsinnig wieder. Sie hat einen enormen Gerechtigkeitssinn und geht gegen Donald Trump auf die Straße. Luka kämpft für das, was richtig ist: Gleichberechtigung! Ich erinnere mich, als ich in ihrem Alter war. Da habe ich in einer TV-Sendung mal etwas gegen Franz Josef Strauß gesagt. Daraufhin wurde ich nach der Sendung von der Polizei mitgenommen. So etwas passiert heute nicht mehr so leicht. Ich bin auf Luka sehr stolz. Sie war in Salem auf dem Internat und wurde in kürzester Zeit Schulsprecherin. Zeitgleich hatte sie noch eine Klasse für Integration gegründet. Sie hat so viele Talente und Leidenschaften, macht Musik, designt, sie sucht sich noch und ist auf dem Weg. Mein Sohn Lenny wusste schon, als er drei Jahre alt war, dass er Musik machen will. Heute hat er eine Band, einen Plattenvertrag, und in Kürze kommt sein neues Album raus.

Haben Sie keine Angst, wenn Ihre Tochter auf Demonstrationen geht?

Klar mache ich mir auch Sorgen. Aber ich will ihr natürlich keine Angst machen und sie unterstützen, für eine Meinung selbstbestimmt einzustehen.

Sie leben in Berlin und Luxemburg, waren lange in Amerika. Wo ist Heimat für Sie?

Das ist ein Dilemma in meinem Leben, dass ich immer noch nicht weiß, wohin ich gehöre. Wenn ich verreise oder mit Freunden unterwegs bin und es mir irgendwo gefällt, denke ich oft: "Ach, hier ist es aber schön, hier bleibe ich." Ich glaube, Heimat ist da, wo Menschen sind, die ich liebe.

Wie möchten Sie alt werden?

Also, ich möchte in jedem Fall da sein, wo meine Kinder sind, also in deren Nähe eben. Und ich will eine coole Oma sein, auch wenn das gern noch ein bisschen dauern kann. Ich kann mir aber gut vorstellen, in einer Alters-WG mit Freunden zu leben – mit einer großen Küche und zwei, drei Pflegern und einer Rollstuhlrampe. Am Abend trinken wir dann alle zusammen Rotwein. Aber ich möchte den Wunsch nach einem Mann noch nicht aufgeben! (lacht) Ich würde gern noch einmal mit einem neuen Partner etwas aufbauen. Das wäre ein großer Traum.

Der Familienclan hinter US-Präsident Donald Trump

Die First Family und ihre Mitglieder

Der Trump-Clan: (v. l.) Eric Trump und seine Frau Lara, Donald Trump hinter Sohn Barron, Melania Trump, Vanessa Haydon und Ehemann Donald Trump Jr. mit ihren Kindern Kia Trump und Donald Trump III, Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner und Tiffany Trump.
Dürfen wir vorstellen: Donald Trump, der neu ernannte mächtigste Mann der Welt. Seine Milliarden verdienter er im Immobiliengeschäft und der Unterhaltungsbranche. Mit Fernsehsendungen wie "The Apprentice" erhöhte er seine Popularität und gehört heute zu den bekanntesten Geschäftsleuten der Vereinigten Staaten.
Donald Trumps Frau Melania wuchs in Slowenien auf, modelte sich über Mailand, Paris und New York bis in Donals Herz. Die beiden lernten sich 1998 auf einer Party während der Fashion Week in New York kennen und heirateten 2005. Melania Trump hielt sich beim Wahlkampf ihres Mannes eher zurück - überließ Donalds Tochter Ivanka die politische Bühne.
Donald Trump Jr. ist Trumps ältester Sohn. Er studierte Finanzen und Immobilen an der Universität von Pennsylvania und ist mittlerweile - gemeinsam mit seinen Geschwistern Ivanka und Eric - Vizepräsident der Trump Organisation. Mit seiner Frau, dem Model Vanessa hat er fünf Kinder.

11


 


Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche