Cro: "Wir haben Til Schweigers Gemüsegarten leergefressen"

Die Pandamaske ist das Markenzeichen des Pop-Rappers aus Schwaben – jetzt hat er einen Film mit Til Schweiger gemacht. GALA sprach mit Cro über den Dreh, nackte Tatsachen und Lieblingstiere

Wir wollen ein Interview mit offenem Visier führen: Als wir am vereinbarten Treffpunkt erscheinen, hat Cro die Pandamaske, sein Markenzeichen, bereits abgelegt. Sie ruht jetzt auf einer Armlehne des Ledersessels, in dem er mehr liegt als sitzt. Provozierende Haltung eines pöbelnden Gangsta-Rappers? Bei Cro wirkt’s lässig. Sein Lächeln ist charmant, so wie der Blick aus den schönen rehbraunen Augen. Der Mittzwanziger, als Carlo Waibel nahe Stuttgart geboren, bezeichnet sich als kreatives Wunderkind, spielt Gitarre und Klavier, richtete sich schon früh daheim ein Studio ein. Außerdem malt und zeichnet er. Er erzählt, dass bei ihm zu Hause viele eigene Werke an den Wänden hängen – und zeigt der GALA-Redakteurin als Beweis gleich mal ein paar Motive auf dem Handy. Nun ist Cro der Star eines Kinofilms, den Til Schweiger mitproduziert hat.

Til Schweiger ist in "Unsere Zeit ist jetzt" auch als Schauspieler zu sehen. Wie haben Sie ihn erlebt?

Er ist echt cooler, als ich dachte! Wirklich großzügig. In der Vorbereitung hat er uns in sein Haus auf Mallorca eingeladen, ist dann abgereist mit den Worten: "Macht, was ihr wollt!" Wir haben seinen Gemüsegarten leergefressen, sind in seinen Pool gesprungen und haben seinen Esel am Schwanz gezogen.

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©Gala

Wie viele Leuten sind da denn reingefallen?

Unsere Entourage halt, zehn Jungs oder so. Für mich war das ein Zeichen: Das erinnerte mich an mich. Ich habe ein großes Haus in Stuttgart, und ich sage immer zu allen: Kommt! Ich hab da auch mein Studio, ganz viele Instrumente, ganz viele Farben und Leinwände, und alle können machen, was sie wollen. Eine Art Factory.

Im Film geht es natürlich auch um die Frage: Warum trägt Cro eine Maske?

Am Anfang war es eher eine Schnapsidee. Basti, einer der Chefs vom Label Chimperator, hatte meine Musik gehört und mich in sein Büro eingeladen. Er wusste aber nicht, wie ich aussehe, weil ich statt Fotos von mir immer nur Quatschbilder, Füchse und so, gezeigt hatte. Das kam letztlich so gut an, dass wir es beibehalten haben. Deshalb brauchte ich eine Maske. Erst viel später wurde mir klar: Die Menschen finden einen Rapper mit Maske viel spannender. Außerdem schützt sie meine Persönlichkeit.

Und warum gerade der Panda?

Schicksal. Laptop auf, "Masken" eingegeben, irgendeinen Shop angeklickt. Da kamen ganz viele schreckliche Horrormasken – Ratten, blutüberströmte Monster. Und dann war da noch dieser Panda …

… ein niedlich aussehendes Tier. Dabei wollen Rapper doch eigentlich böse wirken.

Ja! (lacht) Aber warum sollte man mit etwas rumkommen, das auf den ersten Eindruck unsympathisch wirkt? Ich bin ein Mensch, der auf jeden fröhlich zugeht und sympathisch rüberkommt, würde ich sagen. Da brauche ich ein Äußeres, das das widerspiegelt und das zu meiner Persönlichkeit passt.

Haben Sie schon mal einen echten Panda gesehen?

Nein, leider nicht. Aber ich weiß, dass Pandas jetzt offiziell nicht mehr vom Aussterben bedroht sind. Weltherrschaft – jetzt geht es los! (Kürzlich strich die Weltnaturschutzunion den Großen Panda von der Roten Liste der gefährdeten Arten; Anm. d. Red.)

Der Film zeigt Cro in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie waren Sie als Vierzehnjähriger?

Ich war schon immer ein Lausbub. Einer, der Steinschleudern baute – ich war ein echt guter Steinschleuderbauer – und sie in der Nachbarschaft verkaufte, für fünf Mark. Ich bin auf dem Dreckhügel und in der Pfütze großgeworden. Ich war viel draußen und mit mir selbst beschäftigt. Mit einem kleinen Steinchen auf der Hand fragte ich mich zum Beispiel: Universum, kann ich das essen oder nicht?

Wie viel von Ihrem kindlichen Ich konnten Sie sich erhalten?

Alles! Ich funktioniere immer noch auf allerkleinster Flamme. Ich kann mir auch vorstellen, später wieder auf dem Land zu leben. Aber nicht da, wo ich aufgewachsen bin. Lieber irgendwo, wo es heißer ist. Ich liebe es, nackig zu sein. Also nicht ganz, aber in Badehose.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie in 30 Jahren eine Wampe haben, so wie im Film?

Überhaupt nicht! Niemals, ey! Guck mal! (zieht das Shirt hoch und klatscht auf seinen flachen Bauch) Das ist wahrscheinlich das einzig Fiktive an dem Film.

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