Corinna zu Sayn-Wittgenstein + Spanien: Der Thron wackelt ...

... und das ist die Schuld einer Deutschen: Wie Corinna Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein König Juan Carlos in ernste Bedrängnis bringt

Corinna zu Sayn-Wittgenstein, Juan Carlos

Es gibt eine Tugend, die von allen Monarchen am höchsten bewertet wird: Diskretion. Wer öffentlich über Angehörige des Königshauses tratscht, wird umgehend ausgeschlossen. Das gilt für Butler und Kindermädchen genauso wie für Freunde. Schon deshalb ist es verwunderlich, dass sich vergangene Woche eine Frau in der spanischen Presse zu Wort meldete, die sich selbst als enge Freundin von König Juan Carlos, 75, bezeichnet - ein Widerspruch in sich.

Aber nicht nur das. Auch was die deutsche PR-Frau Corinna Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, 49, erzählt, ist Zunder. Ihre Äußerungen über den König, seinen in einen Korruptionsprozess verwickelten Schwiegersohn sowie ihre undurchsichtigen Aufträge für Stiftungen und Regierungen - alles höchst heikel. "Hier in Spanien fragt man sich, was das sollte. Dem König bringt sie damit nur Scherereien", sagt Annekarin Lammers, die jahrelang als ARD-Korrespondentin aus Madrid berichtet hat, zu "Gala".

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"Herzliche Freundschaft": Beim Laureus-Award 2006 in Barcelona begrüßte Juan Carlos Corinna Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein auf dem roten Teppich mit Küsschen.

Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Das Image des Monarchen ist ohnehin angekratzt, in Umfragen verliert er massiv an Zustimmung, während sein Sohn Kronprinz Felipe immer beliebter wird. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise verlieren die Spanier die Geduld und fragen sich, ob sie sich eine Monarchie überhaupt noch leisten können oder wollen. Der Thron wackelt.

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Rückblick: Ein Jahr ist es her, dass sich die Spanier zum ersten Mal für die Beziehung zwischen ihrem König und der Deutschen interessierten, die sich seit ihrer sechsmonatigen Ehe 2001 mit Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein "Prinzessin" nennt. Juan Carlos kehrte mit einer gebrochenen Hüfte aus Botswana zurück, wo er mit zu Sayn-Wittgenstein Elefanten gejagt hatte. Allerdings regten sich die Spanier mehr über die Luxussafari auf als über die weibliche Begleitung: Dass der König in Zeiten der Rezession Steuergelder verschwendet, war weniger verzeihlich als ein möglicher Fehltritt.

"Eine herzliche Freundschaft" verbinde sie mit Juan Carlos, beteuert die Tochter eines dänischen Unternehmers und einer deutschen Mutter nun im Interview mit "El Mundo", - "mehr aber nicht." Warum kommt sie nach einjährigem Schweigen - man hat sie und den König seitdem auch nicht mehr zusammen gesehen - ausgerechnet jetzt aus der Deckung? Sie wolle ihren guten Ruf verteidigen, so zu Sayn-Wittgenstein, deren Name kürzlich im Gerichtsprozess um Iñaki Urdangarin fiel. Ein Minenfeld für die spanische Königsfamilie: Der Ehemann von Infantin Cristina wird verdächtigt, mit seiner angeblich wohltätigen Stiftung Nóos Spendengelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben.

Auf sie setzen die Spanier jetzt die größten Hoffnungen: Kronprinz Felipe, Letizia und die Mädchen Leonor und Sofia.

Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen Gala. Sie ist ab Donnerstag, 14. März, am Kiosk erhältlich.

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