Conrad Murray Im Scheinwerferlicht

Beim Prozess gegen Conrad Murray, Arzt von Michael Jackson, werden Kameras im Gerichtssaal erlaubt. Ein Medienspektakel ist zu erwarten

Der Prozess gegen den Leibarzt des verstorbenen Sängers Michael Jackson wird vermutlich zum Fernsehereignis avancieren. Wie die Nachrichtenagentur "dapd" berichtet, hat Richter Michael Pastor vom Obersten Gericht in Los Angeles TV-Übertragungen aus dem Gerichtssaal zugelassen.

Während der Eröffnungsplädoyers, der Zeugenaussagen, der Schlussplädoyers und der Urteilsverkündung dürfen Fernsehkameras das Geschehen vor Gericht begleiten. Wie der "Spiegel" meldet, will Pastor jedoch eine unaufdringliche Platzierung der TV-Kameras. Er habe sich bereits detaillierte Vorschläge lokaler Fernsehteams angehört.

Jacksons Arzt Conrad Murray ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll dem Popstar einen Mix aus Betäubungs- und Beruhigungsmitteln verabreicht haben, der im Juni 2009 zu Michael Jacksons Tod führte. Der Prozess beginnt voraussichtlich am 24. März und soll sechs Wochen dauern. Durch die erlaubten Kameras könnte er ähnlich wie der Mordprozess gegen den Footballspieler O. J. Simpson in den 90ern zum Medienspektakel werden.

sst

gala.de


Mehr zum Thema


Gala entdecken