Conchita Wurst: Nächstes Ziel: ein Grammy

Nach ihrem Sieg beim "ESC 2014" kann sich Conchita Wurst über reichlich Glückwünsche freuen. Auf ihren Lorbeeren ausruhen wird sich die Künstlerin allerdings nicht. Als nächstes Ziel schwebt ihr ein Triumph bei den Grammys vor

Conchita Wurst mit ihrer "ESC"-Trophäe

Nach ihrem Sieg beim "ESC 2014" regnete es Glückwünsche für die Künstlerin Conchita Wurst. Allen voran gratulierte Landsmann Udo Jürgens, der mit dem Titel "Merci, Chérie" 1966 den "Eurovision Song Contest" das erste und bisher einzige Mal nach Österreich holte. Laut der Klatschwebsite "blick.ch" gefällt ihm nicht nur ihr musikalischer Beitrag, "Rise Like A Phoenix", - "ein gut komponierter Song mit einem schönen musikalischen Bogen" -, sondern überhaupt die Tatsache, dass ein schwuler Mann (hinter der Kunstfigur Conchita Wurst verbirgt sich der Österreicher Tom Neuwirth) in Frauenkleidern gewonnen habe. "Es ist ein wichtiges Signal an die Welt", befand Schlagerstar Jürgens.

Der 78-Jährige gab allerdings zu, dass ihn der Anblick der bärtigen Frau zuerst schockiert habe. "Aber dann habe ich sie in einer Talkshow gesehen. Sie hat kluge Antworten gegeben und war alles andere als oberflächlich und dumm. Da habe ich gestaunt", wird er von "blick.ch" zitiert. "Überhaupt keine Kichertussi", so Jürgens' abschließendes Urteil über Conchita Wurst.

Vera Int-Veen

Endlich nimmt sie Stellung zu Jan Böhmermanns "Verafake"

Vera Int-Veen
"Ihr habt Robin und seinen Vater noch dümmer gemacht, als wir sie uns ausgedacht haben. Und das will was heißen. Ihr habt sie als die allerletzten Trottel inszeniert", so Jan Böhmermanns Vorwurf gegen Vera und ihr Team von "Schwiegertochter gesucht".
©Gala

Auch andere Stars freuten sich mit Conchita Wurst über deren Triumph in Kopenhagen. "Heute sind wir alle Österreicher", schrieb Hape Kerkeling am Samstag (10. Mai) auf seiner Facebookseite . Österreicherin Larissa Marolt zeigte sich stolz auf ihre bärtige Landsmännin: "Herzlichen Glückwunsch an Conchita Wurst!!! finde ihren Sieg großartig!!", verkündete sie ebenfalls bei Facebook .

"Eine talentierte, BÄRTIGE Frau hat der Intoleranz in den Hintern getreten!! Whohoooo!!! Nicht schlecht, Eurovision ;)", twitterte Natlie Horler, Frontfrau der Band "Cascada", die 2013 für Deutschland beim "ESC" antrat. Die Gewinnerin von 2010, Lena Meyer-Landrut, gratulierte ebenfalls bei Twitter: "Herzlichen Glühstrumpf @ConchitaWurst". "Elaiza", die Band, die 2014 für Deutschland an den Start ging, schaffte es nur auf Platz 18. Mit ihrem Tweet - "Herzlichen Glückwunsch @ConchitaWurst" - bewiesen sich die drei Mädels allerdings als faire Verliererinnen.

ESC 2014

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Auch ein internationaler Star ist auf Conchita Wurst aufmerksam geworden. "Kann sich jemand vorstellen, wie viele Tränen der Junge vergossen haben muss bei dem Versuch, sich selbst treu zu sein? Die Courage, die er brauchte, um seinen Traum zu leben?", twitterte Entertainerin Cher.

Conchita Wurst kann ihr Glück kaum fassen.

In der Tat musste Conchita Wurst einige Kritik einstecken. "So sieht also europäische Integration aus - wie ein Mädchen mit Bart", äußerte sich der russische Vize-Regierungschef Dmitry Rogozin abfällig bei Twitter. Der Politiker Wladimir Schirinowski prophezeite im russischen Fernsehen "das Ende Europas". Die Besatzung Österreichs durch die russische Armee nach dem Zweiten Weltkrieg aufzugeben, sei ein Fehler gewesen. "Wir hätten dort bleiben sollen", wird er von "bild.de" zitiert.

Auf solche Äußerungen hat Conchita Wurst, 25, nur eine Antwort, wie sie in einem Interview mit dem Onlinemagazin "oe24.at" bekräftigte: "Wir lassen uns nicht stoppen!". Im selben Gespräch verriet sie auch ihre Zukunftspläne. Beim Eurovision Song Contest 2015 in Österreich wolle sie anderen Künstlern den Vortritt lassen, denn sie habe ihre Chance schon gehabt. Das Singen wolle sie aber auf keinen Fall aufgeben: "Ich will weiter Musik machen. Die Musik ist meine große Liebe, da kann ich meine Gefühle am besten ausdrücken", sagte sie.

Für sie stehe eine arbeitsreiche Zeit an, sie sei niemand, der sich auf seinen Lorbeeren ausruhe, so die Künstlerin weiter. So bescheiden sie sich auch gibt, ihr nächstes Ziel ist ganz schön hochgegriffen: "Ich will immer noch den Grammy!", verkündete sie bei "oe24.at".

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