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Conchita Wurst Große Chancen beim ESC


Kunstfigur Conchita Wurst konnte sich jetzt für das Finale des ESC qualifizieren. Der Frau mit Vollbart werden große Chancen auf den Sieg prophezeit

Conchita Wurst wird am Samstag (10. Mai) für Österreich beim "Eurovision Song Contest" an den Start gehen. Mit dem Titel "Rise Like A Phoenix" sang sich die "bärtige Frau" ins Finale des ESC - und in erstaunlich viele Fan-Herzen. Die 10.000 Zuschauer, die die Show am Donnerstag (8. Mai) live in der ESC-Arena in Kopenhagen verfolgten, seien regelrecht einem "Conchita-Fieber" verfallen, berichtete "stern.de". Es habe "Szenenapplaus, Jubelrufe und tosendes Getrampel" gegeben.

Dabei sei es zuallerletzt der Song - eine Ballade, die übrigens von Rolf Zuckowskis Sohn Ali komponiert wurde -, der Conchita Wurst in die Favoritenrolle katapultierte. Scheinbar hat ihr exotisches Äußeres es den ESC-Fans angetan, in ihrem "güldenen Glitzerfummel" habe sie den Konkurrenten die Show gestohlen, berichtete "stern.de" weiter.

Traditionell gelten die Quoten in den Wettbüros als Indikator für den möglichen Sieger beim ESC: Im vergangenen Jahr zeichnete sich bereits vorher ein Sieg für Dänemark ab, auch der Triumph der Schweden aus dem Jahr 2012 wurde so vorhergesagt. Nach ihrem Auftritt beim ESC-Halbfinale kann sich Conchita Wurst Chancen auf den den dritten Platz ausrechnen. Laut "merkur-online.de" wird sie bei Wettbüros wie "ladbrokes.com" mit den Teilnehmern aus Schweden, den Niederlanden und Armenien als Favoritin gehandelt.

Deutschlands Teilnehmer "Elaiza" werden übrigens weit weniger Chancen eingeräumt: Glaubt man den Quoten auf "bwin.com", könnte sich die Band laut "tvtoday.de" über den 15. Platz freuen, geht es nach "William Hill", landete die Combo abgeschlagen auf Platz 21.

Hinter Conchita Wurst verbirgt sich übrigens der Travestiekünstler Thomas "Tom" Neuwirth, der aus Oberösterreich stammt. 2006 nahm der heute 25-Jährige an der österreichischen TV-Castingshow "Starmania" teil und wurde Zweiter. Im Jahr darauf gründete er die Boyband "jetzt anders!". Die Erfindung seines Alter Egos Conchita Wurst erklärt er damit, dass er aktiv den Diskriminierungen von Homosexuellen und Transmenschen entgegen treten wolle. Der bekennende Schwule Neuwirth hatte laut "spiegel.de"-Angaben besonders im Teenageralter mit Vorurteilen und Anfeindungen zu kämpfen.

Deutsche TV-Zuschauer kennen Conchita Wurst bereits aus der RTL-Show "Wild Girls - Auf High Heels durch Afrika", für die der Kölner Sender prominente Frauen wie Barbara Engel - die Mutter von Schauspielerin Hannah Herzsprung - oder ehemalige Topmodelkandidatinnen wie Sara Kulka oder Sarah Knappik in der Wüste Namibias aussetzte. Conchita Wurst schaffte es immerhin ins Finale, musste sich dann aber Sara Kulka geschlagen geben.

Vielleicht hat die bärtige Frau beim ESC ja mehr Glück.

dlö / Gala

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