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Collien Ulmen-Fernandes Sie sorgt sich um die Zukunft ihrer Tochter

Collien Ulmen-Fernandes
© Eventpress / Radke / imago images
Collien Ulmen-Fernandes macht sich für das Thema Gleichberechtigung stark. Vor allem in den sozialen Medien fehlt es ihr jedoch an guten Vorbildern. Ein Umstand, der sie in Sorge um ihre eigene Tochter versetzt.

Collien Ulmen-Fernandes, 41, setzt sich unter anderem mit der ZDF-Doku-Reihe "laut.stark.gleich.berechtigt" tatkräftig für Gleichberechtigung ein. Sie selbst hat große Vorbilder wie etwa Schauspielkollegin Maria Furtwängler, 56, weil "sie viele tolle Studien zum Thema initiiert hat", erklärt sie im "Bild"-Interview. Besonders aber ein Thema, dem sich auch Furtwängler angenommen hat, geht Collien "schon sehr lange auf den Senkel": Die "weibliche Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken". 

Collien Ulmen-Fernandes: "Das schockiert mich total"

"Viele Influencerinnen sind verharrt in doch eher veraltet anmutenden Rollenbildern, geben Schmink- und Mode-Tipps. Da werden Lidstriche gezogen und Diät-Tipps kundgetan", meint die 41-Jährige. "Frauen, die sich mit anderen, zum Beispiel gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen, findet man hingegen eher selten."

Die Auswirkungen sieht die Schauspielerin auch in ihrem näheren Umfeld. "Wir haben viele Teenager in der Familie. Die sind jetzt auf einmal alle bei TikTok und folgen irgendwelchen Mädels," bei denen es ausschließlich ums Schminken, das Lackieren von Fingernägeln und Präsentieren von Handtaschen gehen würde, berichtet sie und gesteht: "Das schockiert mich total." Sie sehe immer mehr Teenies, die sich die Lippen aufspritzen lassen und eine Diät nach der anderen machen. "Inzwischen gibt es offizielle Zahlen, dass Mädchen, die diesen Accounts folgen, viel unzufriedener mit ihrem Aussehen sind, schneller depressiv werden. Ich halte das für einen super gefährlichen Trend!“

Große Sorge um ihre Tochter

Kein Wunder also, dass sich die 41-Jährige vor allem um ihre zehnjährige Tochter sorgt, die sie gemeinsam mit Ehemann Christian Ulmen, 47, hat. "Neulich sagte meine Tochter zu mir: 'Mama, ich möchte lange Fingernägel haben!' Sie erzählte mir von einer Influencerin auf TikTok, die sie gerne mit ihren Freundinnen anguckt. Die zeigt, wie sie sich ihre künstlichen Fingernägel lackiert. Meine Tochter findet das total faszinierend und möchte dem gerne nacheifern", erzählt Collien. Ihre Tochter fange sogar schon an, Fotos per App zu bearbeiten. "Diesen Selbstoptimierungstrend halte ich wirklich für gefährlich." Sie wünsche sich daher mehr alternative Vorbilder. 

Verwendete Quelle: bild.de

spg Gala

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