Christine Kaufmann: Das filmreife Leben der Schauspiel-Ikone

Die Schauspielerin Christine Kaufmann ist in der Nacht auf Dienstag verstorben. Sie führte ein Leben, das an Glamour kaum zu überbieten ist.

Wenige Wochen nach ihrem 72. Geburtstag ist Christine Kaufmann in der Nacht auf den heutigen Dienstag in einer Münchener Klinik verstorben. Ein tragischer Verlust nicht nur für die Angehören, auch ihre Fans stimmt die Tatsache traurig, denn die charismatische Künstlerin führte ein außergewöhnlich schillerndes Leben:

Die am 11. Januar 1945 in Lengdorf in der Steiermark/Österreich geborene Künstlerin wurde mit nur neun Jahren als "Rosen-Resli" (1954) zum Kinderstar. Dabei war das nicht mal ihre erste Rolle; diese hatte sie in der Operettenverfilmung "Im weißen Rößl" bereits zwei Jahre zuvor.

Heidi Klum

Sie zeigt uns ihre

Heidi Klum: Sie zeigt uns ihre
Heidi Klum sendet sexy Urlaubsgrüße aus dem Paradies und lässt fast keinen Raum für Fantasie.
©Gala

Durchbruch und Liebe in Hollywood

Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit "Stadt ohne Mitleid" (1961) an der Seite von Kirk Douglas (100). Für diese Rolle wurde sie mit sogar dem Golden Globe als "Beste Nachwuchsdarstellerin" ausgezeichnet.

Hollywood sollte aber auch privat ihr Schicksal bestimmen. Denn bei den Dreharbeiten zum epochalen Abenteuerfilm "Taras Bulba" lernte sie 1961 den Filmstar Tony Curtis (1925-2010) kennen. Zwei Jahre später heirateten die beiden und bekamen die Töchter Alexandra (52) und Allegra (50). 1968 wurde die Ehe wieder geschieden; der Sorgerechtsstreit um die beiden Kinder dauerte lange an.

Dennoch wagte Christine Kaufmann den Schritt vor den Traualtar drei weitere Male. Doch auch die Ehen mit Regisseur Achim Lenz (1974-1976), Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979-1982) sowie Zeichner Klaus Zey (1997-2011) hielten nicht ewig.

Rückkehr nach Deutschland

Beruflich zog es sie bald nach der ersten Scheidung von Curtis wieder nach Deutschland: 1970 drehte sie den dreiteiligen Kriminalfilm "Wie ein Blitz", mit dem sie nach einer längeren Durststrecke wieder einen großen Erfolg feiern konnte. In Erinnerung bleiben wird sie auch als Assistentin vom "Spatzl" (Ruth Maria Kubitschek) in der Kult-TV-Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" (1982). Ihre letzte Filmrolle hatte Kaufmann 2013 in dem Filmdrama "Stille" von Xaver Schwarzenberger an der Seite von Jan Fedder und Iris Berben.

Legendäre Schönheit

Aufsehen erregte Christine Kaufmann aber nicht nur mit ihren Filmen und Beziehungen. An ihrer Attraktivität kam auch der "Playboy" nicht vorbei: 1974 und 1999 posierte sie nackt für das Magazin.

Großen Wert legte die Künstlerin zudem auf Beauty-Produkte: Von 1999 bis 2012 präsentierte sie eine eigene Kosmetik- und Wellness-Produktreihe auf einem Teleshoppingkanal. Ihr letztes von vielen Büchern, "Liebesgeschichten - Anekdoten aus dem 20. Jahrhundert" konnte sie vor ihrem Tod noch vollenden, "die Veröffentlichung steht unmittelbar bevor", heißt es in einem Statement an spot on news.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche