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Christin Stark "Bis dahin bleibt Zoe unser schönes Geheimnis"

Christin Stark
Christin Stark
© Tristar Media / Getty Images
Christin Stark könnte nicht glücklicher sein: Im März ist ihr erstes Kind zur Welt gekommen, bald erscheint ihr neues Album und im Oktober geht ihre Clubtour los – auf der sie ihre Tochter begleitet. "Ich könnte es nicht ertragen, ohne sie loszufahren", verrät die Sängerin im GALA-Interview.

Christin Stark, 32, ist am 31. März 2022 zum ersten Mal Mama geworden: Ihre Tochter Zoe erblickte gesund und munter das Licht der Welt und krönte das Liebesglück der Schlagersängerin und Ehemann Matthias Reim, 64. Während es für die 32-Jährige das erste Kind ist, ist Reim schon sechsfacher Vater – Töchterchen Zoe ist Baby Nummer sieben. Chaos herrscht bei Familie Stark-Reim trotzdem nicht. Als sich Christin Stark mit GALA zum Telefoninterview trifft, wirkt sie tiefenentspannt. Die Künstlerin hat Glück: Ihre Tochter schläft mit rund drei Monaten schon fast durch, meistens muss Christin nur einmal pro Nacht aufstehen. Die perfekten Voraussetzungen also für Baby Nummer zwei? 

Zoe ist "so ein niedliches, vergnügtes und gesundes kleines Baby"

Wie Christin Stark über weitere Kinder denkt, ob sich Matthias trotz seiner Ankündigung, nachts nicht mehr für den Nachwuchs aufzustehen, auch mal aus dem Bett schält und warum sie als Künstlerin niemals den Nachnamen ihres Ehemannes annehmen würde, verrät sie jetzt im Gespräch mit GALA – und muss "Macho-Matthias" widersprechen.

GALA: Sie mussten Ihr Best-Of-Album "Verdammt STARK! Das Beste von CHRISTIN" (erscheint am 26. August 2022) wegen der Geburt Ihrer Tochter etwas verschieben. Wie ist Ihr neues Leben als Mama?
Christin Stark: Für mein eigenes Kind mein Album zu verschieben, ist mir überhaupt nicht schwergefallen – ganz im Gegenteil. Was ich da vom Leben geschenkt bekommen habe, ist einfach nur sensationell. Meine Prioritäten haben sich verschoben und das ist vollkommen in Ordnung und ein schönes Gefühl.

Was hat sich verändert?
Einfach alles. Aber es ist wunderschön und so toll in Zoes kleine, strahlende Augen zu schauen. Meine Tochter ist so ein niedliches, vergnügtes und gesundes kleines Baby, das ganz viel Spaß hier in unsere Bude und unser wildes Leben bringt und unsere große Familie einfach unheimlich bereichert.

In der TV Show "Schlagerbooom 2021 - Alles funkelt! Alles glitzert!" in der Dortmunder Westfalenhalle zeigte Christin Stark erstmals ihren Babybauch.
In der TV Show "Schlagerbooom 2021 - Alles funkelt! Alles glitzert!" in der Dortmunder Westfalenhalle zeigte Christin Stark erstmals ihren Babybauch.
© STAR-MEDIA / imago images
Ist das Leben in einer Großfamilie nicht manchmal auch anstrengend?
Ich bin schon immer ein Familienmensch gewesen und Matthias‘ großer Haufen bereichert mich und mein Leben, seitdem wir ein Paar sind – nächstes Jahr feiern wir schon Zehnjähriges, wo ist bitte die Zeit geblieben?! Dass es bei uns zudem so harmonisch ist und wir uns auch als Künstler so unterstützen, ist ein ganz großes Privileg, für das ich sehr dankbar bin. Wir haben uns alle auf die Fahne geschrieben, dass Familie an erster Stelle steht und wir uns beruflich und privat immer unterstützen. Ich muss Matthias‘ Kinder auch nie fragen, ob sie sich mal kurz um Zoe kümmern können: Die sehen das von selbst und schlüpfen dann sofort in die Bruder- beziehungsweise Schwesterrolle und es ist so schön, das mitanzusehen. Es würde mich auch ehrlich gesagt wundern, wenn Zoe bei uns musikalischen Eltern nicht auch in diese Richtung geht. Aber vielleicht wird sie ja auch Meeresbiologin – mal sehen. (lacht)

Also brauchen Sie keinen externen Babysitter?
Theoretisch nicht, praktisch schon. Wir haben eine Nanny und das ist auch gut so, vor allem, wenn wir auf Tour sind. Wir müssen ja auch alle unseren Job machen und uns auf der Bühne frei fühlen. Pünktlich zum nächsten Fläschchen bin ich dann aber wieder am Start.

Das neue Album von Christin Stark "Verdammt STARK! Das Beste von CHRISTIN" erscheint am 26. August 2022.
Das neue Best-Of-Album von Christin Stark "Verdammt STARK! Das Beste von CHRISTIN" erscheint am 26. August 2022.
© Sony Music
Das heißt, Sie nehmen Zoe mit auf Ihre anstehende "Rock mein Herz"-Clubtour?
Auf jeden Fall. Ich könnte es nicht ertragen, ohne sie loszufahren. Und sie kennt es ja quasi auch schon aus meinem Bauch, da stand ich auch schon mit ihr auf der Bühne. Meine Hebamme hat mir auch immer gesagt, dass ich wieder auf die Bühne gehen soll, wenn ich mich danach fühle – egal, ob in einem Jahr oder nach ein paar Monaten. Glückliche Mama, glückliches Baby. Das war auch der Grund, wieso ich relativ schnell wieder aufgetreten bin – ich liebe es einfach, auf der Bühne zu stehen. Und dann wird Zoe einfach eingepackt und los geht’s! 

"Mit einem 90-60-90-Körper singe ich ja nicht besser"

Wie sind Sie nach der Geburt denn wieder so schnell so fit geworden?
Unter uns: Ich bin überhaupt nicht fit. (lacht) Ich habe einfach Glück mit meinen Genen, weil in meiner Familie alle sehr schlank sind, aber ich merke schon, dass ich onditionstechnisch noch aufpassen muss. Ich bin sehr schnell außer Atem, mein Körper braucht noch Zeit, sich zurückzubilden, was auch vollkommen normal ist. Was wir Frauen während einer Schwangerschaft leisten, ist der Wahnsinn, da ist es doch klar, dass nicht alles wie vorher ist. Ich habe insgesamt 20 Kilogramm zugenommen, das muss auch erst mal wieder runter und wenn nicht, auch okay. Das Allerwichtigste ist doch, dass Zoe und ich gesund sind.

Also machen Sie vor Ihrer Clubtour keine spezielle Diät oder lassen sich nochmal von einem Personaltrainer trainieren?
Um Gottes willen, nein! Ich glaube, ich würde jeden Personaltrainer sofort aufessen. (lacht) Ich habe auch noch nie in meinem Leben eine Diät gemacht, ich bin da überhaupt nicht der Typ für, ich lebe viel zu gerne. Und selbst wenn die letzten sieben Kilo, die ich jetzt noch "mehr" draufhabe, bleiben, dann ist das eben so. Solange sich meine Stimme nicht verändert, ist alles bestens. Mit einem 90-60-90-Körper singe ich ja nicht besser.

Sie sagen, dass Sie es nicht "schlimm" finden, wenn Sie im selben Atemzug mit Matthias genannt werden – trotzdem haben Sie als Künstlerin Ihren Nachnamen Stark behalten. Warum?
Matthias Reim ist Matthias Reim und Christin Stark ist Christin Stark. Das sind zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe. Privat habe ich seinen Nachnamen zwar zusätzlich angenommen – ich heiße Stark Reim –, aber als Künstlerin bin und bleibe ich Christin Stark. Ich bin ein großer Fan von meinem Nachnamen und der gehört auch zu meiner Musik.

Christin Stark verrät: So war die Geburt ohne Matthias 

Wie war es, Matthias bei der Geburt nicht dabei zu haben?
Der Tag der Geburt war einfach magisch. Zu wissen, schon bald sein eigenes Kind im Arm halten zu dürfen, ist einfach unglaublich, sodass ich das ganze Drumherum gar nicht mehr wahrgenommen habe. Und Matthias war ja da, zwar nicht direkt im Kreißsaal, aber direkt vor der Tür. Ich konnte seine Entscheidung aber zu 100 Prozent verstehen, denn was bringt es mir, wenn er neben mir umkippt? Als Zoe dann aber endlich da war, war er auch sofort an meiner Seite und hatte sie direkt im Arm. Alles war perfekt.

Im GALA-Interview im vergangenen Jahr sagte Matthias Reim: "Aber ich bin auch ehrlich zu ihr. Ich habe nicht mehr die Nerven dazu, nachts mit einem weinenden Baby auf und ab zu gehen, damit der Rest der Familie schlafen kann. Die Zeiten sind vorbei. Das war aber auch schon bei meinen bisherigen Kindern so. Ich bin nicht der Typ dafür, das war nie wirklich mein Ding." Hat sich das bei Zoe bewahrheitet oder steht er jetzt doch nachts auf?
Ich glaube, das Nachts-Aufstehen war Matthias‘ größte Angst vor der Geburt. (lacht) Wir haben aber tatsächlich sehr viel Glück mit Zoe, da sie mittlerweile schon fast durchschläft. Wenn sie dann aber doch mal aufwachen sollte, sitze ich sofort aufrecht im Bett  – ich glaube, das ist der Mutterinstinkt.

Ansonsten machen wir alles Hand in Hand und ich kann dem liebevollen Macho-Matthias da nur widersprechen und sagen: Du machst das alles so viel besser, als du dir zugestehst.
Die perfekten Voraussetzungen also für Baby Nummer zwei?
Wenn alles so entspannt abläuft wie bei Zoe: Ja! (lacht) Ich sage immer "Sag niemals nie", aber stand jetzt steht keine zweite Schwangerschaft an.

Unter dem letzten Urlaubsfoto mit Ihrer Tochter haben Sie viel Lob dafür bekommen, Zoe nicht komplett im Netz zu zeigen. Wird das auch so bleiben?
Wir sind zwar keine Menschen, die planen, aber bei Zoe sprechen wir wirklich eine Sprache und da sind wir uns einig, sie so lange wie nur irgendwie möglich beschützen zu wollen. Ich finde, dass ein so kleines, junges Wesen Zeit braucht, sich zu finden und zu entwickeln und dann direkt nach der Geburt ihr Gesicht in die Kamera zu halten, würde sich einfach falsch anfühlen. Solange es mir möglich ist, dieses kleine Ding zu beschützen, werde ich das tun. Wenn sie mit 18 einen eigenen Instagram-Account haben will, kann sie das selbst entscheiden und muss die Konsequenzen tragen. Bis dahin bleibt sie unser schönes Geheimnis.

Sie lassen in Ihre Songs auch persönliche Geschichten einfließen. Was ist das Persönlichste, über das Sie bisher gesungen haben?
In Titeln wie "Ich nicht" oder "Das kann ich ab" habe ich Sachen verarbeitet, die ich selbst erlebt habe. Dass ich darüber dann auch wirklich singe, haben viele am Anfang nicht verstanden. In beiden Songs geht es darum, dass es vollkommen egal ist, was andere Menschen über dich sagen, solange du dich gut fühlst. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Leute mir anfangs gesagt haben, dass das mit Matthias nichts wird – und jetzt? Sind wir fast zehn Jahre zusammen, zwei Jahre verheiratet und haben eine wunderbare Tochter. Die Meinung von anderen ist herzlich egal.

Gibt es ein Ereignis, worüber Sie niemals singen würden?
Nein. Ich spreche als Künstlerin gerne Themen an, die nicht zur heilen Welt des Schlagers gehören. Davor habe ich zwar Respekt, aber keine Angst.

Alle Daten zu Christin Starks "Rock mein Herz"-Clubtour: 15.10.2022 Stuttgart (Kulturquartier Proton), 18.10.2022 Köln (Kantine), 19.10.2022 Leipzig (Täubchenthal), 20.10.2022 Dresden (Alter Schlachthof), 21.10.2022 Hamburg (Stage Club), 23.10.2022 Berlin (Kesselhaus)

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