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Christian Lindner Er äußert sich zur Kritik an seiner Hochzeit

Franca Lehfeldt und Christian Lindner
Franca Lehfeldt und Christian Lindner
© Axel Heimken / Picture Alliance
Christian Lindner und Franca Lehfeldt haben vor Kurzem gleich zweimal "Ja" gesagt – bei einer standesamtlichen und einer kirchlichen Trauung. Für die letztere Zeremonie erntete der Politiker allerhand Kritik. Jetzt bezieht er Stellung.

Christian Lindner, 43, und Franca Lehfeldt, 32, haben sich auf Sylt die ewige Liebe geschworen. Am 7. Juli 2022 gaben sie sich bei einer standesamtlichen Trauung das Jawort, zwei Tage darauf folgte die kirchliche Zeremonie. Das löste eine regelrechte Debatte aus, wie die "Tagesschau" berichtete. Immerhin seien der Finanzminister und die Journalistin aus der Kirche ausgetreten. Dem Paar wurde daher vorgeworfen, die St. Severin Kirche in Keitum lediglich als ansehnliche Hochzeitslocation benutzt zu haben. 

Christian Lindner äußert sich zur Kritik wegen kirchlicher Trauung

Zu diesen Vorwürfen bezieht Lindner nun erstmals Stellung. Gegenüber dem evangelischen Magazin "chrismon" bestätigt er, dass er bereits im Alter von 18 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten sei. Warum er dennoch kirchlich geheiratet hat, erklärt er wie folgt: "Bekanntlich habe ich meinen Amtseid im vergangenen Jahr auf Gott geschworen. Aus einer Kirche auszutreten bedeutet schließlich nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten."

Auch die Tatsache, dass der FDP-Politiker herausgefunden habe, dass seine Vorfahren im 16. Jahrhundert protestantische Theologen und Pfarrer gewesen sein könnten, habe seinen "Blick auf die andere der beiden Konfessionen geöffnet."

Der kirchliche Segen bedeute ihm viel

Vor der Trauung hätten Lindner und Lehfeldt mehrere "seelsorgliche Vorgespräche" mit der Gemeindepastorin geführt: "Wir sind eigens nur für einen besonders ausführlichen Austausch für einen Tag vor einigen Monaten nach Sylt gereist. Pfarrerin Susanne Zingel hat uns beeindruckt. Wir haben aus den Gesprächen auch mehr über uns selbst erfahren."

Seiner Partnerin sein Eheversprechen bei einem – wie er betont – "richtigen Traugottesdienst mit Predigt" zu geben, habe dem 43-Jährigen zudem viel bedeutet. "Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig", so Christian Lindner. 

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"Ein Gottesdienst ist eben keine Dienstleistung"

Der gebürtige Wuppertaler stand außerdem in der Kritik, weil er den Dienst der Kirche in Anspruch nahm, den schließlich Kirchenmitglieder zahlen würden. Auf die Frage, ob er vorhabe, der Gemeinde als Dank für die Trauung Geld zu spenden, antwortet Christian Lindner bestimmt: "Wenn zwei Seelen um Segen bitten, sollte man nicht die finanziellen Gegenleistungen thematisieren, finde ich. Ein Gottesdienst ist eben keine Dienstleistung. Man darf aber davon ausgehen, dass der Gemeinde keinerlei wirtschaftlicher Nachteil entstanden ist. Mehr möchte ich zu diesem Aspekt nicht sagen."

Verwendete Quellen: tagesschau.de, chrismon.evangelisch.de

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