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Cheyenne Ochenknecht "Ich bin keine Tussi"

Cheyenne Ochsenknecht: "Ich bin keine Tussi"
© RTL / bluesparrow GmbH
Für die Liebe ist Cheyenne Ochsenknecht aufs Land gezogen. In GALA erzählt sie von ihrem Alltag auf dem Hof – als junge Mutter und demnächst als Ehefrau.

Als wäre ihr Familienname eine Prophezeiung gewesen! Nach einem Leben in der Millionen-Metropole Berlin zog Model und Influencerin Cheyenne Ochsenknecht, 21, vor einem Jahr aufs Land, in die Steiermark. Südwestlich von Graz führt sie jetzt mit ihrem Verlobten Nino Sifkovits, 25, einen Rinderzucht-Betrieb. 

Liebe und Landluft statt Großstadt-Flair

Cheyenne kümmert sich natürlich auch um die vielen Tiere, zurzeit aber vor allem um Töchterchen Mavie, die im März 2021 auf die Welt kam. Mavie ist das jüngste Mitglied im Ochsenknecht-Clan rund um Cheyennes Mutter Natascha, 57, sowie ihre Brüder Wilson Gonzalez, 31, und ihrem Bruder Jimi Blue, 30, deren Leben gerade in der Reality-Serie "Die Ochsenknechts" (Sky) zu verfolgen ist. Im GALA-Interview verrät die Tochter von Schauspielstar Uwe Ochsenknecht, welches Clan-Mitglied sich auf dem Hof schon ein Zimmer eingerichtet hat – und wie Ninos tierische Geschenke bei ihr ankommen.

Cheyenne Ochsenknecht im Interview: "Ich wusste, worauf ich mich einlasse"

GALA: Cheyenne, Ihr Verlobter Nino sagt, Sie seien schon eine echte Bäuerin. Hätten Sie das selbst von sich geglaubt?

Cheyenne Ochsenknecht: Ja. Tatsächlich wusste ich von Anfang an, worauf ich mich einlasse. Und hätte es nicht so gut funktioniert, wären Nino und ich heute nicht so ein Team.   

Vermissen Sie auf dem Land nicht die Restaurants und Shopping-Möglichkeiten?

Ich bin keine Tussi, dass ich das direkt vor der Haustür brauche. Wir haben hier aber ein Einkaufszentrum nebenan. Zwei Stunden weiter ist Wien, da finde ich auch alle Geschäfte. Natürlich würde ich mir mehr Lieferservices wünschen. Und dass der Supermarkt länger aufhätte, die machen nämlich schon um 18 Uhr zu. 

Sie sind junge Eltern und bewirten jetzt einen Hof – viel Verantwortung für Ihr Alter. 

Wir sehen das nicht so groß. Wenn wir das zu streng sehen würden und uns andauernd sagen: "Oh, das ist sehr wichtig hier alles", das wäre uns zu ernst. So sind wir einfach nicht.

Cheyennes Verlobter Nino Sifkovits züchtet italienische Chiania-Rinder (bis zu 1,80 Meter hoch). Seit einem Jahr gehört auch Töchterchen Mavie zu der kleinen Familie.
Cheyennes Verlobter Nino Sifkovits züchtet italienische Chiania-Rinder (bis zu 1,80 Meter hoch). Seit einem Jahr gehört auch Töchterchen Mavie zu der kleinen Familie.
© Isa Foltin / Getty Images

Wie gehen Sie mit Schwierigkeiten auf dem Hof um? 

Wenn etwas passiert, mit den Tieren zum Beispiel, müssen wir das hinnehmen. Wir glauben daran, dass nichts ohne Grund geschieht. Wenn wir uns jeden Tag Sorgen machen würden, wäre das sehr stressig.

Kürzlich ist ihr Stier Giacomo gestorben. 

Wir mussten ihn einschläfern lassen, er hatte zu starke Schmerzen in den Gelenken, das war so etwas wie Rheuma. Wir wollten nicht, dass er weiter leidet. Uns sind neulich auch Lämmer gestorben. Das ist nicht schön, aber so ist die Natur. 

Zu Giacomo hatten Sie ein besonderes Verhältnis.

Er war das erste Tier, zu dem ich Zugang hatte hier auf dem Hof. Am Anfang sagten mir Nino und sein Papa, ich solle mich lieber fernhalten von ihm. Ich kannte ihn ja noch gar nicht, und er war sehr stark und schwer. Aber ich war dann am Ende die Einzige, die in seinen Stall und ihn bürsten durfte. Ich konnte mit ihm kuscheln, und er hat immer ganz laut gemuht, wenn ich gegangen bin. Seinen Ring, den er in der Nase getragen hat, und seine Ohrmarke habe ich behalten. 

Zur Erinnerung?

Ja, und ich will mir auch noch ein Tattoo stechen lassen, das mich an ihn erinnert. Ich habe schon ein paar Tage geweint und Rosen vor seinen Stall gelegt und eine Kerze aufgestellt, als er gestorben ist.  

Wie sieht Ihr Hof-Alltag aus?

Nino steht meist gegen sieben Uhr auf und geht dann an die Arbeit. Ich schlafe, bis Mavie aufwacht, so zwischen acht und neun Uhr. 

Und wie geht es dann weiter?

Ich bin die meiste Zeit mit Mavie beschäftigt, ziehe sie an, mache Frühstück und spiele mit ihr. Mittags kommt Nino zu uns und wir essen gemeinsam. Nach Mavies Mittagsschlaf gehe ich dann mit ihr raus. Wenn sie im Kinderwagen schläft, kann ich Nino helfen. 

Ich trage auch mal Schmuck und meine Uhr im Stall

Sie stehen auch mit der Mistgabel im Stall?

Ja, aber bei den Rindern haben wir Tretmist. Da muss man das nicht täglich von Hand ausmisten, das wird maschinell gemacht. 

Haben Sie eine Extra-Stallkluft?

Nein, ich gehe mit meinen normalen Klamotten in den Stall. Ich trage da auch mal meinen Schmuck und meine Uhr. 

Keine Angst, nach Kuh zu riechen?

Die Sachen kann man ja waschen. 

Und wer kocht bei Ihnen?

Mittags ich, abends Nino. Wir haben auch eine Haushaltshilfe, die kommt zweimal die Woche für vier bis fünf Stunden und hilft beim Putzen und Wäschemachen. Ein Hof ist ja dann doch größer als ein normales Wohnhaus. Und so habe ich auch mehr Zeit für Mavie. 

Sie ist nicht in der Krippe?

Dafür ist sie noch zu klein. Und ich möchte jede Sekunde mit ihr genießen, solange es geht. Ich kann mir meinen Tag so einteilen, dass ich für sie da sein kann, ich habe ja keinen "Nine to five"-Job. An manchen Tagen legen wir uns einfach nur zusammen ins Bett und kuscheln. Inzwischen kann sie sich aber auch schon mal eine Stunde mit sich selbst beschäftigen. Und wir haben das Ritual, jeden Morgen per Facetime mit meiner Familie zu sprechen. Die sieht sie ja selten. Mein Vater lebt auf Mallorca, meine Brüder in Berlin. Meine Mutter ist häufig hier. 

Wer kommt besonders gerne zu Besuch?

Alle sind super gerne hier, sie genießen das wie einen Urlaub. Meine Brüder schlafen auch immer hier auf dem Hof, statt ins Hotel zu gehen. Wir grillen abends und sitzen zusammen. Meine Mutter hat sogar ihr eigenes Zimmer, das sie sich eingerichtet hat.   

Sie verkaufen das Fleisch ihrer Rinder. Essen Sie gerne Fleisch?

Nur noch unser eigenes. Da weiß ich, wie die Tiere leben, dass sie ein gutes Futter bekommen und dreimal so viel Platz haben, wie es vorgeschrieben ist. Sie sind bei uns den ganzen Sommer auf der Weide und haben den Stall, wenn sie sich unterstellen wollen. 

Haben Sie ein Lieblingstier?

Eigentlich nicht. Aber Nino hat mir zum Geburtstag ein Kälbchen geschenkt, in das ich mich verliebt hatte. Es heißt Oreo, weil es schwarz-weiß ist wie der Keks. Er hat mir auch einen Hasen zur Schwangerschaft geschenkt und ein Pony zu Weihnachten – und ein Schwein und ein Lamm. 

Wie haben Sie auf diese Geschenke reagiert?

Ich mag das. Es müssen ja nicht immer Schuhe oder eine Tasche sein. 

Von wem haben Sie das Anpackende gelernt, das Sie fürs Landleben brauchen? 

Wenn ich manchmal sehe, was mein Vater so anpackt, da denke ich mir schon öfter: "Krass, dass der das selber macht!" Mama ist aber auch eine, die immer anpackt. Sie macht bei sich alles selbst: Renovierungen, Schränke aufbauen. 

Sie sind mit 20 Jahren Mutter geworden. Auch, weil Ihre Eltern so gute Vorbilder waren?

Ich habe die besten Eltern überhaupt, aber das ist nicht der Grund. Es war ja auch so, dass mein Vater immer viel gearbeitet hat und meine Mutter viel im Krankenhaus war, als ich krank war [Natascha Ochsenknecht musste drei schwere Bauch-Operationen über sich ergehen lassen; Anm. d. Red.] Dass ich Mavie so früh bekommen habe, lag daran, dass ich mit Nino den richtigen Partner gefunden habe.  

Was lieben Sie an ihm?

Also, da könnte ich 30 Millionen Dinge aufzählen. Nino ist sehr loyal, sehr aufmerksam und sehr ruhig. Er bringt mich immer wieder runter, wenn ich mal die Geduld verliere. Es gibt so vieles an ihm, was ich liebe. 

Wann werden Sie heiraten?

Wir überlegen, dieses Jahr kleiner standesamtlich und nächstes Jahr dann groß zu heiraten. So eine Hochzeit muss man planen, und wir wollen alles selbst machen, ohne Wedding Planner. 

Schon erste Ideen?

Seit ich denken kann, weiß ich, wie mein Brautkleid aussehen soll.

Wie denn?

Einen Designer habe ich noch nicht, aber es soll eng und ganz klassisch sein. Lange Schleppen finde ich total schön. Und ich werde mich ein paarmal umziehen, also gleich mehrere Brautkleider haben.

Wo möchten Sie feiern?

Auf Mallorca würde gut passen, aber der Hof ist natürlich schön familiär. Da könnten wir grillen, und wenn es regnet, feiern wir in der Scheune. Vielleicht feiern wir klein hier und eine große Party auf Mallorca. 

Auf jeden Fall romantisch, oder?

Ich bin eine totale Romantikerin! Eine Pferdekutsche brauche ich nicht, aber sonst, klar – Ringe, Torte, alles, was dazugehört. Und wer dann beim Torte-Anschneiden die Hand oben hat, ist ja auch klar (lacht).

Gala


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