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Cheyenne Ochsenknecht "Ich hatte Selbstmordgedanken"

Cheyenne Ochsenknecht
© Getty Images
Cheyenne Ochsenknecht spricht nun ganz offen über ihre schlimmen Erfahrungen mit Mobbing. Die Influencerin dachte sogar an Selbstmord.

Cheyenne Ochsenknecht, 20, könnte aktuell glücklicher nicht sein. Die Tochter von Natascha, 56, und Uwe Ochsenknecht, 64, ist im sechsten Monat schwanger, wohnt neuerdings mit ihrem Freund in Österreich und freut sich auf ihre eigene Familie. Doch es gibt noch ein weiteres Thema, das Cheyenne momentan und auch schon seit Jahren immer wieder beschäftigt und das alles andere als positiv ist: Mobbing. Die 20-Jährige dachte deswegen sogar an Selbstmord.

Cheyenne Ochsenknecht erzählt von ihren ersten Mobbing-Erfahrungen

Über diese schwierige Zeit, in der Cheyenne keine Freude mehr am Leben hatte, sprach sie jetzt mit RTL. Anlass ist ihr Buch "Wehr dich", das sie zusammen mit ihrer Mutter Natascha geschrieben hat. Die beiden Frauen wollen aufklären, aufrütteln und vor allen Dingen helfen. Denn so wie Cheyenne geht es vielen jungen Menschen in Deutschland. Um diese zu erreichen, erzählt die Influencerin auch von ihren eigenen Erfahrungen mit Mobbing:

"Der erste Moment war in der Schule. Natürlich gab es immer Beleidigungen von Mitschülern, die ich bekommen habe oder blöde Sprüche 'du hast ne gute Note geschrieben und ich nicht, Streber'. Aber das Schlimmste war, es gab einen in unserer Klasse, der war Heimkind, kam aus nicht so guten familiären Verhältnissen und musste das anscheinend nach außen tragen, seine ganzen Mitschüler mobben und ärgern. Ich war das Mobbing-Opfer Number one. Es ging soweit, dass es richtig schlimm wurde, mit bespucken und schlagen und Sachen klauen."

Erst eine Therapie hat ihr geholfen

Für die meisten Kinder und Jugendlichen endet die Zeit des Mobbings zum Glück mit dem Schulabschluss. Bei Cheyenne ging es damit erst richtig los, denn das jüngste Kind der Ochsenknechts stand schon sehr früh im Rampenlicht und würde dort auch bleiben. Besonders im Internet wurden die Sprüche inklusive Mord- und Vergewaltigungsandrohungen so schlimm, dass Cheyenne einfach nicht mehr weiter wusste.

"Es gab Momente, wo ich Selbstmordgedanken hatte"

"Es gab Momente, wo ich Selbstmordgedanken hatte. Das ist auch verständlich. Wenn man sich in dem Buch durchliest, was ich alles durchgemacht habe. Aber ich habe mit drei Psychologen gesprochen. Meine letzte Therapie habe ich dieses Jahr beendet. Das hat mich gestärkt, auch mal mit einer neutralen Person darüber zu reden." Zusätzlich entschieden sich Cheyenne und ihre Familie dazu, einige der schlimmsten Mobber anzuzeigen.

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Mit Hilfe von ihren Eltern und professionellen Therapeuten hat es Cheyenne geschafft, mit dem Thema Mobbing, welches sie wahrscheinlich auch weiterhin in ihrem Leben begleiten wird, umzugehen. Mit ihrem Buch will sie auch anderen Opfern aufzeigen, was sie genau tun können, damit sie nicht mehr unter dem Hass anderer Menschen leiden müssen.

Verwendete Quellen: vip.de

jno Gala

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