Chester Bennington: Er schrieb einen Brief an Chris Cornell

Nachdem der Tod des "Linkin Park"-Sängers Chester Bennington öffentlich wurde, waren viele fassungslos. Doch gab es bereits Anfang des Jahres Vorzeichen, die alle hätten warnen können?

Chester Bennington (†41)

Diese Frage wird die Beteiligten noch lange beschäftigen! Chester Bennington, der Frontmann der Band "Linkin Park", ist am 20. Juli um 9 Uhr amerikanischer Ortszeit tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden worden. Laut des Entertainment-Portals "TMZ" soll sich der 41-Jährige selbst das Leben genommen und sich erhängt haben. "Warum?" lautet nun die wohl schmerzlichste aller Fragen unter Familienangehörigen, Freunden und Fans. Aufschluss könnte ein Brief geben, den Bennington kurz vor seinem Tod an seinen besten Freund geschrieben hat.

Schockierende Parallelen zum Tod von Chris Cornell

Es ist ein Detail, das nach dem überraschenden Suizid des Nu-Metal-Sängers eine tragische Bedeutung erlangt: Der beste Freund von Chester Bennington war Chris Cornell, der Frontmann der Band "Soundgarden". Er war am 18. Mai 2017 im Alter von 52 Jahren in einem Hotel gestorben Todesursache: Suizid durch Erhängen. Eine schockierende Parallele zwischen den beiden Männern, die mehr sein könnte als purer Zufall. Denn der Todestag von Bennington ist der Tag, an dem Chris Cornell im Jahr 1964 geboren wurde. Dass sein Vertrauer sich das Leben genommen hat, schien den "Linkin Park"-Sänger in seinen Grundfesten zu erschüttern. Das wird in einem öffentlichen Brief deutlich, denn der Grammy-Gewinner am Todestag von Cornell veröffentlichte.

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Chester Bennington verfasste einen Brief an Chris

"Mit all meiner Liebe an Chris Cornell", lautet die rührende erste Zeile des Textes, der wie eine Liebeserklärung klingt. Er habe in der letzten Nacht an ihn gedacht und geweint, schreibt der "Crawling"-Sänger über Cornell. "Ich weine immer noch. Aus Traurigkeit, genauso wie aus Dankbarkeit, dass ich einige besondere Momente mit dir und deiner wundervollen Familie teilen durfte. Du kannst dir nicht vorstellen, auf wie viele Arten du mich inspiriert hast." Das Band der Männer war so eng, dass Bennington Pate für Cornells Sohn Christopher Nicolas war. Umso schmerzlicher der plötzliche Verlust der Freundschaft. "Ich kann mir eine Welt ohne dich nicht vorstellen", beschrieb Bennington seine Trauer. "Ich bete, dass du im nächsten Leben deinen Frieden findest (...). Danke, dass du mir erlaubt hast, ein Teil deines Lebens zu sein."

Chris Cornell 

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Konnte er den Abschied von seinem guten Freund nicht ertragen?

Bennington hatte zu Lebzeiten mit vielen Dämonen zu kämpfen gehabt. Dazu gehörten Depressionen, Alkoholsucht, sexueller Missbrauch im Kindesalter durch einen Freund der Familie, der Krebstod seines Stiefvaters, ein Burnout 2015 und eine schwere Fußverletzung im Jahr 2016. Schicksalsschläge, die ihre Spuren in der Seele des Sängers hinterließe. "Ich hatte einfach die Schnauze voll von der Welt. Ich wollte nichts mehr machen, wollte niemanden sehen. Einmal habe ich meinem Therapeuten gesagt, dass ich nichts mehr hören kann. Ich war sogar soweit zu sagen, dass ich kein Mensch mehr sein wollte", sagte Chester in einem Interview mit der "BILD"-Zeitung.

Zuletzt, hieß es, habe er sich auf dem Weg der Besserung befunden und stabil gewirkt. War der Verlust von Chris Cornell etwa der entscheidende Rückschlag, den Bennington nicht mehr verwinden konnte? 

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Beratung über E-Mail ist ebenfalls möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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