Charlotte Casiraghi: Begehrt wie Grace Kelly

Sie ist schön, talentiert und ehrgeizig: Charlotte Casiraghi will die internationale Filmszene erobern. Ob Hollywood der Monegassin schon bald zu Füßen liegt wie einst ihrer Großmutter?

Charlotte Casiraghi, Grace Kelly

Es war eine Woche voller Höhen und Tiefen. Beim Springreitturnier in Ramatuelle fiel Charlotte Casiraghi, 28, unsanft vom Pferd . Und die französische Zeitschrift "Voici" titelte, zwischen der Monegassin und ihrem Partner, dem französischen Komiker Gad Elmaleh, 44, sei alles aus , Charlotte sei bereits mit Sohn Raphaël, 1, aus der gemeinsamen Wohnung in Paris ausgezogen. Ein Gerücht, welches das Paar umgehend mit einem Kuschel-Marathon in Saint-Tropez entkräftete.

Berufliche Ambitionen

Ginge es nach Charlotte Casiraghi, müsste sich die Welt nicht für ihr privates Glück interessieren, sondern ausschließlich für ihre beruflichen Ambitionen. Und die richten sich – neben dem Reitsport – neuerdings auf die Filmwelt. Die Liebe zum Kino liegt bei den Grimaldis in den Genen, spätestens seit sich Hollywood-Ikone Grace Kelly 1955 in den damaligen monegassischen Fürsten Rainier verliebte und ihn nur ein Jahr danach in einer Zeremonie heiratete, die vom Hollywood-Studio MGM mitgeschnitten und auf die Leinwand gebracht wurde.

Gute Gene: Auf dem roten Teppich strahlt Charlotte Casiraghi (in Gucci) eine Anmut und Grazie aus, die an ihre Oma Grace Kelly erinnert. 1955 erhielt die Amerikanerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin für "Ein Mädchen vom Lande".

Sechzig Jahre nach Grace Kellys schicksalhaftem Besuch bei den Filmfestspielen in Cannes ist es nun ihre Enkelin Charlotte, die mit der internationalen Filmwelt flirtet. Als sie im blumengemusterten Sommerkleid über den roten Teppich des diesjährigen Festivals schreitet, rufen die Fotografen hysterisch ihren Namen, können gar nicht genug Bilder von der schönen Monegassin bekommen. An ihrer Seite: nicht etwa Gad, der zur selben Zeit in Amerika auf Tournee ist, sondern Alessandro Michele, Kreativchef von Gucci. Seit vielen Jahren fungiert Charlotte als Testimonial für das italienische Modehaus . Für Cannes hat es Viscontis Klassiker "Rocco und seine Brüder" restaurieren lassen und Charlotte als Stargast eingeladen.

Die ersten Schritte sind getan

"Ich liebe das Festival nicht nur als magischer Schauplatz, sondern vor allem wegen der Filmkunst", betonte Prinzessin Carolines Tochter gegenüber der italienischen "Vogue". Auch am Drehbuchschreiben und an der Filmproduktion sei sie sehr interessiert. Charlotte, die an der Pariser Sorbonne Philosophie studiert hat, ist eine Frau, die Worten Taten folgen lässt. Schon vor mehr als vier Jahren gründete sie gemeinsam mit Freundinnen eine Produktionsfirma namens Swoon Productions. Bislang nahm die Firma, die genau wie Charlotte in Paris und Monaco beheimatet ist, nur kleinere Aufträge wie die Fertigung von Musikvideos an. Doch Charlotte ist ambitioniert genug, um größere Ziele ins Auge zu fassen. Warum nicht auch Hollywood?

Der Grace-Kelly-Zauber

Auffallend oft reiste sie in den vergangenen Monaten nach L. A. – nicht nur weil auch Gad Elmaleh das ehrgeizige Ziel verfolgt, das US-Publikum zu erobern. Wie ein Superstar wurde Charlotte gefeiert, als sie im November 2014 eine Party zu Ehren von Regisseur Quentin Tarantino im legendären Los Angeles County Museum of Art besuchte. Mühelos bewegte sie sich zwischen Stars wie Salma Hayek, Kate Hudson und Jennifer Lopez. Ihre Schönheit schien überirdisch und erinnerte nicht wenige an die legendäre Großmutter. Dass Grace Kellys Zauber bis heute in Hollywood wirkt, war auch im Februar spürbar, als Filmboss Harvey Weinstein Charlotte den roten Teppich ausrollte und sie mit Gad zur Pre-Oscar-Party einlud.

"Sie ist mehr als eine Schauspielerin"

Ihre guten Kontakte zur Filmbranche nutzt die Nummer sieben der monegassischen Thronfolge geschickt, um selbst im Business Fuß zu fassen. "Die besten Chancen in Hollywood hat Charlotte, wenn sie eine Menge Geld mitbringt, ihre eigene Produktionsfirma nutzt und Filmprojekte findet, die bei den Studios gut ankommen", so ein Mitarbeiter des Fachblatts "Hollywood-Reporter" zu GALA. Doch er warnt auch: "Grace Kelly war eine Ikone, aber ihre Enkelin hat deshalb noch lange keinen Freifahrtschein in Hollywood." Zugegeben, Grace Kellys Fußstapfen sind groß. Doch es gibt viele, die ihrer Enkelin eine steile Karriere zutrauen, auch im Filmgeschäft.

Fashion-Looks

Der Style von Charlotte Casiraghi

Fast keine beherrscht den ungezwungen French-Style so gut wie Charlotte Casiraghi. Für die Filmpremiere von "Le Meilleur reste a venir in Paris" entschied sich die schön Monegassin für eine Lederhose im schmalen Haremsschnitt, die an den Beinen in einer Raffung endet und die sie mit zu einem lässigen Dark-Denim-Hemd kombiniert. Dazu einen passenden Wollmantel im Partnerlook mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Dimitri Rassam übergeworfen und fertig ist der perfekte Date-Look. 
Ihr erneutes Fehlen am Nationalfeiertag der Monegassen hatte Fragen aufgeworfen. Schon im Jahr 2018 hatte sie bei den Feierlichkeiten der königlichen Familie gefehlt, weil ihr Sohn gerade erst zur Welt gekommen war. Dieses Jahr ist über einen Grund für ihre Abwesenheit nichts bekannt. Nur wenige Tage nach dem Feiertag ist Charlotte Casiraghi jetzt zurück in der Öffentlichkeit und absolviert einen Termin in Paris. 
Sie trägt die perfekte Herbstkombi: Ein dunkelgrauer, schienbeinlanger Rock und der schwarze Rollkragenpullover halten sie warm. Dazu kombiniert sie stylische Boots, ihr Pony fällt der Monegassin ins Gesicht. Sie zeigt sich ohne Make-up und mit einem makellosen, wenn auch müden Teint. 
Zuletzt hatte sie sich Anfang Oktober auf dem roten Teppich einer Montblanc-Veranstaltung in Paris gezeigt. In einem eleganten Schwarz-Weiß-Look und mit frischem Make-up posiert sie für die Fotografen. 

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"Charlotte hat eine fantastische Gabe. Sie bewegt sich traumhaft professionell vor der Kamera. Sie besitzt die Gene, eine große Schauspielerin zu werden", so Star-Fotograf Peter Lindbergh, der Charlotte für die große Gucci-Kampagne "Forever Now" inszenierte. Oder wie Gucci-Chefdesigner Alessandro Michele es formuliert: "Sie ist mehr als eine Schauspielerin – sie ist ein Naturerscheinung!"

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