Charlize Theron: "Es fühlt sich an, wie über zerbrochene Glasscherben zu laufen"

Charlize Theron feiert derzeit mit ihrem aktuellen Kinofilm "Long Shot" einen weiteren Karriereerfolg. Obwohl alles rund läuft, geht die Schauspielerin nicht angstfrei durchs Leben. GALA traf die Oscar-Gewinnerin zum Gespräch 

Charlize Theron, 43, gehört zu der A-Liga Hollywoods. Als GALA sie in Los Angeles zum Interview trifft, erscheint Charlize im weißen Minirock, grauen Wollpullover und einem Tee in ihrer Hand. Ihr Look ist überraschend unkonventionell und dennoch scheint der Filmstar mindestens zehn Zentimeter über dem Boden zu schweben und auf eine besondere Weise zu leuchten. Was für eine Frau! Doch der selbstsichere Schein trübt.

Für Charlize Theron gehören große Emotionen zum Leben dazu

GALA: Sie sehen so aus, als könnte nichts und niemand Sie einschüchtern. Stimmt das?

Izabel Goulart

Heiße Tanzstunde mit ihrem Verlobten Kevin Trapp

Kevin Trapp, Izabel Goulart
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©Gala / Stern

Charlize Theron: Nein, das stimmt nicht. Mir macht alles in dieser Welt Angst! Aber es gibt mir Selbstvertrauen zu wissen, dass ich nicht der einzige Mensch auf dieser Erde bin, den das Leben manchmal einschüchtert.

Wann schüchtert Sie das Leben ein?

Jeden Tag. Ich bin Mutter zweier Kinder. Als Mom sitzt man immer zwischen den Stühlen: Es ist nicht leicht, die Balance zwischen zahlreichen Verpflichtungen und der eigenen Unabhängigkeit zu wahren. Frauen dürfen sich selber als Menschen nicht vergessen.

Frauen müssen immer härter arbeiten

Und wie können Frauen das schaffen?

Herausforderungen können zwar auf den ersten Blick einschüchternd wirken, aber wir wachsen an ihnen. Ich bin nicht diese Person, die morgens aufwacht und denkt, den Tag zu rocken. Das was ich vorhabe oder auch tun muss, gibt mir immer ein kleines Angstgefühl. Es schüchtert mich ein. Gleichzeitig würde ich es hassen mit geschlossenen Augen durchs Leben zu laufen und diese ganzen Emotionen nicht zu spüren. 

Charlize Theron möchte mit ihren Filmen eine Aussage machen

In Ihrem letzten Film „Tully“ haben Sie eine alleinerziehende Mutter gespielt, die gerade ihr drittes Kind zur Welt gebracht hat und insgesamt ziemlich überfordert ist. In Ihrem neuen Film „Long Shot“ kandidieren Sie für die Präsidentschaft. Sind die zwei Frauen tatsächlich so unterschiedlich?

Nein, beide sind auf ihre Weise unglaublich stark. In der Realität ist es höchste Zeit für Amerikas erste Präsidentin. Im Vergleich zu Männern, müssen Frauen immer etwas härter arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Es fühlt sich an, wie über zerbrochene Glasscherben zu laufen.

In „Long Shot“ will der amtierende Präsident sein Amt aufgeben und ein Filmstar werden. Es ist zwar überspitzt dargestellt, scheint aber gar nicht so entfernt von der Realität zu sein, oder?

Wir haben vor fünf Jahren angefangen an dem Projekt zu arbeiten. Damals hätte ich nie gedacht, dass es eines Tages so starke Parallelen zwischen dem Drehbuch und der Realität geben könnte. Es fühlt sich richtig an, diese wichtigen Themen auf eine humorvolle Art und Weise zu transportieren. Ich bin nicht der Typ für reine Komödien. Mit dem Film unterstütze ich Frauen in der Politik, die unsere Spielregeln neu schreiben. Das ist höchste Zeit.  

Starke Vorbilder

Das sind die größten Powerfrauen

Könnte Emma Watson zaubern wie Hermine Granger, sähe die Welt sicherlich schon ein Stück besser - vor allem aber gerechter - aus. Erst am 5. März 2019 hat die Schauspielerin am "Gender Equality Council" in Frankreich teilgenommen und mit starken Frauen wie Nadia Murad an einem Tisch gesessen. Das Thema: die Rechte der Frauen stärken und für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sorgen.
Bei den Golden Globes 2019 hält Glenn Close eine Rede, die ihr sowohl im Saal als auch vor den Fernsehern viel Applaus einbringt. "Wir Frauen sind Erzieher, wir haben unsere Kind und unsere Partner, wenn wir Glück haben. Aber wir müssen auch unsere persönliche Erfüllung finden. Wir müssen unsere Träume verwirklichen, wir müssen sagen 'Ich kann das' und ich denke, wir sollten das Recht haben, es dann auch zu tun“, sagt sie, als sie ihren Award entgegennimmt. Damit richtet sie sich mit einer äußerst starken Message an alle Frauen, die sich selbstverwirklichen wollen und sollen.
Schon lange bevor Amal den Hollywood-Größe George Clooney heiratet, ist sie der wahre Star der beiden. In 2000 schließt sie ihr Studium in Oxford ab, hängt einen Master in New York an und arbeitet von dort an als erfolgreiche Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin. Bei der "Pennsylvania Conference for Women" Ende 2018 tritt sie als eine der Hauptsprecherinnen auf und fordert, dass jedem gleichermaßen zugehört wird - ganz unabhängig von seinem Geschlecht.
Sara Nuru gewann 2009 die vierte Staffel von "Germany's Next Topmodel", doch mittlerweile ist sie so viel mehr: Mit ihrem Unternehmen "nuruCoffee" verkauft sie fair gehandelten Kaffee aus Äthiopien und unterstütz so Hilfsprojekte und vor allem Frauen in ihrer Heimat, sie ist Botschafterin der deutschen NGO "Menschen für Menschen" und nutzt ihre Bekanntheit, um sich für einen bewussteren Umgang mit der Umwelt stark zu machen. 

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Der Film "Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich" mit Charlize Theron und Seth Rogan wird ab dem 20. Juni in den deutschen Kinos zu sehen sein.

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