Charlie Sheen: Winning? Nicht vor Gericht

Medienstar Charlie Sheen stieß mit seinem Versuch, seiner Ex Brooke Mueller das Sorgerecht für die gemeinsamen Söhne abzunehmen, beim Richter auf taube Ohren

Charlie Sheen wollte das volle Sorgerecht für seine Söhne Bob und Max. Dafür war am Dienstag in Los Angeles ein Gerichtstermin anberaumt. Dafür hatte der umstrittene Pöbelstar Hoffnung geschöpft, als es in der Vorwoche hieß, seine Exfrau, die Kindsmutter Brooke Mueller, sei zu einem der verpflichtenden Drogentests nicht angetreten. Beide Eltern - Charlie ebenso wie Brooke Mueller - kämpfen seit Jahren mit Suchtproblemen und waren schon in vielen Kliniken zu Gast.

Charlie Sheen hält sich derzeit für die stabilere Person im Umfeld seiner Kinder - sich selbst, den durchgeknallten Ex-Serienstar, der seinen Produzenten beschimpfte und seine Kündigung aus der Erfolgsserie "Two and a Half Men" forcierte. Der nun in Begleitung von zwei Sexgespielinnen und Mitbewohnerinnen, die er "Göttinnen" nennt, durch die Staaten tourt und Döntjes aus seinem Leben erzählt - mal begleitet von Applaus, mal unter Fußscharren der Leute, die protestierend oder gelangweilt den Saal verlassen.

Möglicherweise rückfällig und dennoch besser für die Sorge um die Söhne geeignet, entschied ein Richter: Brooke Mueller.

Dieser Lebensentwurf überzeugte den Richter, der in Los Angeles hinter geschlossenen Türen mit den Parteien und ihren Anwälten saß, nach Berichten der US-Klatschblogs "Radar Online" und "Tmz.com" nicht. Und das, obwohl Brooke Muellers Augen und ihr Gang glasig gewirkt haben sollen: Sie behält das Sorge- und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Zweijährigen, so wie im Urteil vom 10. März 2011 festgelegt. Muellers Mutter, Moira Fiore, soll sie bei der Sorge um die Söhne unterstützen, während die blonde Immobilienmaklerin wieder in Suchtbehandlung ist.

Sheen flog mit seiner Freundin direkt nach der Verhandlung nach Washington, um abends seine "Torpedo of Truth"-Tour fortzusetzen. Seinem zeitweise so eifrig betriebenen Twitter-Kanal ist kein Statement zu der für ihn negativen Entscheidung zu entnehmen.

cfu

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche