Charlie Sheen: Von wegen spendabel

Charlie Sheen verlangt für seine Live-Shows unverschämte Wucher-Preise. Dagegen wirkt seine Ein-Euro-Spende an Japan fast wie Hohn

Vor wenigen Tagen überraschte Charlie Sheen noch positiv. Der "Two and a Half Men"-Star kündigte an, er spende einen Dollar (rund 70 Cent) pro verkaufter Karte für seine Live-Show "My Violent Torpedo of Truth" an die Erdbeben-Opfer in Japan. Was auf den ersten Blick sehr löblich ist, wirkt in Anbetracht der unverschämt hohen Ticketpreise für die Show fast lächerlich. Laut "People" kosten allein die Karten für die Vorstellungen in der New Yorker Radio City Music Hall zwischen 80 und unglaublichen 500 Dollar. Die Konzerthalle, die ungefähr 6.000 Plätze umfasst, ist für zwei Shows restlos ausverkauft.

Bedenkt man, dass auch Charlies Live-Shows in Detroit und Chicago binnen weniger Minuten ausverkauft waren und sein Management die Tour deshalb um weitere 19 Shows erweitert hat, lässt sich schnell errechnen, welch nettes Millionen-Sümmchen der Schauspieler dabei für sich zusammenbekommt. Sicherlich hätte es dem Schauspieler, der in den letzten Wochen hauptsächlich Schlagzeilen durch seine Drogen-Exzesse und unkontrollierten Wutausbrüche gemacht hat, nicht weh getan, ein par Dollar mehr an Japan abzutreten. Vor allem wenn zu befürchten ist, dass der restliche Erlös aus seinen Shows für Alkohol, Drogen und Prostituierte verschleudert wird.

Da ist es fast schön, dass nicht nur Charlie Sheen Profit aus seiner nicht ganz nachzuvollziehenden Beliebtheit schlägt. Eine Bäckerei in Los Angeles verkauft neuerdings Kekse mit Charlie-Sheen-Portrait und der Aufschrift "Winning!". Die Beschriftung dürfte auch Programm sein. Die Kekse finden mit Sicherheit reißenden Absatz.

rbr

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