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Charlie Sheen Kein "Emmy" für Charlie


Da hat sich der sonst so gar nicht bescheidene Charlie Sheen die Chance auf einen Triumph entgehen lassen: Weil er die Bewerbungsfrist für die "Emmy"-Awards versäumte, steht er nicht auf der Nominierungsliste

Eigentlich ist Charlie Sheen bekannt dafür, keine Gelegenheit auszulassen, um sich der Welt als dubiosen Helden zu präsentieren. Doch genau eine solche Chance hat der skandalträchtige Schauspieler nun verstreichen lassen: Die letzte Aussicht auf einen "Emmy" für seine Rolle als Charlie Harper in der Erfolgsserie "Two and a Half Men", aus der er im April wegen seiner diversen Exzesse und peinlichen öffentlichen Auftritte rausgeschmissen wurde.

Alle Einreichfristen sind mittlerweile verstrichen. Die "Academy of Television Arts & Sciences" hat die diesjährige Nominierungsliste für die "Emmys" bereits veröffentlicht. Doch nicht nur Charlie Sheens Name fehlt auf der Liste, auch die Serie "Two and a Half Men" ist nicht in der Rubrik "Comedy" vertreten. Laut einer Pressemeldung der "Warner Bros. Studios" haben sich die Macher der Serie gegen eine Teilnahme beim Rennen um den wichtigsten Fernsehpreis entschieden. Grund dafür seien - wie sollte es auch anders sein - die Negativschlagzeilen, für die Ex-Serienstar Charlie gesorgt hatte.

Doch Charlie Sheen hätte dem Serienboss Chuck Lorre nach diversen Streitereien und dem Rausschmiss aus der Sendung ein echtes Schnippchen schlagen können. Den Seriendarstellern steht es frei, selbst eine Bewerbung für einen "Emmy" einzureichen. Vier Mal war er bereits für seine Rolle als Charlie Harper nominiert und vier Mal musste er zusehen, wie ihm jemand anders den Preis vor der Nase wegschnappte.

Zunächst sah es noch so aus, als würde Charlie diese Chance nutzen. Die erste Frist am 29. April ließ er zwar verstreichen, aber Dank seiner offensichtlich besser organisierten Ex-Serienkollegen, die ihre Bewerbungen pünktlich bekanntgaben, drückten die Organisatoren auf die Bitte eines Sprechers von Charlie noch einmal ein Auge zu. Doch Charlie versäumte auch die endgültige Abgabefrist am 25. Mai. "Es ist jedem selbst überlassen, ob er teilnehmen will oder nicht," erklärte der Academy-Chef John Schaffner in Bezug auf Charlies Fehlen auf der Liste gegenüber dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter". "Es war seine Entscheidung."

Vielleicht liegt das Versäumen der Fristen daran, dass er mittlerweile ziemlich allein auf weiter Flur steht: Sheens langjähriger Sprecher Stan Rosenfield kündigte und seinen Manager schmiss Charlie kurzerhand raus. Und er selbst scheint zwischen Twitter-Nachrichten, Partys und dem Leben mit seinen "Göttinnen" keine Zeit zu finden, einen Terminplan zu führen. Schade eigentlich, dass die Welt nun Charlie Sheens mit Sicherheit unterhaltsamer Dankesrede nicht lauschen werden kann - falls er tatsächlich gewonnen hätte.

kse

gala.de


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