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Cathy Fischer Fünf Karriere-Tipps

Cathy Fischer
Cathy Fischer
© Picture Alliance
Cathy Fischer steht im Kreuzfeuer ihrer Kritiker - mal wieder. Wir geben ihr Tipps, wie es endlich rund läuft

Eigentlich wollte sie über das Tanz-Parkett schweben. Wie eine Elfe. Den "Let's Dance"-Pokal mit ihren zierlichen Händen in die Höhe recken. Endlich mal als Siegerin hervorgehen. Statt immer nur für jedes Wort, jede Äußerung, medial hingerichtet zu werden. Jahrelang.

Ihr Ziel: oben! Das ist da, wo man ohrenbetäubenden Applaus und bewundernde Blicke in sich aufsaugen kann. Das ist das Gegenteil von jetzt.

Cathy tritt auf der Stelle, verstrickt sich. Fällt. Sie schafft es einfach nicht, die Öffentlichkeit für sich einzunehmen. Sogar in einer Tanz-Show wie "Let's Dance", in der natürlich mehr getanzt als gesprochen wird, stellt sie sich ein Bein. Zum Beispiel mit Aussagen wie, ihr Job sei "Fashionista". Da wurde selbst die eher hölzern wirkende Sylvie Meis ganz schön spitzzüngig.

"Mein Ziel ist das Finale", sagte Cathy Fischer kürzlich noch im Interview mit "Spot on News". Doch mit dem Startschuss fiel auch der Vorhang. Als ihr Aus verkündet wird, stehen ihr die Tränen in den Augen. Ihre Enttäuschung ist offenkundig. Sie ringt sich gerade so noch ein teilnahmsloses Lächeln ab, als sie ihren Tanzpartner Marius Iepore umarmt. Wirkt in sich gekehrt. Kraftlos. Verletzt. Traurig. Als hätte sie all ihre Hoffnung in diese TV-Show gesetzt. So niedergeschlagen wie sie, wirkte in sämtlichen "Let's Dance"-Staffeln wohl noch kein Teilnehmer.

Man möchte zu ihr laufen, sie umarmen, trösten und Tipps geben.

Regel Nr. 1: Zurückziehen, wenn der Shitstorm wütet

Kaum hatte sie die Tanzschuhe von den Füßen gestreift, liefen ihre Kritiker zur Hochform auf. Hunderte Kommentare wurden in die Tastaturen getippt. Viele nette. Noch mehr böse.

Ein kleiner Auszug: "Person des öffentlichen Lebens, Moderatorin, Kolumnistin. Ich lach mich schlapp. Wer bitte ist Cathy Fischer?" Und: "Gott sei Dank raus, dieser Z-Promi." Auch: "Oberflächlich, mediengeil, dümmlich. Alles Klischees, die wie die Faust aufs Auge auf diese Frau passen. Sie wollte wohl so gerne der Ex-Spielerfrau und Plastikbarbie Sylvie Meis nacheifern. Und nein, das ist nicht bösartig. Wer dermaßen ins Rampenlicht drängt, darf nicht nur mit Applaus rechnen. Man kann nur hoffen, dass Mats Hummels schwul ist, und diese Person als Alibifrau benutzt."

Das sind sehr verletzende Kommentare. In hundertfacher Ausführung bilden sie einen scharfen Speer, der labile Menschen durchaus zum Psychologen treiben könnte. Nur weil jemand in der Öffentlichkeit steht, heißt es nicht, dass ihn all diese Sätze nicht berühren.

In dieser Situation sollte man sich zurückziehen. Sich all diese Kommentare auf keinen Fall durchlesen. Den Shitstorm abebben lassen. Stattdessen facht Cathy Fischer ihn erst richtig an - und beschwört einen wütenden Tornardo herauf. Auf Instagram teilt sie ein Foto von ihrem Pulli, auf dem zwei Boxhandschuhe abgebildet sind. Doch viel interessanter: Daneben steht ein kleiner Aufsatz, warum, wieso, weshalb es bei "Let's Dance" nicht so gelaufen ist, wie sie es sich gewünscht hat. Ellenlange Ausführungen, die sie nicht hätte aufzählen müssen. Im Gegenteil: Sie erntet damit noch mehr hämische Kommentare. Daher: über die Niederlage Gras wachsen lassen. Auch, wenn es schwerfällt.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
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Regel Nr. 2: Nie einfach losplappern - nie!

Wenn Hans und Franz bei einer Straßenumfrage fürs Fernsehen Quatsch erzählen, dann interessiert das niemanden. Kennt ja auch keiner. Die haben keine Fanseiten. Keine sonstigen öffentlichen Profile. Bei jemandem wie Cathy Fischer ist das ganz anders. Sie sucht die Öffentlichkeit. Sie muss ganz besonders aufpassen, was sie sagt und wie sie sich in Szene setzt.

Natürlich ist nicht jeder Mensch eloquent. Nicht jeder kann als Moderator vor der Kamera arbeiten, nicht jeder kann keck auf fiese Fragen kontern. Manch einer könnte, ist aber zu nervös, wenn ihm das Mikrofon vor den Mund geschoben wird. Manch einer will irgendwas Geistreiches sagen und dann sprudelt ein blöder Spruch aus dem Mund - passiert jedem irgendwann mal. Wenn es überhand nimmt, wird's schwierig - vor allem bei einer prominenten Person.

Was Cathy Fischer tatsächlich kann oder nicht kann, vermögen wir nicht zu beurteilen.

Dennoch ist eines klar: Die Äußerungen der 27-Jährigen haben auch schon in der Vergangenheit für Furore gesorgt - nicht nur bei "Let's Dance". Das alles hat sich zusammengeläppert und ein unschmeichelhaftes Bild von ihr gezeichnet.

Vielleicht ist Cathy Fischer einfach keine geborene Moderatorin wie beispielsweise ein schlagfertiger Thomas Gottschalk. Oder auch eine Daniela Katzenberger: Die spielt Verbal-Ping-Pong in der ersten Liga. Pamm, Pamm, Pamm - Tor! Sie ist witzig, spielt mit dem Blondinen-Image, ohne tatsächlich dumm zu sein.

Regel Nr. 3: Das befleckte Image aufpolieren

Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Noch strampelt es im Wasser. Damit es nicht ertrinkt, bedarf es folgender Maßnahme der ersten Hilfe: positiv auffallen. Zum Beispiel durch karitatives Engagement. Damit die Öffentlichkeit, die Cathy Fischer als, nunja, egoman bezeichnet, eines Besseren belehrt wird. Dabei gilt es, nicht sich selbst in den Fokus zu rücken. Sondern das Leben der Anderen. Natürlich braucht man dafür langen Atem und muss wirklich hinter dem stehen, was man tut. Nicht nach der ersten positiven Berichterstattung wieder hinwerfen. Aber es hilft! Wetten?

Regel Nr. 4: Einen wirklich (!) guten PR-Berater engagieren

Zu diesem Punkt bedarf es nicht vieler Worte. Aber wie findet man einen wirklich guten PR-Berater? Im Kopf durchspielen, wer früher so richtig unbeliebt war und nun keinen Hass mehr erfährt. Oder Personen, denen man ganz früher kaum etwas zugetraut hat und heute als clevere Geschäftsleute gesehen werden - Verona Pooth beispielsweise. Vielleicht werden Sie da ja geholfen?

Regel Nr. 5: Die Lage sondieren: Was kann ich, was kann ich nicht

Am Ende dieser Reise steht die Selbsterkenntnis. Ein Pro und Contra. Für und Wider. Was sind die Fachgebiete, in denen man sich behaupten kann? Wenn es die "Fashionista" ist - okay. Wenn es nicht die große Fernsehshow ist - auch okay. Denn ansonsten müsste sich Cathy Fischer mit Mode-TV-Gesichtern wie Guido Maria Kretschmer oder auch Heidi Klum messen. Ist deren Liga auch Cathys?

Wir werden ihren Auf- oder Abstieg im Auge behalten.

ida Gala


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