Caro Daur: "Am Anfang musste ich mich daran gewöhnen, zuhause zu bleiben"

Caro Daur reist normalerweise ständig um die Welt, 2,4 Millionen Instagram-User begleiten die Hamburgerin in ihrem Alltag. Wie sich dieser durch die Corona-Pandemie verändert hat, verrät die 25-Jährige im GALA-Interview.

Heute Mailand, morgen London, übermorgen Paris: So könnte ein Alltag von Caro Daur, 25, aussehen – normalerweise. Die Unternehmerin reist berufsbedingt ständig um die Welt, immer mit dabei: ihre über 2,4 Millionen Instagram-Follower. 

Caro Daur: "Es kommt oft vor, dass ich von mir selbst genervt bin"

Doch wegen der Corona-Pandemie muss sich die gebürtige Hamburgerin an einen neuen Alltag gewöhnen, reisen kommt schon seit einigen Wochen nicht mehr in Frage und auch Events, Fashionshows und Co. wurden verschoben. Wie es sich anfühlt, wieder zuhause bei den Eltern zu wohnen und wie die 25-Jährige versucht, ihre Fans durch diese schwierige Zeit zu begleiten, erzählt Caro Daur im Interview mit GALA.

GALA: Was vermissen Sie im Moment am meisten? 
Caro Daur: Ich vermisse besonders die kleinen und alltäglichen Dinge, zum Beispiel in einem Café zu arbeiten und dabei von Menschen umgeben zu sein, ohne dabei Berührungsängste zu haben. Mir fehlt es momentan auch sehr, ins Fitnessstudio zu gehen, beispielsweise zum Hicycle oder zu Urban Heroes – das Gefühl der Gruppendynamik ist einfach nicht ersetzbar. Und natürlich vermisse ich meine Omi, Verwandte und Freunde. 

Wovon sind Sie genervt? 
Es kommt oft vor, dass ich von mir selbst genervt bin. Ich schreibe mir für jeden Tag eine To do-Liste und nehme mir vor, produktiv zu sein, aber dann ist es auf einmal 16 Uhr und ich habe von meiner Liste noch nicht einen Punkt abgehakt. 

Wen würden Sie gerne mal wieder umarmen? 
Meine Oma.

"Ich versuche, mich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren"

Sie sind normalerweise ständig unterwegs, das Reisen ist in Ihrem Beruf unerlässlich. Wie fühlt es sich an, nun schon seit mehreren Wochen zuhause zu sein? 
Es ist auf jeden Fall eine große Umstellung für mich, am Anfang musste ich mich erstmal daran gewöhnen, zuhause bleiben zu müssen. Ich habe auch meine Ups und Downs, aber ich war immer schon ein optimistischer Mensch und versuche, mich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren.

Gibt es Momente, in denen es zwischen Ihnen und Ihren Eltern auch mal kracht? 
Natürlich gibt es zu Hause auch mal schwierige Momente, in denen man in eine Diskussion gerät. Diese kommen aber nicht oft vor und ich freue mich momentan, viel Zeit mit meinen Eltern verbringen zu können. 

Wohin möchten Sie zuerst reisen, wenn die Krise überwunden ist? 
Ich vermisse Italien… Ich habe viele Freunde dort und würde mich sehr freuen, sie bald wiederzusehen. Ich habe in den letzten Wochen sogar angefangen, italienisch zu lernen. 

Ihnen folgen über 2,4 Millionen Instagram-User. Fühlen Sie sich in gewisser Weise verantwortlich, Ihren Fans durch diese schwierige Zeit zu helfen?
Mich macht es sehr glücklich, wenn ich meiner Community den Tag versüßen kann. Sie gibt mir auch unheimlich viel zurück. Sie interagieren mit mir, beantworten Fragen oder geben mir wertvolle Tipps. Ich habe das Gefühl, dass die derzeitige Situation uns noch viel näher zusammengebracht hat. Es findet ein total schöner Austausch statt.

Caro Daur: "Jeder von uns hat mal schlechtere Tage"

Gibt es auch Tage, an denen Sie verzweifeln oder Angst vor der Zukunft haben?
Ich denke, jeder von uns hat mal schlechtere Tage, aber genau dann hilft es, eine Routine zu haben.

Wie motivieren Sie sich dann, positiv zu bleiben?
Meine Workouts motivieren mich, auch das Backen bringt mir viel Spaß. Mir hilft es immer, meine Gedanken oder Ängste aufzuschreiben oder mit Familie und Freunden darüber zu reden. Es gibt auch ein tolles Zitat, das mir in diesem Zusammenhang einfällt: "Character is built when you are down, character is revealed when you are up."

Mode ist in Ihrem Alltag ein großes Thema. Probieren Sie zuhause auch oft neue Outfits aus?
Grundsätzlich bringt mir Mode sehr viel Freude, aber um ehrlich zu sein, bin ich wie immer spontan und ziehe mich je nach Stimmung an.

Genießen Sie es, nicht ständig in der Öffentlichkeit zu stehen?
Ich vermisse den sozialen Kontakt und meine Freunde, aber ich versuche, den Austausch durch digitalen Kontakt bestmöglich aufrecht zu halten. 

"Die Situation ist wirtschaftlich für alle schwierig"

Und wie ist die Stimmung bei Ihren Kolleginnen und Kollegen? 
Ich glaube, die Situation ist wirtschaftlich für alle schwierig – auf globaler Ebene. Es ist eine Umstellung, da so viele Bereiche gleichzeitig betroffen sind. 

Glauben Sie, dass sich Ihr Berufsfeld durch die Krise in Zukunft verändern wird?
Diese Frage stelle ich mir auch oft. Ich denke, dass es Veränderungen geben wird, aber ich weiß ehrlich gesagt auch selbst noch nicht, wie diese aussehen werden. 

Haben Sie denn Ihre Sichtweise auf bestimmte Themen durch die aktuelle Krise verändert?
Für mich waren schon immer die Grundwerte wichtig. Aber im hektischen Alltag kann man solche Dinge auch schnell vergessen. Gerade jetzt ist es wichtig, gemeinschaftlich und altruistisch zu denken und handeln. 

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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