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Carmen Nebel "Deutsches Fernsehballett" verklagt ihre Produktionsfirma

Carmen Nebel
© Getty Images
Carmen Nebels Produktionsfirma, die auch ihre Unterhaltungsshow "Willkommen bei Carmen Nebel" produziert, wird auf 165.981 Euro verklagt

Ärger für Carmen Nebel. Die "TeeVee Produktions GmbH" - die Produktionsfirma, die seit 2004 die ZDF-Unterhaltungsshow "Willkommen bei Carmen Nebel" produziert und von der Carmen Nebel alleinige Gesellschafterin ist - wird verklagt. Dies berichtet aktuell "Bild.de". Kläger ist "Das Deutsche Fernsehballett", welches seit 2013 das feste Ensemble der ZDF-Show ist.

Kündigung wird nicht akzeptiert

Doch genau da liegt das Problem. Seit einigen Sendungen darf das Fernsehballett nicht mehr bei Carmen Nebel auftreten. Die Produktionsfirma kündigte dem Deutschen Fernsehballett im letzten Oktober, doch genau diese Kündigung will der Chef des Balletts und ehemlige Manager von Carmen Nebel, Peter Wolf, nicht akzeptieren. Er verlangt nun die Gagen der ausgefallenen Shows in einer Gesamthöhe von 165.981 Euro. "Die Klage beinhaltet die Rechtsforderung aus dem Jahr 2016 in Höhe von 26.655 Euro sowie von drei Sendungen im Jahr 2017 a 46.442 Euro. Dabei handelt es sich um das vereinbarte Honorar pro Sendung", so Wolf gegenüber GALA.

Zerstörtes Vertrauensverhältnis

Und wie sieht TeeVee die Angelegenheit? Die Rechtsanwältin der Produktionsfirma, Dr. Stephanie Vendt, ließ GALA folgende Stellungnahme zukommen:

"Das Deutsche Fernsehballett hat die TeeVee Produktions GmbH (nicht: Carmen Nebel) verklagt. Es geht einzig um Zahlungsansprüche, unter anderem um angebliche Gagen aus 2017 (Auftrittsgarantien waren nie vorgesehen). Aber auf diese Gagen hat das Deutsche Fernsehballett keinen Anspruch, weil es keinen entsprechenden Vertrag gibt. Der Vertrag wurde durch die TeeVee Produktions GmbH wirksam gekündigt. Kündigungsgrund war das diskreditierende Verhalten des Deutschen Fernsehballetts bzw. seines Geschäftsführers, nachdem das Ballett ein einziges Mal nicht aufgetreten war.  Dieses Verhalten hat das ursprünglich bestehende Vertrauensverhältnis komplett zerstört. Wir verweisen auf die entsprechende Berichterstattung aus dem letzten Jahr, die Ihnen bekannt sein dürfte."

Auftritte sind nicht garantiert

Gemeint ist die Show vom 1. Oktober 2016, in der das Deutsche Fernsehballett ursprünglich zusammen mit David Garrett auftreten sollte. Doch der Geiger entschied sich damals laut "Bild" für "eine andere Inszenierungs-Idee". Die Rechtsanwältin von TeeVee Produktions GmbH wies daraufhin, dass Auftritte in jeder Sendung nun mal nicht garantiert seien und es sich um keine Grundsatzentscheidung handelte.

Was jedoch mit "diskreditierendem Verhalten" gemeint, ist nicht ganz klar. Ballett-Chef Peter Wolf meint hierzu nur: "Die haben gekündigt, weil ich mich negativ geäußert hätte, aber das akzeptieren wir nicht."

Carmen Nebel selbst war heute nicht zu erreichen.

Am 6. Oktober wird der Rechtsstreit vor dem Landgericht Berlin verhandelt.

jno Gala

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