Cara Delevingne: "Ich war selbstmordgefährdet"

Auf dem roten Teppich inszeniert Schauspielerin Cara Delevingne das Makellose, doch hinter der Fassade gibt es Risse. Risse, über die sie nun zum ersten Mal spricht

Wenn Cara Delevingne über den roten Teppich läuft, die Beine elegant voreinander setzt, den Fotografen, die ihren Namen durch das Blitzlichtgewitter schreien, ein geheimnisvolles Lächeln zuwirft, dann sieht sie aus wie eine ganz normale, prominente junge Frau, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit genießt. Was man jedoch nicht vermutet, ist, dass es hinter der makellosen Fassade Risse gibt. Risse, die sie niemals zu vergessen scheint.

Cara Delevingne wollte für ihre Mutter stark sein

In einem Interview mit dem "Esquire"-Magazin berichtet die heute 23-Jährige über ihre Vergangenheit. "Als Kind fühlte ich mich noch gut und wollte stark sein, weil meine Mutter es nicht konnte", erklärt sie. Ihre Mutter, Pandora, war zu Caras Kindeszeit heroinabhängig und litt unter Depressionen. Sehr oft verbrachte sie ihre Zeit in Krankenhäusern, hatte viel zu wenig Zeit und Kraft, um sich um die Familie zu kümmern. Dann wurden Cara im Alter von 16 Jahren selbst Depressionen diagnostiziert. "Mit den ganzen Hormonen und dem Druck in der Schule hatte ich einen Nervenzusammenbruch", erinnert sich das Model im Interview.

Cara Delevingne mit Mutter Pandora.

Es kam noch schlimmer

"Ich war selbstmordgefährdet. Ich konnte mit meinem Leben nichts mehr anfangen. Obwohl ich eigentlich in einer glücklichen Lebenssituation war, wollte ich nichts mehr als sterben", gesteht sie. Dann spricht sie von einem Teufelskreis, in dem sie sich selbst hasste: "Ich fühlte mich so schuldig wegen dieser Gedanken und hasste mich selbst. Ich wollte nicht mehr existieren. Ich wollte, dass jedes Molekül meines Körpers zerplatzt. Ich wollte sterben."

"Bis ich 18 war fühlte ich nichts"

Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, wurde die Schauspielerin ein halbes Jahr aus der Schule genommen und bekam Medikamente. "Bis ich 18 war, fühlte ich nichts. Ich hatte keine sexuellen Gefühle zwischen 16 und 18 und habe wohl viel verpasst. Die Medikamente haben vermutlich mein Leben gerettet, auch das meiner Mutter, aber ich hasste sie", so Cara.

Inszenierung des Makellosen

Mit 18 Jahren habe die Schönheit ihre Medikamente absetzen dürfen und sei auf einmal wieder in der Lage gewesen zu fühlen. "Ich weinte und lachte. Es war das beste Gefühl der Welt." Heute ist Cara Delevingne, zumindest auf dem roten Teppich, eine Inszenierung des Makellosen. Von ihrer Vergangenheit keine Spur. Vielmehr ist sie heute ein echter Workaholic, schaffte den Absprung vom Model-Dasein und findet heute ihre Erfüllung in der Schauspielerei. Seit kurzem macht ihre neue Lebenspartnerin St. Vincent das Glück der Britin komplett.

Cara Delevingne

Im Interview mit sich selbst

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