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Cameron Diaz Hier flüstert ein Mäuschen

Cameron Diaz, Alex Rodriguez
Cameron Diaz, Alex Rodriguez
© Reuters
So kennt man sie gar nicht: An der Seite ihres Lovers Alex Rodriguez wirkt Superfrau Cameron Diaz plötzlich wie ein unsicherer Teenager

Selten erlebt man,

dass eine Frau bei Männern genauso gut ankommt wie bei Frauen. Eine solche Ausnahmeerscheinung ist Cameron Diaz. Männer lieben sie, weil sie fröhlich, sexy und sportlich zugleich ist. Typ Supermodel zum Pferdestehlen: eine erotische Frau, die gut gelaunt Hamburger mit Pommes verdrückt und im Surfen ebenso fit ist wie im Snowboarden. Und die Frauen? Werden bei dieser selbstbewussten Superfrau nicht eifersüchtig, sondern wünschen sie sich als beste Freundin. Bräuchte der Feminismus des 21. Jahrhunderts eine Galionsfigur - Cameron Diaz würde sich prima für diese Rolle anbieten. So jedenfalls war es bis vor Kurzem.

Neuerdings strahlt die Hollywood-Schauspielerin nicht mehr diese beneidenswerte Lebensfreude aus. Sie hat sich auf irritierende Weise verändert. Sieht man sie mit ihrem Lover Alex Rodriguez, wirkt sie wie ein Mäuschen, fast schon devot. Als der Baseball-Star jetzt in die "Latino Baseball Hall of Fame" aufgenommen wurde, saß Cameron wie ein kleines Mädchen im Saal und himmelte ihn mit leuchtenden Augen an. Das weiße Blüschen, das sie trug, hätte besser zu einer Achtklässlerin mit Zahnspange gepasst.

Diese Szene hatte ein Nachspiel: Kürzlich beim Super Bowl sucht Cameron Diaz auf der Tribüne A-Rods Nähe. Die Stadionkamera fäng
Diese Szene hatte ein Nachspiel: Kürzlich beim Super Bowl sucht Cameron Diaz auf der Tribüne A-Rods Nähe. Die Stadionkamera fängt die beiden ein - was dem Macho gar nicht gefällt.
© Picture Alliance

Ihre ganze Körpersprache ist neu. Sie hängt regelrecht an A-Rods Arm, wenn sie mit ihm spazieren geht. Beinahe unterwürfig schaut Cameron, die selbst stattliche 1,80 Meter groß ist, zu ihm auf. Ihr Lächeln wirkt in seiner Gegenwart vorsichtig. Keine Spur mehr von dem unverschämt selbstbewussten lauten Lachen, das man von ihr kannte. Nein, als Galionsfigur der Frauenbewegung käme Cameron Diaz jetzt nicht mehr in Frage.

Dabei hatte ihre Liaison mit Alex Rodriguez vor rund zehn Monaten so viel versprechend begonnen. Es sah so aus, als würden sich zwei Menschen auf Augenhöhe begegnen. Von beiden weiß man schließlich, dass sie nie aufs Heiraten und Kinderkriegen versessen waren, dass sie im Leben Spaß haben wollen und den Augenblick genießen können. Noch Mitte 2009 hatte Cameron gut gelaunt verkündet, lieber "eine Beziehung mit mir selbst" führen zu wollen als mit einem klammernden Mann. A-Rod, der sich gleich nach der Trennung von seiner Frau mit Celebritys wie Madonna und Kate Hudson geschmückt hatte, schien der ideale Kandidat für einen beiderseits unverbindlichen Flirt zu sein.

Ein Irrtum, wie sich nun herauskristallisiert. Die Machtbalance zwischen den Partnern hat sich -nach der kurzzeitigen Trennung im Herbst vergangenen Jahres - verschoben, und Cameron zog eindeutig den Kürzeren. Die Unbeschwertheit der ersten Monate ist verflogen. Je ernster die Beziehung wird, desto größer scheint Camerons Angst, Alex zu verlieren. Die Sorge ist nicht unberechtigt. Der New-York-Yankees-Star mag einer der größten Sportler aller Zeiten sein, doch in Sachen Liebesethos ähnelt er eher Tiger Woods als Michael Schumacher. Anders als Cameron, die in ihren Beziehungen stets monogam war, hat man als Frau diesen A-Rod offenbar nie für sich allein. Seine Ex-Ehefrau Cynthia Scurtis betrog er regelmäßig, im New Yorker Nachtleben kennt man ihn als "König der Strip-Clubs". Der Mann zweifelt nicht daran, dass alle Frauen ihn für unwiderstehlich halten. Über seinem Bett prangen gleich zwei Bilder, die ihn als Zentaur zeigen.

Auffällig ist, dass die Schauspielerin bislang auf eine ganz andere Sorte Mann stand. Soft, gleichberechtigt, jungenhaft, echte Kumpel - so kann man ihre Ex-Freunde, darunter Justin Timberlake, John Mayer, Paul Sculfor, Bradley Cooper und Jared Leto, beschreiben. Alex Rodriguez ist nichts davon. Kein freundlicher Kerl, mit dem man bedenkenlos rumalbern kann. Im Gegenteil: Er wirkt eher humorlos. Ein Beispiel: Als beim Super Bowl in Dallas eine Stadionkamera ihn und Cameron einfing, genau in dem Moment, als sie ihm Popcorn in den Mund steckt, regte er sich furchtbar auf. Anschließend soll er sich sogar beim TV-Sender Fox beschwert haben.

Was will sie bloß mit so einem? Gut möglich, dass Alex Rodriguez, der Macho, eine Art Vaterfigur für sie verkörpert. Seine Eltern stammen aus der Dominikanischen Republik, und auch Cameron trägt Latino-Gene in sich. Ihr Vater Emilio war Kubaner, seine Familie lebte in zweiter Generation in den USA. 2008 starb er ganz plötzlich an den Folgen einer Lungenentzündung. Für Cameron, die ihrem Dad sehr nahe stand, ein herber Schlag. "Der Tod meines Vaters hat mich sehr getroffen", sagt sie. "Er wird ganz sicher immer ein Teil von mir sein." Inzwischen betont sie zwar, dass diese Erfahrung sie insgesamt noch stärker gemacht habe. Doch insgeheim sehnt sie sich wohl nach einem neuen starken Mann in ihrem Leben.

Ihre Freundinnen Drew Barrymore und Lucy Liu betrachten die Beziehung zu A-Rod mit Sorge. Zumal das Pärchen bereits Wohnungen in New York und Häuser in Miami besichtigte, wo A-Rods Töchter bei ihrer Mutter leben. Im Weihnachtsurlaub in Mexiko hatte Cameron Diaz die Ersatz-Mutterrolle für Natasha, 6, und Ella, 2, übernommen. Statt wie früher spontan mit den Freundinnen feiern zu gehen, führt sie nun penibel ihren Terminkalender und richtet sich dabei ganz und gar nach Alex Rodriguez. Sogar ihren Fitnessplan hat sie seinem Programm angepasst. Seit die beiden gemeinsam Extrem-Work-out betreiben, wird sie immer muskulöser. Ihre Oberarme ähneln bereits denen einer Bodybuilderin - oder auch denen von Madonna. "A-Rod steht auf Frauen, die ihren Körper stählen", weiß "Miss Bikini Universe 2004" Alicia Marie zu berichten, ebenfalls eine Ex-Flamme.

Ein Funken Hoffnung bleibt für Camerons Fans: Ende März startet die neue Baseballsaison in den USA, schon in diesen Tagen beginnt das Intensivtraining. Für seine Freundin hat A-Rod daher kaum noch Zeit. Wird Cameron ihn stets brav von der Tribüne aus anhimmeln? Oder besinnt sie sich wieder auf ihre alten Stärken, zieht mit ihren Mädels los, findet zu ihrem ansteckenden Lachen zurück? Ihre Fans hoffen auf die zweite Lösung.

gala.de

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