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Bushido Albumstreit mit Fler landet vor Gericht

Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido saß in den vergangenen Monaten öfter in einem Gerichtssaal, hier im August 2020 als Nebenkläger und Zeuge im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido saß in den vergangenen Monaten öfter in einem Gerichtssaal, hier im August 2020 als Nebenkläger und Zeuge im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker.
© Getty Images
Bushido muss vor Gericht – doch dieses Mal geht es nicht um eine Zeugenaussage im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker. Der Rapper zofft sich mit einem ehemaligen Weggefährten um ein Musikalbum.

Anis Ferchichi alias Bushido, 42, hat in den letzten Monaten an 25 Tagen in Gerichtssälen als Zeuge und Nebenkläger gesessen. Am 20. Juli 2021 erlebte er ein Comeback. Doch dieses Mal drehte es sich nicht um seinen ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker, sondern um einen Kollegen, der im freundschaftlichen Sinne keiner mehr ist: Bushido streitet sich mit dem Rapper Patrick Losensky alias Fler, 39, um Rechte an einem Albumtitel. 

Bushido möchte sich den Albumtitel nicht teilen

Zum Hintergrund: Die beiden Musiker haben vor 19 Jahren das gemeinsame Album "Carlo Cokxxx Nutten“ (CCN) bei dem Label Aggro Berlin herausgebracht. Charakteristisches Merkmal ist das Logo: ein aufgeklapptes Butterflymesser, umkreist von einem Sägeblatt. Bis 2015 produzierte Bushido drei weitere CCN-Alben, nicht immer unter der Mitwirkung von Fler. Nun will der Schwager von Popsängerin Sarah Connor, 41, noch einmal an den Albumtitel heran. "CCN5" soll noch in diesem Jahr herauskommen. Doch jetzt kommt ihm sein früherer Kollege in die Quere: Fler möchte ebenfalls unter dem Titel veröffentlichen. 

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Bushido klagt dagegen. Er will Fler mithilfe einer einstweiligen Verfügung die Nutzung des Namens verbieten lassen. Dabei geht es laut "Bild" um einen Streitwert von 100 000 Euro.

Höchste Sicherheitsmaßnahmen für Bushido, ein freier Platz für Fler

Also musste Bushido wieder vor Gericht – und das unter höchsten Sicherheitsbedingungen. Polizisten mit Sturmhauben sicherten die Gänge des Landgerichts Littenstraße in Berlin. Der Rapper sieht sich seit seiner geschäftlichen Trennung von Arafat Abou-Chaker ständig in Gefahr. Von Fler ging an diesem Tag keine aus. Er tauchte erst gar nicht im Gerichtssaal auf, sondern schickte seinen Anwalt vor. "Am Ende werd‘ ich provoziert und gehe an die Decke“, soll er vor dem Prozess gesagt haben. 

Patrick Losensky alias Fler bei einem früheren Gerichtstermin wegen verschiedener Delikte im November 2020 im Amtsgericht Tiergarten in Berlin.
Patrick Losensky alias Fler bei einem früheren Gerichtstermin wegen verschiedener Delikte im November 2020 im Amtsgericht Tiergarten in Berlin.
© imago images

Bushido hingegen will Klarheit. "CCN ist seit 19. April 2021 als Marke angemeldet. Fler kokettierte öfter damit, auch so ein Album rauszubringen. Nahm ich nie ernst, bis ich es bei Amazon im Online-Shop fand." Fler hingegen sieht sich offenbar als geistiger Urheber des Albums: "Ich habe es damals getextet und gerappt, danach bekam das Album seinen Titel."

Ein Kindergeburtstag ist angenehmer

Auch der Richter hat eine vorläufige Meinung zu dem Rechtsstreit: "Bushido schuf zwar die Beats, aber der Text wurde gemeinsam verfasst. Im Rap steht der Text im Vordergrund. Sie haben die Marke gemeinsam geschaffen, Bushido hat keine älteren Rechte als Fler. Sie können ja beide Alben unter dem Titel rausbringen – oder keiner. Oder beide zusammen ein Album." Ein Vorschlag, mit dem Bushido nichts anfangen kann: "Das fände ich zu einseitig zu meinen Lasten… Wenn wir zumindest ein neutrales Verhältnis hätten, aber so ist es nicht," warf er ein.

Geklärt wurde der Streit an diesem Tag nicht. Der Richter will seine Entscheidung frühestens am Donnerstag mitteilen. Bushido übte sich an diesem Tag noch in Geduld. Schließlich gibt es Wichtigeres: Seine Tochter feierte Geburtstag. 

Verwendete Quelle: bild.de

ama Gala


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