"Breaking Bad"-Star Bryan Cranston: "Ich habe viel durchgemacht"

Bryan Cranston ist heute ein berühmter Schauspieler. Wie hart er darum gekämpft hat, erzählt er in GALA 

Bryan Cranston 

Als verzweifelter Chemielehrer Walter wurde Bryan Cranston mit "Breaking Bad" berühmt. 2008 startete die Serie, da war er schon 52 Jahre alt.

Bryan Cranston über seine späte Karriere

Erst danach ging’s bergauf. 2016 folgte die Oscar-Nominierung für die Hauptrolle in "Trumbo". Nun spielt der Kalifornier in "Mein Bester & Ich", dem US-Remake von "Ziemlich beste Freunde", den gelähmten Milliardär Phillip Lacasse. "Schauspielern ist für mich auch eine Therapie, mit der ich mein Leben verarbeiten kann", sagt Cranston. GALA sprach mit ihm über seinen steinigen Lebensweg. 

GALA: Was bedeutet Ihnen "Breaking Bad" heute?

Bryan Cranston: Ich hatte mich eigentlich darauf vorbereitet, mein ganzes Leben lang zu Castings zu gehen und um Rollen zu kämpfen. "Breaking Bad" hat alles verändert. Man bietet mir sogar Rollen an! Dafür werde ich immer sehr dankbar sein.

GALA: Warum nun das Remake von "Ziemlich beste Freunde"?

Cranston: Ich liebe das französische Original. Genau deswegen war ich sehr skeptisch, ob ich die Rolle spielen sollte. Ich wollte keinen blöden Abklatsch machen. Aber ich dachte, sie werden den Film drehen, mit mir oder ohne mich.

GALA: Sie konnten nur den Kopf bewegen. Wie war das für Sie?

Cranston: Ich habe mich bewusst auch in den Drehpausen nicht bewegt, um zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn du nicht mal eben ans Telefon gehen kannst. Das hat mir Angst gemacht. Ich konnte diese Tragödie förmlich fühlen.

GALA: Was hat Sie als Schauspieler am meisten geprägt?

Cranston: Meine Lebenserfahrung. Ich habe viel durchgemacht. Ich hatte eine schwere Kindheit, Beziehungen sind in die Brüche gegangen, ich musste erbärmliche Jobs annehmen, um das Geld zum Überleben zu verdienen. Wenn das Leben echt hart wird, lernst du am meisten daraus und wächst daran.

GALA: Früher haben Sie das wahrscheinlich nicht so gesehen.

Cranston: Nein. Es war wirklich schwer. Mein Vater hat uns verlassen, als ich noch ein Kind war. Meine Mutter hatte dann Probleme mit Alkohol. Ich fand es schrecklich und hatte Angst vor der Zukunft. Ich war auch sehr wütend. All die Gefühle nutze ich als Schauspieler.

GALA: Im Film spielen Sie einen Milliardär. Was haben Sie für ein Verhältnis zu Geld?

Cranston: Ein sehr gesundes! Ich war sehr arm und jetzt bin ich reich. Und ich kann Ihnen versichern: Es ist besser, reich zu sein! (lacht) Für mich bedeutet Geld Freiheit. Ich kann mir damit kaufen, was mir am wichtigsten ist, und das ist Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann.

GALA: Was war die größte Leistung Ihres Lebens?

Cranston: Zu überleben. Und die richtige Frau zu heiraten, mit der ich ein Leben aufbauen konnte, das auf soliden Grundfesten steht.

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Bryan Cranston auf dem roten Teppich

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