Bruno Frisoni: Obsession macht erfolgreich

Bruno Frisoni, Kreativdirektor des Hauses 'Roger Vivier', ist der Meinung, dass nur ein Mode-Besessener einen Klassiker entwerfen kann.

'Roger Vivier'-Kreativdirektor Bruno Frisoni (52) gestand, dass er geradezu obsessiv sei, was Mode betrifft. Der Leiter des weltberühmten Modelabels verriet, wie er es seit 2002 schaffe, die Zügel erfolgreich in der Hand zu halten. Der italienische Designer verfügt nach eigenen Angaben über ein absolut perfektionistisches Wesen, das es ihm immer wieder ermöglicht, aufs Neue klassische Taschen und Schuhe zu entwerfen. "Ich glaube, es geht darum, beständig zu sein, besessen und etwas zur Sucht zu machen", erklärte Frisoni im Interview mit der Zeitschrift 'Grazia'. "Alles in der Mode dreht sich für mich um Obsession. Ich komme immer wieder auf die Dinge zurück, die ich wirklich liebe - das ist es, was dich einen Stil entwickeln lässt und nicht nur ein Produkt", so das Design-Genie.

Frisoni besann sich auf seine Wurzeln und darauf, dass seine Karriere nicht auf einer klassisch akademischen Ausbildung beruht. Er verdiente sich seine Sporen bei 'Christian Lacroix' und arbeitete während seiner Zeit bei 'Saint Laurent' mit Alber Elbaz, heutiger Kreativdirektor bei 'Lanvin'. Die wichtigste Lektion zur erfolgreichen Kreation von begehrten Taschen und Schuhen sei demnach das Erlernen künstlerischer Vorstellungskraft in Bezug auf seine eigenen Designs. "Ohne Fantasie haben wir gar nichts. Es gab keine Mode in meiner Ausbildung”, gestand der kreative Italiener. "Ich begann sehr jung zu arbeiten und ruinierte meine Ausbildung was die Schule betraf. Junge Menschen verprassen oft ihr Potential, da sie zu ungeduldig sind, es alleine zu schaffen. Man muss demütig sein, wenn man etwas lernen will", riet Bruno Frisoni seinen jungen Kollegen.

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