VG-Wort Pixel

Bruno Alexander Extrem wie Boris Becker

Bruno Alexander in der Rolle des Boris Becker
Bruno Alexander verkörpert Boris Becker in "Der Rebell".
© RTL / Stephan Pick
Bruno Alexander spielt Boris Becker. Eine Rolle, die ihn an seine Grenzen gebracht hat, und das ist genau das, was er sucht.  

Er ist ein Typ der Extreme: Für seine Rolle in "Die Kinder von Bahnhof Zoo" musste Bruno Alexander, 23, zehn Kilo abnehmen, jetzt mussten es zehn Kilo mehr sein. "Die 85 Kilo haben mich Boris Becker schon mal körperlich nähergebracht", erzählt der 23-Jährige, der die Tennis-Legende nun in "Der Rebell" spielt. 

GALA: Ist es schwer, statt einer fiktiven Person eine echte zu spielen?
Bruno Alexander: Das ist was Besonderes, eine große Ehre. Ich wollte Boris Becker nicht eins zu eins nachmachen, sondern meine eigene Definition von diesem Charakter spielen. Mich ihm nähern, ohne eine Karikatur aus ihm zu machen. Seine Energie, seine Präsenz auf dem Platz – all das wollte ich rüberbringen. 

Interessiert Sie, wie Boris Becker den Film findet?
Ja, auf jeden Fall. Ich würde gern mit ihm über den Film sprechen. Ich hätte auch vorher gern mit ihm gesprochen, aber das kam leider nicht zustande. 

Haben Sie Wegbegleiter von ihm getroffen?
Sein Trainer Günther Bosch war sehr aufgeschlossen und hat mir Details und Anekdoten erzählt. Das hat mich fasziniert. 

Die Vorbereitung für den Film war hart, wollten Sie mal hinschmeißen? 
Ja, es gab diese Momente, wenn ich morgens vor meinen zwei Kilo Porridge gesessen habe oder abends vor einem Riesenteller Nudeln. Oder wenn mir die Finger eingefroren sind beim Tennis-Training draußen. "Ich kann nicht mehr" – der Gedanke kam mir öfter. Auch, wenn ich Stunden vorm Spiegel verbracht habe, um die Bewegungen einzustudieren. Vorhand, Rückhand, Aufschlag, Fußstellung. Das war richtig zähe, theoretische Arbeit. Aber jetzt bin ich froh, dass ich diese Challenge durchgezogen habe. 

Bruno Alexander in der Rolle des Boris Becker in "Der Rebell"
Da muss man zweimal hinschauen: Bruno Alexander hat für den RTL-Film "Der Rebell" (16.12., 20.15 Uhr) auch die Bewegungen von Boris Becker einstudiert.
© RTL / Wolfgang Ennenbach

Sie werden gern für extreme Charaktere besetzt.
Zufall ist das nicht. Scheinbar passe ich zu diesen Charakteren, die nicht besonders geradlinig sind. Auch privat passt das zu mir. Ich bin jemand, der mit vielen Ausschlägen nach oben und unten lebt. Boris Becker war vielleicht auch so, sehr launisch, sehr emotional. Solche Leute verstehe ich besser, weil ich es von mir kenne.

Wie meinen Sie das?
Ich habe immer den Kick gesucht. Langeweile war das Schlimmste. Ich war ein Draußen-Kind, immer in Bewegung, gern auf Partys. 

Sie waren schon als Teenie TV-Star. Hat der frühe Erfolg Sie in Versuchung geführt?
Nee, da haben meine Eltern gegengesteuert. Ich hatte nie Geld, musste mir am Schulkiosk von meinen Freunden 20 Cent schnorren, um ein Brötchen zu kaufen, weil ich die geschmierten Brote meiner Eltern nicht mochte. (lacht)

Leben Sie noch zuhause? 
Nein, in einer WG mit zwei Freunden. Wir haben auch zusammen die Serie "Die Discounter" produziert, die am Tag nach "Der Rebell" auf Amazon startet. 

Dann können Sie ja direkt zwei Tage eine Binge-Watching-Party feiern. 
Das ist der Plan! 

"Der Rebell" läuft am 16.12.2021 um 20:15 Uhr auf RTL und als Stream auf RTL+.

Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken