Britney Spears: Pop-Prinzessin als Piratenschreck

Das Frühwerk von Britney Spears entpuppt sich laut englischer Presse als effektivste Waffe im Kampf gegen Piraten vor den Küsten Somalias

Und da soll noch einmal jemand sagen, dass der "Mickey Mouse Club" kein Dienst an der Menschheit wäre: Britney Spears singt jetzt im Namen der britischen Krone. Die 31-Jährige hat aber nicht etwa ihr Engagement in Las Vegas gegen eine Stelle als Hofmusikerin von Queen Elizabeth eingetauscht. Vielmehr verscheucht die britische Marine neuerdings mit Songs wie "Baby One More Time" und "Oops! I did it again" Piraten vor der Ostküste Afrikas. Das sei höchst effektiv, berichtet die Offizierin Rachel Owens der Tageszeitung "Daily Mirror". "Wir mussten seitdem nur noch selten zu den Waffen greifen. Kaum bekommen die Piraten eine Dosis Britney verpasst, ziehen sie ab."

Britney Spears

Die (un)zensierte Wahrheit

Es wird getanzt, gedreht und geschwitzt.
Schon Brooke Hogan konnte mit ihren Qualitäten an der Gogo-Stange überzeugen.
Die Laufmasche der Pop-Industrie: Britney's Zensur wird sie leider nicht besser darstehen lassen, als sie wirklich ist.
Immer hochkonzentriert: Fotos wie aus 1001 Nacht.

22

Die Piraten, die zum Großteil aus dem muslimisch geprägten Somalia stammen, "hassen alles, was mit der westlichen Gesellschaft zu tun hat." Britney, ehemals Star des "Mickey Mouse Club", eigne sich daher "perfekt für unsere Zwecke." Die Seewege um das Horn von Afrika sind seit Jahren schwer umkämpft. Allein im Jahr 2011 zählte man 176 Piratenangriffe auf Handelsschiffe. Die britische Marine patrouilliert deshalb regelmäßig mit mehr als zehn Kriegsschiffen entlang der Ostküste Afrikas.

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Abschreckmanöver ist nicht neu. Seit 2008 wird schon jedes britische Kreuzfahrtschiff mit einem so genannten LRAD (Long Range Acoustic Device) ausgestattet, das die Piraten mit einem sehr lauten Klangteppich abhalten soll. Jetzt werden auch Tanker und Militärschiffe nachgerüstet. Damit die Besatzung keinen Koller bekommt, sind die Lautsprecher ausschließlich zur Wasserseite hin ausgerichtet. Die Songauswahl oblag dem Sicherheitsverband der Seewirtschaft. Dessen Direktor Steven Jones verrät, dass man mit Britney Spears noch nicht zur härtesten Waffe der Popmusik gegriffen habe. "Ich kann mir aber vorstellen, dass das Abspielen von Justin Biebers Musik gegen die Genfer Konventionen verstoßen würde", erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche